Marinieren von Wild

Wild hat einen sehr starken Eigengeschmack, der nicht bei jedem Anklang findet. Damit der Wildgeruch und der Geschmack nicht zu intensiv ist, kann das Fleisch mariniert werden. Richtig exquisiet wird es mit einer Marinade aus Rotwein und Wildgewürzen.

Wild richtig marinierenWildbret richtig mariniert wird zu einem wahren Festschmaus. (Foto by: shaiith / fotolia.com)

Bevor es auf dem Teller so richtig köstlich werden kann, braucht Wildbret noch eine kleine Sonderbehandlung. Wer clever mariniert, holt garantiert den besten Geschmack aus dem Fleisch heraus.

Saftig und voller Aroma

Klar, wer möchte kann Hirsch, Reh, Wildschwein & Co. auch genießen, ohne es vorher zu marinieren – doch dabei entgeht ihm was. Der größte Vorteil ist natürlich der unglaubliche Geschmack. Mit den richtigen Zutaten unterstützen Sie nicht nur den Eigengeschmack des Fleisches, sondern können ihn sogar noch unterstreichen. Weiterer Vorteil: Mit der richtigen Marinade wird das Wild auch noch super zart. Tiefgefrorenes Wild sollte nicht mariniert werden, es wird zu trocken. Durch das Gefrieren bleibt es ohnehin mürbe und zart, sofern man die richitge Methode beim Auftauen anwendet.

So geht´s!

Die Vorgehensweise ist denkbar einfach. Das Stück Fleisch, das Sie marinieren möchten, wird gründlich gewaschen, trocken getupft und dann mindestens 12 Stunden, besser noch über Nacht oder sogar noch länger, eingelegt. Am einfachsten und saubersten funktioniert das in einem Gefrierbeutel, aus dem man anschließend gut die Luft herausgedrückt hat und der dann in den Kühlschrank kommt. Doch woraus besteht die Marinade? Hier dürfen Sie gern kreativ werden.

Die Klassiker sind:
• saure
• süße
• ölhaltige
Marinaden. Saure Marinaden, die meist mit Essig, Fruchtsäften oder Wein angesetzt werden, machen selbst zähes Fleisch zart und mürbe. Deshalb ist es hier besonders wichtig, das Fleisch mindestens 24 Stunden zu marinieren. Aber auch zwei bis drei Tage sind problemlos möglich, wenn das Fleisch vollständig von der Flüssigkeit bedeckt ist. Ölhaltige Marinaden werden gern für Fleischstücke eingestzt, die später auf dem Grill landen sollen und süße Marinaden mit Honig oder Sirup passen prima zu allen Arten von Fleisch. Jetzt dürfen Sie kreativ werden und nach Herzenslust mit Ölen, Essigen, Gewürzen und natürlich Kräutern experimentieren. Was fast immer passt ist Knoblauch. Wer es gern asiatisch mag, kann zu frischem Inger (fein geschnitten) und Sojasauce greifen. Einfach mal was anderes! Tipp: Bevor das Wild in die Pfanne, den Ofen, den Topf oder auf den Grill wandert, sollte man es noch mal 2 Stunden bei Raumtemperatur liegen lassen. Ein abolutes Highlight ist das Wildfleisch in Rotwein und Wildgewürzen zu marinieren. Wer keinen Rotwein nehmen möchte kann Buttermilch verwenden.

Eine riesige Auswahl

Marinade ZutatenEine Marinade ist eine einzigartige Ergänzung für Wildbret. (Foto by: karandaev / fotolia.com)

Nicht nur bei der Marinade dürfen Sie mal neue Dinge ausprobieren – auch beim Fleisch selbst sind der Fantasie praktisch keine Grenzen gesetzt. Klassische Braten vom Wildschwein oder Hirsch werden natürlich schon immer mariniert. Aber warum nicht mal etwas Neues ausprobieren? Wildentenbrust, die vorher in einer Honig-Rosmarin-Marinade geruht hat, wird Ihren Gaumen jubilieren lassen. Oder wie wäre es, dem Hasen mal ein zweitägiges Bad in einer Marinade aus schweren Rotweinen, Lorbeerblättern und Zwiebeln zu gönnen? Geheimtipp: Fasanenfleisch in einer Marinade aus Honig, Calvados und Salbei. Versuchen Sie es!

Ein paar Hinweise

Viel falsch machen können Sie ohnehin nicht. Wichtig ist es nur darauf zu achten, dass Ihre Marinade immer kräftig überwürzt ist. Denn natürlich zieht nur ein Teil des Geschmackes in das Fleisch selbst ein. Also nicht mit Salz und Gewürzen knausern. Faustregel: Die Marinade sollte doppelt so intensiv schmecken, wie das Fleisch später. Frische Kräuter geben übrigens viel mehr Geschmack ab als getrocknetes. Sollten Sie dennoch mit getrockneten Zutaten arbeiten, können Sie alles einmal kräftig aufkochen. Das befreit die Aromen. Dann wieder abkühlen lassen und das Fleisch darin einlegen. Guten Appetit.


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