Marille

Wer schon einmal Marillenknödel und dazu einen Marillenschnaps probiert hat, wird von den süßen, goldgelben Früchten nie mehr loskommen.

Reife MarillenReife Marillen sind goldgelb und verströmen einen süßlichen Geruch. (Foto by: © nata_vkusidey/ fotolia.com)

Marillen sind auch unter der Bezeichnung Aprikosen bekannt. Die kleinen Früchte haben eine runde bis eiförmige Form und sind etwa 4 bis 8 cm groß. In der Regel ist die Schale einer Marille leicht samtartig und weich, vergleichbar mit einem Pfirsich. Sie haben eine strahlend gelbe bis orangegelbe Farbe und sind teilweise leicht rot gefärbt, wenn sie in der Sonne gereift sind. In der Mitte der Frucht findet sich ein großer Kern, der nicht mitgegessen werden kann.

Herkunft

Die Marillen stammen ursprünglich aus dem zentralasiatischen Land. Experten vermuten Nordchina als Ursprungsregion. Heute wachsen Marillen überall dort, wo es im Sommer trocken und warm ist. Der Hauptlieferant ist bis heute die Türkei. Aber auch andere mediterrane Länder wie Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland und Israel gehören zu den wichtigen Anbauländern.

Saison

Marillen können bei uns das ganze Jahr über gekauft werden. Die Hauptsaison der europäischen Anbauländer geht von Mai bis September, wobei sich die einzelnen Länder durch den Anbau von Früh- und Spätsorten zeitlich überschneiden und so eine durchgängige Versorgung garantieren. In den Wintermonaten kommen die meisten Früchte aus Südafrika. Reife Marillen sind goldgelb und verströmen einen süßlichen Geruch. Sie können außerdem leicht auf ihre Reife hin untersucht werden, wenn man einen leichten Druck auf das Fruchtfleisch ausübt. Es muss weich sein und empfindlich auf den Druck reagieren.

Geschmack

Aprikosen haben einen angenehmen, nicht zu stark hervortretenden, süßlichen Geschmack. Dies trifft jedoch nur zu, wenn die Früchte beim Reifen genügend Sonne abbekommen haben. Ist dies nicht der Fall, ist der Geschmack eher fade und zuckerarm.

MarillenkuchenAm Beliebtesten sind die Marillen in Knödeln oder einem saftigen Kuchen. (Foto by: © A_Lein / fotolia.com)

Verwendung in der Küche

Bevor eine Marille verarbeitet bzw. verzehrt werden kann, muss der mandelförmige Kern im Inneren der Frucht entfernt werden. Hierzu schneidet man die Marille in der Mitte bis zum Kern durch und verdreht anschließend die zwei entstandenen Hälften gegeneinander, sodass sie sich voneinander lösen. Anschließend lässt sich der Kern leicht herausnehmen.

In diesem Zustand können Marillen gut eingefroren werden. Marillen werden hierzulande für zahlreiche klassische Desserts wie Marillenknödel verwendet. Für die Herstellung des berühmten Österreicher Marillenschnapses und für Marillenmarmelade sind die Früchte natürlich unabdingbar.

Ein paar Rezept Empfehlungen:

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Marillen reifen zuhause nicht nach, weshalb immer darauf geachtet werden sollte, dass sie bereits beim Kauf reif sind. Wenn die Aprikosen noch zu hart sind, kann man sie bei Zimmertemperatur lagern, bis sie weicher werden – süßer werden sie dadurch aber nicht mehr. Bei Zimmertemperatur verderben Marillen innerhalb von zwei bis drei Tagen, sodass sie besser schnell verzehrt werden sollten. Lagert man sie im Kühlschrank, können sie sich bis zu einer Woche halten.

Nährwert/Wirkstoffe

Bezüglich der Nährstoffe fällt bei den Marillen ein hoher Anteil an Carotin, Magnesium und Provitamin A ins Auge. Weitere Vitamine und Mineralstoffe sind in den Früchten enthalten. Marillen sind sehr kalorienarm und eignen sich daher perfekt als Snack zwischendurch. Bei Verstopfung können getrocknete Aprikosen wahre Wunder wirken, denn sie wirken abführend.

Marillen wird auch ein verjüngender Effekt nachgesagt, der durch die antibakteriell wirkende Salizylsäure sowie das enthaltene Q10 erwirkt wird, das freie Radikale fängt. Schwangere sollten regelmäßig Marillen essen, denn sie enthalten sehr viel Folsäure, die für die Entwicklung des Embryo wichtig ist.


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