Maibowle - Waldmeisterbowle

Maibowle ist ein beliebtes Getränk im zeitigen Frühjahr. Am besten schmeckt sie natürlich selbst zubereitet, wenn frisch gepflücktes Kraut dafür verwendet wird.

WaldmeisterIm Monat Mai wird das duftige Kraut im Wald gesammelt. (Foto by: © Heike Rau / fotolia.com)

Maibowle ist ein beliebtes Getränk im zeitigen Frühjahr. Am besten schmeckt sie natürlich selbst zubereitet, wenn frisch gepflücktes Kraut dafür verwendet wird. Das natürliche Aroma vermögen in Flaschen abgefüllte Getränke oder Bowlen, die mit Sirup angesetzt wurden, nicht zu toppen.

Was kommt in eine Maibowle?

Die Zubereitung einer Maibowle fängt mit einem Spaziergang im Wald oder durch den Garten an, wo das duftige Kraut erst einmal gesammelt werden muss. Für eine Waldmeisterbowle wird ein gutes Bund Waldmeister benötigt, welches etwa einem Gewicht von 4 bis 5 Gramm beträgt. Der Waldmeister riecht, wenn er frisch gepflückt wird, noch nicht so intensiv, sondern eher wie Gras. Die eigentlich für ihn typischen Duftstoffe entwickeln sich erst in einem leicht angewelkten Zustand.

Deshalb muss der Waldmeister entweder für einige Stunden in den Kälteschlaf in die Kühltruhe geschickt oder hängend einen Tag lang getrocknet werden, bevor er verwendet werden kann. Geerntet wird der Waldmeister normalerweise vor der Blüte. Das macht die Maibowle so beliebt, denn sie kann nur kurze Zeit frisch zubereitet werden. Nachdem der Waldmeister eine gewisse Welke erreicht hat oder durch das Tiefgefrieren sein Aroma freigesetzt hat, kann es mit dem Zubereiten der erfrischenden Maibowle losgehen. Verantwortlich für den typischen Duft sind übrigens Cumarine, die durch die Welke freigesetzt werden. Im Übermaß genossen sorgen genau diese Cumarine für Kopfschmerzen, also Vorsicht mit dem Genuss der Bowle, auch wenn es schwer fällt. Auch ein Waldmeister Sirup kann selbst gezaubert werden.

Maibowle Zubereitung

Waldmeisterbowle für zu HauseEine wohlschmeckende Waldmeisterbowle ist im Nu zubereitet und schmeckt. (Foto by: © Heike Rau / fotolia.com)

Neben dem Bund Waldmeister wird für die Bowle zunächst einmal eine Flasche trockener Weißwein benötigt. Dieser wird in eine ausreichend große Schüssel oder ein Bowlegefäß gegeben. Der Waldmeister wird mit Hilfe eines Fadens, der über die Schüssel gespannt wird, kopfüber in den Wein gehängt. Es ist wichtig, dass die Stiele nicht in der Bowle schwimmen, weil diese zu viele Bitterstoffe abgeben, die die Bowle ungenießbar machen würden.

Wie lange der Waldmeister nun im Wein hängen soll, da scheiden sich die Geister. Das ist sicherlich auch Geschmackssache, wie intensiv das Aroma sein soll. Manchen ist die Dauer von einer Viertelstunde schon genug, andere lassen den Waldmeister bis zu anderthalb Stunden in der Flüssigkeit. Am besten zwischendurch einmal probieren, wie intensiv das Aroma schon ist.

Das richtige Aroma

Wenn der Wein das gewünschte Aroma angenommen hat, wird eine Flasche trockener Sekt dazu gegossen. Wer mag, gibt noch Eiswürfel und einige halbe Zitronenscheiben hinein. Um den Geschmack etwas abzuwandeln, werden neben den Waldmeisterblättern auch wenige! Blätter einer normalen oder aromatisierten Minze gegeben. Sehr gut harmoniert hier zum Beispiel eine Erdbeerminze. Wer einen stärkeren Alkoholgehalt der Bowle wünscht, kann außerdem noch etwas Weinbrand hinzufügen.

Dieser erhöht natürlich die Kopfschmerzgefahr nach dem Genuss der Bowle. Wem das Sammeln und Trocknen des Waldmeisters zu aufwändig ist, kann natürlich auch zu Waldmeister-Sirup greifen, den es schon fertig zu kaufen gibt. Die Bowle erhält dann die grüne Farbe, die für eine echte Waldmeisterbowle sehr untypisch ist, denn echter Waldmeister färbt niemals so grün. Außerdem ist diese „gepanschte“ Bowle dann sehr süß und nicht so köstlich wie das Original.

Kopfschmerzen & Co.

Waldmeister oder besser gesagt, das Cumarin darin, verursacht nicht nur Kopfschmerzen, wenn ein übermäßiger Verzehr stattfindet, er kann die Kopfschmerzen auch lindern helfen. Wer einen Kater am nächsten Morgen befürchtet, sammelt am besten gleich etwas mehr von dem Kraut und gibt dieses zerdrückt auf einen Umschlag, der auf die Stirn aufgelegt wird. Nach kurzer Zeit sind die Kopfschmerzen verflogen.


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User Kommentare

cp611
cp611

Ist Waldmeister leicht zu erkennen - tue mir bei Kräutern etwas schwer und bin sehr vorsichtig. Es gibt so viele giftige Kräuter...

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schurli
schurli

Von dieser Bowle habe ich zwar schon öfter gehört,aber noch nie gekostet.Jetzt wird es aber Zeit.Die Zubereitung klingt sehr interessant und scheint auch wirklich eine kleine Wissenschaft zu sein.Aber ich werde es dennoch versuchen.

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Anna-111
Anna-111

Klingt wirklich sehr interessant, aber es ist schon eine kleine Wissenschaft, ich wusste nicht, dass die Stiele Bitterstoffe abgeben.

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-michi-
-michi-

von so einer bowle habe ich noch nie gehört, klingt äußerst interessant

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