Krause Glucke

Die Krause Glucke fällt durch ihr schwammartiges Aussehen immer auf. Dieser Pilz ist bei der Verarbeitung sehr aufwendig, da er schwierig von Verunreinigungen zu befreien ist. Dafür schmeckt er anschließend umso besser, wenn sein milder Geschmack verschiedenste Gerichte aufpeppt.

Krause_GluckeDie Krause Glucke wächst an den Stämmen von Kiefern. (Foto by: © Ramona Heim / fotolia.com)

Die Krause Glucke wird auch als „Fette Henne“ bezeichnet. Dieser außergewöhnliche Pilz gehört zur Gattung der Glucken. In dieser Gattung findet sich auch die Eichen-Glucke, die der Krausen Glucke ziemlich ähnlich ist. Allerdings unterscheiden sie sich durch ihr Aussehen grundlegend.

Aussehen

Die Krause Glucke erinnert in ihrem Aussehen stark an einen Badeschwamm oder an Friséesalat. Es handelt sich dabei um ein Geflecht aus zahlreichen Verästelungen, die ineinander verschlungen und gekräuselt sind. Manche erinnert der Pilz auch an eine Henne, die ihre Jungen verteidigt.

Vermutlich stammt daher auch die Bezeichnung als „Glucke“. Die Krause Glucke kann einen Durchmesser von bis zu 40 cm und ein Gewicht von über einem Kilogramm erreichen. Wenn die Krause Glucke noch jung ist, weist sie eine blassgelbe Farbe auf, die jedoch immer mehr ausbleicht. Im Alter sieht der Pilz weißlich-fleckig aus.

Herkunft & Saison

Die Krause Glucke wächst an den Stämmen von Kiefern, weshalb seine Vorkommen auch an Kiefernwälder gebunden sind. Allerdings sind die Vorkommen an Lagen bis zu einer Höhe von 1.000 m ü.d.M. beschränkt und daher vor allem im Flachland und niedrigen Berglagen zu finden. Die Krause Glucke „befällt“ den Stamm der Kiefernbäume und kann ihnen unter Umständen schwere Schäden zufügen. Die Fruchtkörper der Krausen Glucke sind vor allem im Spätsommer und im frühen Herbst vorzufinden.

Geschmack

Die Krause Glucke ist im Aroma recht mild. Wenn er jedoch älter wird, entwickelt er auch bittere Geschmackskomponenten.

Verwendung in der Küche

Der Pilz ist zwar sehr schmackhaft, macht jedoch bei der Zubereitung sehr viel Arbeit. Der Pilz schließt in seinem feinen, gewellten Inneren allerlei ein, unter anderem Erde oder Insekten. Deshalb ist er sehr schwierig zu reinigen. Am einfachsten schneidet man den Pilz zunächst in dicke Scheiben, dann lässt er sich in Wasser am besten reinigen.

Den Strunk sollte man immer entfernen, da viele Menschen ihn nicht vertragen. Die Krause Glucke kann geröstet und gebraten werden, aber auch geschmort, beispielsweise in Suppe, ist der Pilz sehr beliebt.


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