Kürbis - Alleskönner in der Küche!

Kürbis schmeckt nicht nur erfrischend, und beruhigend sondern ist auch abwehrstärkend und aufbauend - eine echte Gaumenfreude und Alleskönner in unserer Küche.

Der Kürbis ist ein wahrer Superstar in der Küche. Es gibt kaum ein Gericht, das Sie mit diesem Gemüse nicht zubereiten können. Egal ob Suppen, Aufläufe, vegetarische Hauptgerichte oder auch Desserts und Marmeladen, den kulinarischen Genüssen sind keine Grenzen gesetzt.


Die Frucht aus der Vergangenheit


Kürbis - Alleskönner in der Küche!Hierzulande wird die Kürbis-Küche immer beliebter dabei gehören das Gemüse zu den ältesten Kulturpflanzen, in Mittel- und Südamerika wo sie schon vor 10.000 Jahren angepflanzt und als Nahrungsmittel und vorallem als Heilmittel verwendet wurde - nach Europa gelangte die Bodenfrucht erst im 15. Jahrhundert nach der Entdeckung Amerikas.

Die Farben und Sortenvielfalt der Kürbisse begeistert in der Küche - mit Hilfe einfacher aber raffinierter Tricks kann man vielen Gerichten einen wahren Gaumen- und auch Augen-Schmaus einhauchen. Lesen Sie wie einfach es ist Kürbis in der Küche einzusetzen und werden auch Sie zum Kürbis-Fan.


unterschiedliche Kürbisarten


Es existiert eine riesige Sortenvielfalt bei den Kürbissen, vorallem bei den Speisekürbissen, die auch bei uns in letzter Zeit immer mehr an Beliebtheit gewinnen. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Sorten und Speisekürbis-Arten bei Blättern, Spross, Früchten und Samen.

Kürbisse können grob in vier Kategorien unterteilt werden:

Winterkürbis:
In dieser Gruppe der Kürbisse (Acorn, Butternut, Turban, Gelber Zentner, Moschus, Halloween) gibt es sehr viele Sorten von enormer Größe und Gewicht. Typisch dabei ist eine lange Lagerfähigkeit - daher auch die Bezeichnung "Winterkürbisse". Die Kürbisse zeichnen sich durch eine harte Schale und eine runde Stielform aus. Bei ihnen ist die Schale nicht zum Verzehr geeignet, nur das Fruchtfleisch. Eine Ausnahme bildet der Hokkaido-Kürbis.

Sommerkürbis:
Der Sommerkürbis oder Speisekürbis wird im Gegensatz zum Winterkürbis unreif geerntet. Die Schale ist weich und kann meist mit verzehrt werden. Sommerkürbisse erkennt man an ihrem scharfkantigen, harten Stiel. Zu den Sommerkürbissen zählt man den Crookneck, Patissons, Spaghettikürbis, Delicata oder auch Zucchini.

Zierkürbisse:
Zwar sind auch viele Speise-Kürbisarten außerordentlich dekorativ, aber wo nur "Zierkürbis" dransteht, ist die Optik das entscheidende. Diese, zumeist wilden Kürbisarten sollten Sie nicht essen! Sie enthalten einen unangenehmen Bitterstoff (Cucurbitacin), Sie werden es also merken, wenn Sie einen Zierkürbis zubereitet haben. Eine Ausnahme bildet der Sweet Dumpling - diese Sorte ist nicht nur schön, sondern auch eine Delikatesse unter den Zierkürbissen, ein cremefarbiger, gerippter, runder Kürbis mit zarten grünen Streifen, 18-20 cm groß. Sein Fleisch hat den Geschmack von Esskastanien.

Pumpkin:
Das ist der amerikanische Ausdruck für alle Kürbisarten, die sich auch zum Schnitzen eignen. Sie werden oft auch "Squash", "Winter Squash" oder "Summer Squash" genannt.

weitere Kürbis-Arten:
Natürlich ist auch bei den Kürbissen die Sortenvielfalt riesengroß. So zählt auch der Moschuskürbiss aus Peru, der Feigenblattkürbis aus Zentralamerika oder die Ayoten aus einer Kreuzungen zur einer beliebten Kürbisfrucht.


