Majoran

Majoran sorgt selbst bei den schwersten Speisen für eine gute Verdaulichkeit. Aber nicht nur die starke Würzkraft, auch die medizinische Wirkung des Gewürzes machen es sehr attraktiv für unsere hiesige Küche.

MajoranMajoran rundetschwere Speisen wie Fleisch perfekt ab. (Foto by: © Joachim Opelka / fotolia.com)

Majoran ist ein kleiner Strauch, an dessen Stängeln die kleinen graugrünen Blätter hängen, deren Würzkraft wir so schätzen. Je wärmer das Klima ist, in dem der Majoran wächst, und je mehr Sonne er abbekommt, desto aromatischer wird er. Der Majoran ist botanisch gesehen mit Thymian und Oregano verwandt, was sich in seinem Geschmack durchaus bemerkbar macht.

Herkunft & Saison

Majoran wurde ursprünglich in Indien und im östlichen wie südlichen Mittelmeerraum angebaut. Die wichtigsten Anbauländer sind heute Frankreich, Italien, Spanien und Ägypten. Majoran sollte geerntet werden, bevor er zu blühen beginnt. Die Hauptsaison erstreckt sich auf die Monate Mai bis August. Dann ist er sowohl aus heimischem Anbau als auch aus europäischen Importen erhältlich.

Geschmack

Der Geschmack von Majoran ähnelt dem von Thymian. Er besitzt ein würziges und starkes Aroma, das aber etwas süßlicher schmeckt als das von Thymian.

Verwendung in der Küche

Majoran ist ein beliebtes Gewürz für schwere Speisen, da es die Verdauung von viel Fett erleichtert. Deshalb ist das Gewürz eine typische Beigabe zu fetten Braten, schwer verdaulichen Hülsenfrüchten und Wurst. Auch Kohlgerichte profitieren sowohl von Geschmack als auch Wirkung des Gewürzes.

Majoran passt auch gut zu Gerichten mit Käse, Pilzen oder Eiern. Außerdem bezeichnet man das Gewürz auch als „Kartoffelgewürz“, da es gut zur „tollen Knolle“ passt. Wichtig ist bei der Verwendung von Majoran, dass er sparsam eingesetzt wird, da er über eine außerordentlich starke Würzkraft verfügt und schnell überdosiert werden kann.

Majoran eignet sich übrigens nicht zum Garen. Wenn man sein Aroma komplett erhalten möchte, sollte man es möglichst zum Ende der Garzeit hinzugeben und nicht mehr lange mit garen.

Wirkung

Majoran wird eine nervenstärkende Wirkung nachgesagt. Besonders bei Schlafstörungen und zu schwachen Nerven kann ein Bad mit Majoran wahre Wunder bewirken. Eine beginnende Erkältung kann mit Majoran-Tee bekämpft werden. Fußbäder mit Majoran helfen ermüdeten und schweren Beinen. Als Hustenlöser wirkt er bei Bronchitis und Asthmaerkrankungen. Wenn Babys Bauchschmerzen haben, kann das Einreiben des Bäuchleins mit Majoranöl für Abhilfe sorgen.


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