Kresse (=Gartenkresse)

Perfekt als Garnierung, aber auch als Würzmittel beliebt – die Gartenkresse. Gartenkresse sieht auf den ersten Blick recht unscheinbar aus. Man könnte sie beinahe für Unkraut halten – wäre da nicht der rassige, scharfe Geschmack, der Gartenkresse zum perfekten Würzmittel macht!

GartenkresseGartenkresse wächst problemlos im Topf und kann jederzeit geerntet werden. (Foto by: © Quade / fotolia.com)

Bei Gartenkresse handelt es sich um eine einjährige Pflanze. Eigentlich wächst Gartenkresse bis zu einem halben Meter hoch und hat dann Stängelblätter und sogar Blüten. Diese kennen aber die Menschen nicht, da die Kresse für den Gebrauch in der Küche wesentlich früher geerntet wird, nämlich wenn sie etwa 5 cm lang ist.

Herkunft & Saison

Man vermutet, dass die Gartenkresse ursprünglich aus Zentralasien oder aus Westasien stammt. Nach Europa wurde sie durch die Römer gebracht. Gartenkresse kann hierzulande das ganze Jahr über geerntet werden, da sie an ihre Umgebung keine großartigen Bedingungen stellt – sie kann auch problemlos in einem Topf in der Wohnung kultiviert werden. Es dauert kaum zehn Tage ab der Aussaat, bis Gartenkresse geerntet werden kann. Im Freien erstreckt sich die Haupterntezeit von März bis September. Die im Handel erhältliche Gartenkresse wird vorwiegend in kleinen Plastikschälchen gezogen und direkt in dieser Form verkauft.

Geschmack

Kresse enthält Bitterstoffe und Senfölglykoside. Sie sind es, die der Kresse einen recht scharfen und zugleich würzigen Geschmack verleihen. Er kann teilweise sogar mit Rettich verglichen werden.

Verwendung in der Küche

Kresse ist ein beliebtes Würzkraut. Allerdings sollte man damit eher sparsam umgehen, da der kräftige Geschmack des Krauts sonst andere Geschmacksnuancen des jeweiligen Gerichts übertönen würde. Die Verwendung von Kresse ist sehr einfach. Sie wird mit einem scharfen Messer relativ weit unten am Ansatz abgeschnitten. Dann kann sie entweder im Ganzen oder kleingeschnitten genutzt werden. Sie ist beispielsweise perfekt geeignet, um Speisen aller Arten zu garnieren oder zu verfeinern.

Kresse kann aber auch der Star eines ganzen Gerichts sein, beispielsweise in Form von Brotaufstrichen, Suppen oder Topfen. Auch Salaten verleiht Gartenkresse eine gewisse aromatische Note.

Wirkung

Gartenkresse ist ein guter Vitamin C-Spender und sollte daher am besten das ganze Jahr über auf dem Speiseplan stehen. Vertreten sind außerdem Karotin, Schwefel, Eisen und die Vitamine K und B1. Gartenkresse enthält Glucosinolate, denen eine krebsvorbeugende Wirkung nachgesagt wird. Kresse hat außerdem eine harntreibende Wirkung und regt die Produktion der roten Blutkörperchen an.


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