Löwenzahn zum Kochen und verzehren

Kaum eine Pflanze ist so weit verbreitet wie der zu den Korbblütlern gehörende Löwenzahn. Ursprünglich beheimatet in Europa und dem Westen Asiens, wächst er nun fast auf allen Kontinenten. Schon den Kindern ist die Pflanze gut bekannt, seine Heilwirkung wird jedoch noch wenig genutzt. Als Unkraut ist er dagegen von vielen Gärtnern gefürchtet.

LöwenzahnDer lieblich-gelbe Löwenzahn ist ein wahrer Leckerbissen. (Foto by: © fotoknips / fotolia.com)

Es gibt wohl nicht einen Garten in Europa, in dem kein Löwenzahn wächst. Durch seine kräftige Pfahlwurzel ist er kaum auszurotten. Damit schafft er es sogar, Asphalt zu sprengen. Nicht nur die Menschen können seine Heilwirkung nutzen. Auch andere Pflanzen, die in seiner Nachbarschaft wachsen, profitieren von den Stoffen, die er tief aus dem Boden zieht. Statt ihn auszurotten, sollte man ihn lieber nutzen.

Auch dadurch hemmt man seine Verbreitung. Im Frühjahr ist der Gehalt an Bitterstoffen in den Wurzeln am höchsten. Dann sollte man sie ernten. Keine Sorge, meist bleibt ein Rest der Wurzel im Boden und treibt neu aus. Dann kann man bald die ersten frischen Blätter für einen Salat schneiden oder Blüten für einen Sirup sammeln.

Wirkung und Anwendung von Löwenzahn

Neben Mineralstoffen, Vitaminen und Schleimstoffen enthält Löwenzahn vor allem Bitterstoffe. Durch seine entwässernde, blutreinigende und stoffwechselanregende Wirkung eignet er sich bestens als Zutat für eine Frühjahrskur. Dafür werden die Blätter zusammen mit anderen Kräutern zu einem Tee verarbeitet. So werden Hautkrankheiten verbessert und der Stoffwechsel aktiviert.

Eine Löwenzahntinktur mildert rheumatische Beschwerden. Für eine glatte Haut sorgt ein Gesichtswasser aus Löwenzahnblüten. Bei Gallensteinen, einem Verschluss der Gallenwege oder einer Allergie gegen Korbblütler sollte Löwenzahn nicht angewendet werden.

Löwenzahn in der Küche

Löwenzahn MarmeladeEin Löwenzahn Marmelade schmeckt herzhaft gut. (Foto by: © natalikaevsti / fotolia.com)

Die jungen Blätter des Löwenzahns eignen sich bestens für einen Frühlingssalat. Dafür können sie allein verwendet werden oder zusammen mit anderen Kräutern. Auch Tomaten passen geschmacklich hervorragend zu Löwenzahn. Je älter die Blätter werden, desto bitterer schmecken sie. Der bittere Geschmack ist auch eine ideale Würze für Suppen oder Eintöpfe. Man kann Löwenzahn auch gut zu einem Pesto verarbeiten.

Spezialitäten mit Löwenzahn

Aus den abgezupften Blütenblättern lässt sich ein malzig schmeckender Löwenzahnsirup herstellen. Er eignet sich hervorragend als Brotaufstrich. Für Löwenzahnkaffee verwendet man dagegen die getrockneten Wurzeln. Sie sollten im Frühjahr oder im Herbst geerntet werden.

Gedünstete Löwenzahnknospen sind eine besondere Delikatesse im Frühjahr. Löwenzahnlikör wird aus den Blüten hergestellt, während in einem Löwenzahnschnaps auch die Wurzeln zum Einsatz kommen. Sie werden auch gern in einem Kräuterbitter verwendet. So wirken sie appetitanregend und fördern die Verdauung.


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User Kommentare

Marille
Marille

Ich wusste gar nicht das Löwenzahn so gesund ist, der wächst ja wirklich überall. Kommt nächstes Jahr dann öfters in meinen Salat.

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-michi-
-michi-

Wow toll, habe es bis jetzt immer nur als Unkraut angesehen

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