Anbau und Lagerung


Kürbisse sind sehr wärmeliebend - daher sollten die Anzucht der Jungpflanzen auf der Fensterbank erfolgen. Da diese sehr schnell wachsen und in der Wohnung durch Licht und Wind-Mangel dünn und schlapp werden sollte man erst ab Mitte April mit dem Anbau beginnen.

Kürbispflanzen sind bezüglich Platzbedarf recht anspruchsvoll. Wenn man ihnen den notwendigen Raum zur Verfügung stellt, werden sich nicht nur das Blattwerk und die Wurzeln optimal entwickeln, man darf auch mit einer guten Ernte rechnen. Bei weniger Platz wird die Pflanze weniger oder kleinere Früchte produzieren.

Die Kürbispflanzen lieben einen sonnigen Platz. Dabei fühlen sich Kürbispflanzen in humusreicher Erde am wohlsten. Ideal ist ein Hügel aus Komposterde. Oder man verteilt etwas Kompost breitflächig auf den Boden.

Kürbisse kommen mit wenig Wasser aus. Zu viel Wasser und Staunässe fördern die Wurzelfäulnis. Da Kürbisse viel Kalium, Phosphor und diverse andere Mineralstoffe dem Boden entziehen sollte der Standort alle 2 bis 3 Jahre gewechselt werden.

Lagerung
Kürbis - Alleskönner in der Küche!Nach der Ernte oder Kauf sollten Kürbisse erst etwa zwei Wochen bei Zimmertemperatur gelagert werden, damit sie voll ausreifen und ihre Schale hart wird. Danach lagert man sie am besten kühl und trocken bei Kellertemperaturen von 10 bis 13 ° C. Kürbisse können aber auch problemlos bei Zimmertemperatur gelagert werden. Temperaturen unter O ° C. vertragen Kürbisse nicht. Gefriert das Fruchtfleisch, beginnt es zu faulen.

Kürbisscheiben sollten innerhalb von drei bis vier Tagen gegessen werden. Am besten bewahrt man es im Gemüsefach des Kühlschrankes auf. Wenn nicht, sollte es zumindest lichtgeschützt aufbewahrt werden, da das im Kürbisfleisch reichlich enthaltene Beta-Carotin sehr lichtempfindlich ist.

Gedämpftes oder im Ofen gegartes Kürbisfleisch kann im Gefrierschrank als Basis für Pürees, süsse und herzhafte Kuchen, Füllungen etc. aufbewahrt werden. Am besten eignen sich dazu Kürbissorten mit festem, mehligem Fruchtfleisch.

Allgemein gilt:
Winterkürbisse halten sich mehrere Monate, wenn Sie sie kühl und trocken lagern und darauf achten, dass der Kürbis nicht beschädigt ist.

Sommerkürbisse halten sich höchstens drei bis sechs Wochen.


Dekorativ und Gesund


Kürbis als Dekoration
Wer kennt Sie nicht - die Grusel-Köpfe aus Kürbis die vorallem zu Halloween sehr beliebt sind. Doch auch als farbiger Blickfang in Küchen oder Wohnzimmern sind die kleinen birnenförmigen Wild-Kürbisse sehr beliebt und dadurch ein abwechslungsreicher Dekorationstipp.

Gesund und Schlank
Unsere Vorfahren kannten den Kürbis als Lebens- und Heilmittel. Denn Kürbisse liefern jede Menge nahrhaftes Fruchtfleisch, wertvolle Samen und dienten bzw. dienen in vielen Ländern der Welt auch heute noch als Flaschen, Becher, Löffel und andere Haushaltsgeräte.

Kürbisse sind im allgemeinen (je nach Art und Sorte) ballaststoffreich und enthalten Pottasche, Kalium, Kalzium, reichlich Karotinoide, Vitamine (A, C, E) Folsäure und reichlich Wasser. Die Wirksamkeit der Kerne als Arzneimittel bei Blasen- und Prostataleiden ist unumstritten. Die Inhaltsstoffe des Kürbisses können sogar gegen Krebs, Schlaganfall und Herzinfarkt schützen.

