Machen Kartoffeln und Nudeln dick?

Moderne Diätanweisungen verteufeln Kartoffeln und Nudeln oft als Dickmacher, die es aufgrund ihres hohen Gehalts an Kohlenhydraten besser zu meiden gelte. Dass Kohlenhydrate lebensnotwendigen Brennstoff liefern, sollten wir jedoch nicht vergessen. Auf die richtige Kombination und Zubereitung kommt es an.

Rohe KartoffelnEntscheidend ist die Zubereitungsart der Kartoffeln. (Foto by: © HandmadePictures / fotolia.com)

Woher kommt der zweifelhafte Ruf von Kartoffeln und Nudeln?

Es ist richtig: Der reichliche Verzehr von Kohlenhydraten bewirkt im Körper die Ausschüttung von Insulin, das dabei hilft, überschüssige Kalorien in die Fettzellen einzulagern. Dies geschieht zuallererst mit den Nahrungsfetten. Der Grund: Fett ist für den Körper schwer in sofortige Energie umzusetzen, während Kohlenhydrate den Muskeln sofort als Brennstoff zur Verfügung stehen.

Da die Energie einer kohlenhydratreichen Mahlzeit dem Körper fürs Erste genügt, sind die Fette erst einmal überflüssig und werden »für schlechte Zeiten« eingelagert, die jedoch in den meisten Fällen nie kommen. Diese Erkenntnisse sind jedoch kein Grund, auf Nudeln und Kartoffeln zu verzichten: Kohlenhydrate stellen den Treibstoff für die Muskeln dar.

Ohne sie würden wir uns schnell kraftlos fühlen und kaum noch in der Lage sein, körperliche Leistungen zu erbringen. Auch der Wärmehaushalt, der zu einem großen Teil von der gesunden Funktion unserer Muskeln abhängt, käme zum Erliegen. Dies ist der Grund, warum Menschen, die eine Eiweißdiät durchführen, häufig über Kältegefühle klagen.

Auf die richtige Kombination kommt es an

Kartoffeln und Nudeln machen nicht dick, wenn sie richtig zubereitet werden. Nur in Kombination mit reichlich Fett führen sie zur Gewichtszunahme, dann jedoch sogar ziemlich schnell. Deshalb sollten Nudeln besser mit einer leichten Paradeissoße, statt mit einer Rahmsoße kombiniert werden.

Auch auf das Ausbraten in Schmalz oder Butter sollte besser verzichtet werden: Es genügt, die Nudeln in Wasser zu kochen. Ideal ist es, wenn sie bissfest (al dente) sind. Hierdurch dauert ihre Verdauung länger und der Insulinspiegel schießt nicht in die Höhe.

Für Kartoffeln gilt: Die schädlichste Zubereitungsart stellt das Frittieren dar. Hierbei werden Kartoffeln zu reinen Fettschwämmen, die sich vollsaugen und reichlich Kalorien liefern. Werden Kartoffeln in der Pfanne gebraten, sollte dies mit möglichst wenig Fett geschehen. Besser ist die Zubereitung von in der Schale gedünsteten Erdäpfeln, die zusammen mit Kräutertopfen (Magerstufe) und Salat (mit wenig Öl) eine schmackhafte Mahlzeit ergeben.


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