Lorbeer

Lorbeer, als Blätter eingesetzt, gehört zur Grundausstattung der Gewürze unserer heimischen Küche. Das feine, unaufdringliche Aroma vermag so manche Speise geschmacklich abzurunden. Lorbeer lässt sich nicht direkt zu den Küchen-Kräutern zählen, handelt es sich doch um einen bis zu 10 Meter hohen Baum!

LorbeerLorbeer ist, was die Erde und Pflege betrifft, recht anspruchslos. (Foto by: Canoneer/ shutterstock.com)

Der echte Lorbeer, der auch Edler Lorbeer oder Gewürzlorbeer genannt, hat die wissenschaftliche Bezeichnung Laurus nobilis. Er gehört zur Familie der Lorbeergewächse. Lorbeerbäume sind immergrün und können Wuchshöhen um 10 Meter erreichen. Da echter Lorbeer wärmeliebend ist, wird er im subtropischen und tropischen Raum zur industriellen Lorbeergewinnung kultiviert.

Der Eigenanbau ist möglich. In Europa werden normalerweise die Blätter des echten Lorbeers eingesetzt. Ebenfalls unter der Bezeichnung Lorbeer werden auch andere Lorbeergewächse wie der indische, westindische oder mexikanische Lorbeer angeboten. Sie sehen ähnlich aus, schmecken aber größtenteils völlig anders.

Anbau, Pflege und Düngung

Gewürzlorbeer ist nicht winterhart und sollte deshalb in Kübeln gezogen werden. Wer die Mühe nicht scheut, kann ihn auch während der frostfreien Zeit in ein Beet im Freiland setzen, muss den Lorbeer aber im Herbst in einen Kübel umsetzen und ins Winterquartier bringen. Da Lorbeer nur maximal -7 °C verträgt, kann er erst Ende Mai wieder ins Freie gebracht werden.

Lorbeer ist, was die Erde und Pflege betrifft, recht anspruchslos. Er kann in normale Gartenerde oder Blumenerde gepflanzt werden. Damit die Erde gut wasserdurchlässig ist, kann Sand und Torf untergemischt werden. Da der Lorbeer empfindlich auf Staunässe reagiert, kommt auf den Boden des Kübels eine 5 – 10 cm dicke Kiesschicht. Abgesehen von seiner Empfindlichkeit auf Feuchtigkeit, ist der Lorbeer leicht zu pflegen.

Die Pflanzen sind regelmäßig auf Krankheiten wie Pilzbefall und Ungeziefer zu untersuchen. Der Gewürzlorbeer kann durch Beschneiden in verschiedene Formen gebracht werden, wobei zu beachten ist, dass dabei die Blätter nicht verletzt werden, da die Schnittstellen bräunen. Das Zurückschneiden ermöglicht, eine Lorbeerpflanze viele Jahre im Kübel zu kultivieren. Zur Vermehrung gibt es mehrere Möglichkeiten:

Lorbeer kann leicht während der Wintersaison aus Samen gezogen werden. Alternativ lässt er sich durch halbreife Stecklinge oder Ableger vermehren. Beim Kauf von Samen oder Pflanzen ist unbedingt darauf zu achten, dass Gewürzlorbeer - Laurus nobilis – gekauft wird, da es auch Lorbeerarten mit giftigen Blättern oder Sorten mit anderen Aromen gibt.

Lorbeerblätter getrocknetSorgsam getrocknete Lorbeerblätter können bis zu 2 Jahre lang verwendet werden. (Foto by: ©CUKMEN/ fotolia.com)

Ernte

Bei Bedarf können zu jeder Zeit Blätter abgeschnitten werden. Für die Konservierung verwendet man zweckmäßiger Weise die Blätter von den Zweigen, die beim Zurückschneiden oder der Formgebung anfallen.

Lagerung und Haltbarkeit

Zur Konservierung und Lagerung lassen sich die Blätter trocknen und in einem Schraubglas oder einem anderen luftdicht verschlossen Behälter aufbewahren. Die Trocknung sollte langsam und schonend erfolgen. Sorgsam getrocknete Lorbeerblätter können bis zu 2 Jahre lang verwendet werden. Sie verlieren nur wenig ihres Aromas und ihrer Wirksamkeit auf den Körper.

Wirkung und Verwendung

Die Blätter des echten Lorbeers enthalten vor allem ätherisches Öl. Die im Öl enthaltenen Inhaltsstoffe wirken appetitanregend und verdauungsfördernd. Zeitweise wurden Lorbeerblätter auch als Heilpflanze eingesetzt, ihre Wirkung ist aber nicht belegt. Lorbeerblätter werden im Wesentlichen zum Würzen von Suppen, Eintöpfen, Fleisch- und Fischgerichten verwendet.

Außerdem spielen sie eine große Rolle bei der Herstellung von Marinaden und Einlegesuds für Gurken und Hering. Die Blätter werden vor dem Verzehr entfernt. Überdosiert kann Lorbeer zu Trancezuständen und Bewusstseinstrübungen führen.


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User Kommentare

Sonia21
Sonia21

Ich verwende Lorbeerblätter sehr gerne in der Küche. Vor allem frisch vom eigenen Bäumchen. Kühl überwintern ist wichtig. Im Wohnzimmer war bei mir die Luft zu trocken und es haben sich Schildläuse angesiedelt.

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