Löwenzahn, vom Garten auf den Teller

25.04.2014 von | 0 Kommentare

Nach jedem Winter taucht zum Frühlingsanfang wieder das leuchtende Gelb des Löwenzahns, im Volksmund auch Pusteblume genannt, nahezu zeitgleich an unzähligen Stellen auf. Doch was man wirklich damit anstellen kann, erfährt ihr hier:

Löwenzahn essenMit dem Löwenzahn lassen sich zahlreiche Köstlichkeiten zubereiten (Foto by: © meteo021 / fotolia.com)

Der Löwenzahn als Geheimnis der Natur

Der mit einer Pfahlwurzel ausgestattete Löwenzahn zählt zur Familie der Korbblütengewächse und ist eine sehr verbreitete Wildpflanze mit gelben Knospen und gezähnten Blättern. Er wird von vielen Gartenbesitzern auch einfach nur als Unkraut bezeichnet und bewertet. Dabei sind die vielfachen Nutzungsmöglichkeiten als Heilpflanze und auch als Nahrungsmittel oftmals unbekannt.

Die Pflanze enthält neben vielen Mineralstoffen und Vitaminen auch Kalium, Cholin und Inolin sowie Bitterstoffe. Die Wirkstoffe dienen zur Entzündungshemmung, Entgiftung und Linderung von Gallebeschwerden.

Sie sorgen dadurch für eine gute Verdauung und lindern bei Rheumabeschwerden. Mit der richtigen Zubereitung kann der Löwenzahn sogar eine exklusive Delikatesse darstellen.

Pflücken und Waschen

Ich pflücke den Löwenzahn entweder in meinem Garten oder in Bereichen abseits möglicher Schadstoffbeeinträchtigungen wie beispielsweise durch Auspuffabgase oder Düngemittel. Dabei meide ich übertriebene Mengen und bevorzuge kleinere, jüngere Pflanzen. Die Blätter pflücke ich zu einer Zeit, in der die Pflanze noch keine Blüten und Knospen gebildet hat. Ansonsten wird der Geschmack zu bitter.

Blüten und Knospen pflücke ich in einem späteren Zeitraum. Das gründliche Abwaschen und Abtropfen lassen findet jeweils kurze Zeit nach dem Pflücken statt. Am gleichen Tag erfolgt auch die Zubereitung.

Zubereitung und Verzehr

Die jungen Blätter und Blüten esse ich als Rohkost oder mische sie mit anderen Blattsalaten zur Frühjahrsentschlackung. Schmand, Kräuter-Crèmefraîche oder Sahne im Dressing mildern die Bitterstoffe im Geschmack ab. Außerdem verwende ich zum Dressing Olivenöl und Zitronensaft.

Aus den noch geschlossenen Knospen stelle ich entweder einen Kapernersatz her oder ich dünste sie wie Pilze und erhalte dadurch ein wohlschmeckendes Gemüse. Bei der Zubereitung verwende ich zum Schluss stets frische Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch.

Aus den frisch geöffneten Blüten kann ich sogar einen veganen Honigersatz produzieren. Frischer Löwenzahn eignet sich auch zu Eierspeisen, Suppen oder Risotto Rezepte.

Passende Rezepte:

Die Haltbarkeit von Löwenzahn

Hier bietet sich das Trocknen und Einfrieren an. Das Pflücken sollte zu einem Zeitpunkt erfolgen, wenn die Feuchtigkeit der Nacht nicht mehr an den Pflanzen haftet. Den gepflückten Löwenzahn hänge ich zunächst zum vollständigen Trocknen in Bündeln auf. Danach erfolgt das möglichst luftdichte Einfrieren in Gefrierbeuteln.

Die noch nicht geöffneten Knospen können, nachdem sie mehrfach in gesalzenem Kräuteressig gekocht worden sind, in einem verschlossenen Schraubglas aufbewahrt werden. Darin lässt sich auch der hergestellte Honig aufbewahren. In Flaschen kann ein Löwenzahnschnaps aufbewahrt werden. Oder wie wärs mit einem Löwenzahnsirup?


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