Wie lagert man Destillate am besten?

Die Lagerung von Destillaten wird bei Brennern so intensiv diskutiert wie das Brennen selbst. Fast jeder Brenner schwört auf seine eigene Lagerungsmethode mit der Aussage, dass nur so sein eigenes Destillat einen unverwechselbaren Geschmack erhält. Die Dauer der Reifung alleine ist jedoch nicht entscheidend, es kommen noch einige weitere Faktoren dazu, die nicht zu unterschätzen sind.

Lagerung von DestillatenUnverdünnte Destillate, reifen in felsigen Kellergewölben am besten. (Foto by: © Thomas Seegers / fotolia.com)

Die Lagerung von Destillaten - entscheidend ist die Philosophie des Brenners

Frisch gebrannte Destillate sind wahrlich kein Genuss, zudem kann man in diesem frühen Stadium noch nicht eruieren, welche Qualität zu erwarten ist. Es gibt eine Faustregel: Erst nach sechs Monaten Lagerung sollte man das Destillat verkosten, um eine objektive Qualitätsaussage zu bekommen, aber nur dann, wenn man sein Produkt optimal gelagert hat.

Die Suche nach der optimalen Lagertemperatur und dem optimalen Licht

Grundsätzlich gilt, dass höhere Temperaturen das Destillat schneller reifen lassen, kühlere Temperaturen verzögern den Reifeprozess. Wichtig ist zu wissen: Ein Destillat sollte etwa über 65 Volumenprozent verfügen, nur mit diesen Prozenten kann es am besten reifen und wird auch länger haltbar. Gelagerte Brände, die auf etwa 40 Prozent verdünnt werden, gelten als die mit einem eher lieblichen Aroma, während die hochprozentigen eher als herzhaft eingestuft werden. Die noch unverdünnten Destillate, abgefüllt in Glasballonen, reifen nach Meinung vieler Experten in felsigen Kellergewölben unverdünnt am besten, wegen der Dunkelheit und den gleichbleibenden Temperaturen. Es gibt aber auch nicht wenige Brenner, die ihre Destillate bewusst verdünnen und in offenen Lagerräumen reifen lassen, also völlig ungeschützt den wechselnden Temperaturen von Tag und Nacht aussetzen.

Weitere Faktoren

Es spielen aber noch andere Faktoren eine Rolle für die Dauer des Reifungsprozesses, so zum Beispiel das Volumen des Glasballons, die Stärke des Glases, die eingefüllte Menge und nach welcher Methode der Glasballon verschlossen wurde.

Fazit

Welche Lagerung man auch wählt, es liegt also alleine am persönlichen Geschmack und der Philosophie des Brenners, dem im Prinzip nichts anderes üblich bleibt, seine eigene beste Lagermethode zu ermitteln um zu seinem Wunschergebnis zu kommen: Learning by doing!“


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