Liebstöckel

Die meisten Österreicher kennen Liebstöckel nur unter der Bezeichnung Maggikraut. Dabei wird Liebstöckel sicherlich nicht nur für die Maggi-Würze verwendet. Was das außergewöhnliche Kraut noch kann, erfährt man in unserer kurzen Warenkunde.

LiebstöckelLiebstöckel oder Maggikraut vollendet jede Suppe oder Eintopf. (Foto by: juefraphoto / fotolia.com)

Liebstöckel kann bis zu 2 m hoch werden. Ihre Blätter haben ein wunderliches Aussehen, sind sie doch auf der Oberseite dunkelgrün und auf der unteren Seite hellgrün. Als Gewürz kommen die Blätter sowie die Wurzeln des Liebstöckels in Frage. Aufgrund seines Namens wurde lange Zeit vermutet, dass das Kraut auch eine aphrodisierende und anregende Wirkung besitzt.

Herkunft & Saison

Liebstöckel stammt ursprünglich aus Persien und verbreitete sich langsam über Südeuropa bis ins nördliche Europa. Liebstöckel aus dem Freilandanbau kann hierzulande im Sommer geerntet werden. Die Haupterntezeit geht von Mai bis August, wobei er vor oder während der Blütezeit geerntet werden sollte. Dann ist er am aromatischsten.

Geschmack

Die Bezeichnung von Liebstöckel als Maggikraut ist darauf zurückzuführen, dass sehr viel davon in der bekannten Maggi-Würze steckt. Liebstöckel ist sehr würzig und weist scharfe sowie leicht süßliche Geschmacksnuancen auf.

Verwendung in der Küche

Die starke Würzkraft des Liebstöckels kennen die meisten Menschen aus der Maggi-Würze, die in vielen Haushalten zu jedem Gericht auf dem Tisch steht. Besonders Suppen lassen sich mit Liebstöckel aufwerten. Aber auch in Fleisch- und Fischgerichten macht sich Liebstöckel gut als unterstreichende Würze.

Besonders zu Eintopf aus Paprika und Tomaten passt Liebstöckel hervorragend. Deftige Eintöpfe bekommen durch das Kraut das gewisse Etwas. Allerdings sollten Liebstöckel immer sehr vorsichtig eingesetzt werden. Das starke Aroma führt dazu, dass bereits ein paar Blätter des Krauts reichen, um ein Gericht komplett zu würzen.

Wirkung

Liebstöckel kann bei Erkrankungen der Niere und der Blase zur Heilung eingesetzt werden. Bei Gicht, Rheuma und Wassersucht vermag das Kraut eine Linderung zu bewirken. Bei Verdauungsproblemen kann Liebstöckel schnell Abhilfe schaffen. Dem Kraut wird außerdem eine antibiotische Wirkung zugesprochen. Wer unter Entzündungen an der Haut leidet, kann Teil- oder Vollbäder mit Liebstöckel nehmen und seiner gereizten Haut so etwas Gutes tun. Schwangere sollten mit Liebstöckel besser sehr sparsam umgehen, da das Gewürz ätherische Öle beinhaltet, die eine abtreibende Wirkung haben.


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