Marmelade

Marmelade ist von unserem Frühstückstisch kaum wegzudenken – was wäre das Frühstücksbrot auch ohne Margarine und feinste Fruchtmarmelade. Die Zubereitung aus Früchten und Zucker lässt sich aber nicht nur als Brotaufstrich verwenden, denn besonders beim Backen gibt es vielfältige Verwendungsmöglichkeiten für Marmelade.

MarmeladeMarmelade verdankt ihr Aussehen der jeweiligen Frucht. (Foto by: MKucova / iStock.com)

Marmelade ist je nach Land und Region unter vielen Namen bekannt. Hierzulande spricht man hauptsächlich von Marmelade und Konfitüre, in anderen Ländern sind aber auch Bezeichnungen wie Schmärsel, Gomfi oder Schlecksl gängig. Marmelade ist eine Zubereitung, die vor allem aus Früchten und Zucker besteht und eingekocht wird.

Herkunft

Marmelade wurde vermutlich von den Römern erfunden, die Zwetschgenmus mit Zuckerrohr haltbar machten. Die berühmte Marmelade aus Bitterorangen stammt aus Schottland und wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts von der Familie Keiller erfunden und schließlich in der ersten Marmeladenfabrik überhaupt produziert und vertrieben.

Aussehen

Marmelade verdankt ihr Aussehen – insbesondere die Farbe – jeweils der verwendeten Frucht. Von anderen Fruchtaufstrichen unterscheidet sich Marmelade vor allem dadurch, dass die Konsistenz nicht glatt ist, wie es beispielsweise bei Gelee der Fall wäre. Vielmehr sind in Marmelade noch Stückchen enthalten, da sie aus ganzen Früchten hergestellt wird.

Geschmack

Marmelade schmeckt aufgrund des hohen Zuckergehalts zunächst einmal sehr süß. Natürlich kommt aber auch der Geschmack der jeweils verwendeten Frucht stark durch und ergänzt sich mit dem Zucker zu einer angenehmen, aber dennoch starken Süße. Der Fruchtgeschmack kann beispielsweise von Erdbeeren, Himbeeren, Aprikosen, Zitrusfrüchten und vielem mehr stammen.

Anwendung/Verwendung in der Küche

Marmelade ist ein beliebter Brotaufstrich, der auf dem Frühstückstisch nicht fehlen darf. Besonders beim Backen wird Marmelade in Österreich vielfältig eingesetzt. Was wäre eine Sacher-Torte, würde sie nicht vor dem Glasieren mit Marillenmarmelade aprikotiert? Für das gewisse Extra in der Linzer Torte sorgt Ribiselmarmelade. Krapfen werden das ganze Jahr über mit Marillenmarmelade angeboten, zur Faschingszeit gerne auch mit anderen Marmeladensorten wie Hagebuttenmarmelade.

Aus Sahne und Marmelade lässt sich eine fruchtige Sahne herstellen, mit der Kuchen eine fruchtige Note verliehen werden kann. Marmelade kann prinzipiell jeder selbst zuhause machen. Dies bietet sich natürlich besonders an, wenn man eigenes Obst im Garten hat, das ohnehin übrig wäre. Durch die Zugabe der richtigen Zuckermenge wird die Marmelade oft über Jahre hinweg haltbar gemacht.

Sonstiges/Besonderheiten

In Europa darf eigentlich nur noch Marmelade als Marmelade bezeichnet werden, die aus Zitrusfrüchten hergestellt wurde. In Österreich gibt es aufgrund einer Ausnahmeregelung weiterhin Produkte wie Erdbeer Marmelade, Marillenmarmelade, Kirschenmarmelade, Himbeermarmelade oder Stachelbeerenmarmelade.


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