Mit nur 20 bis 40 Kalorien und rund 0,5 Gramm Fett in 100 Gramm ist der Kürbis ein hervorragendes Schlankgemüse.


Kürbis in der Küche


Kürbis - Alleskönner in der Küche!Bei jungen noch nicht vollständig ausgereiften Kürbissen ist die Haut meist noch nicht so hart und man kann sie je nach Sorte mitkochen. Aber es gibt Kürbisse mit sehr harter Haut wie z.B. alle Hubbards oder die Haut der Moschuskürbisse, die beim Kochen hart bleibt.

Auch wenn das Kerngehäuse aus dem Kürbis entfernt wurde, kann das restliche Fruchtfleisch noch zähe und lange Fasern enthalten. Pürieren Sie daher das gekochte Kürbisfleisch mit einem elektrischen Mixer.

Die beste Methode, Kürbisse zuzubereiten, ist nicht kochen, sondern grillen, backen oder dämpfen. Beim Kochen wird der Geschmack sehr leicht verwässert.

Kürbiskerne
Kürbiskerne sollte man nicht wegwerfen. Dieselben legt man auf einer Zeitung oder Haushaltpapier locker aus und lässt sie gut trocknen. Nun schält man sie, beträufelt sie mit etwas Speiseöl und breitet sie auf einem Backblech aus. Im Ofen werden sie nun bei 180 Grad ca. 30 Minuten lang gebacken. Alle fünf bis zehn Minuten durchrühren. Wenn sie goldbraun sind, salzt oder pfeffert man sie nach Geschmack, lässt sie abkühlen und bewahrt sie in einem geschlossenen Gefäss auf.

Würz-Tipps
  • Kürbis harmoniert besonders gut mit Paprika, Kümmel und Knoblauch. Als Abrundung passt bei fast allen pikanten Kürbisgerichten ein Schuss Kernöl.

  • Südliches Aroma erhalten Kürbiskerngerichte mit Rosmarin, Thymian und gutem Olivenöl.

  • Ein Hauch "Exotik" bekommt Kürbis mit Chilischoten, Kurkuma oder frischem Ingwer.

  • Vanille, Zimt, Zitronen- und Orangenschalen passen gut zu süßen Kürbisspeisen.


Kürbiskernöl - das schwarze Gold


Kürbis - Alleskönner in der Küche!Seit Jahrhunderten schätzen Gourmets in aller Welt die kulinarischen und gesundheitlichen Vorzüge dieser Delikatesse. Dieses hochwertige Speiseöl ist von dunkelgraugrüner Farbe. Der hocharomatische Geschmack macht Erdäpfelsalat und grüne Salate zu einem Gedicht.

Ursprünglich diente das Öl als Heilmittel und war nur in Apothecken erhältlich. Heute wird Kernöl zu unterschiedlichsten Preisen und in verschiedenen Qualitätsstufen in vielen Gourmet-Shops verkauft.


Tipps in der Küche
Kürbiskernöl ist sehr lichtempfindlich, bewahren sie es daher dunkel und kühl, aber nicht zu kalt auf.

Wenn Sie einen Salat mit Kürbiskernöl marinieren, verwenden sie zuerst das Kernöl und erst dann die anderen Zutaten (Essig, usw.). Das Öl haftet dann besser an den Salatblättern.

Verwendungsarten
Doch das schwarze Gold, kann nicht nur in Salaten als Marinade verwendet werden, sondern gilt auch in den unterschiedlichsten Speisen als Speziälität. Versuchen Sie doch mal "Vanilleeis mit Kernöl", "Tafelspitz mit Kürbiskernölmarinade" oder auch "Kürbiskernknödel".


Kürbis-Rezepte


Eine unglaubliche Vielfalt an Rezepten findet vermehrt Eingang und Anklang in unseren Küchen. Der Kürbis avanciert sowohl in der Naturkost-Küche, als auch in Gourmet-Restaurants zur begehrten Delikatesse.

Auswahl leckerer Kürbis-Rezepte:

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