Maronenröhrling

Der Maronenröhrling, bei vielen besser bekannt als Braunkappe, gehört zu den Pilzen, den die meisten Menschen mehr oder weniger sicher identifizieren könnten. Er ist ein beliebter Mischpilz mit mildem Aroma, der sich hervorragend in Pilzsuppen oder Saucen macht.

MaronenröhrlingDer Maronenröhrling ist vor allem in Nadelwäldern zuhause. (Foto by: © LianeM / fotolia.com)

Aufgrund seines Aussehens wird der Maronenröhrling häufig mit dem Steinpilz verwechselt. Er ist unter verschiedenen Namen bekannt, beispielsweise als Braunkappe, Marone oder als Blaupilz. Hierzulande hat der Maronenröhrling die Marktzulassung und gehört zu den sehr beliebten Speisepilzen.

Allerdings weisen im Wald gesammelte Maronenröhrlinge teilweise immer noch eine relativ hohe Konzentration an radioaktivem Caesium-137 auf, das auf die Tschernobyl-Katastrophe von 1986 zurückzuführen ist. Dieses Problem betrifft jedoch vorrangig Vorkommen im deutschen Bayern.

Aussehen

Der Hut des Maronenröhrlings wird zwischen 3 und 12 cm breit. Junge Exemplare weisen einen halbkugelförmigen Hut auf, während er im Alter immer flacher und breiter wird. Die Oberfläche weist stets einen braunen Farbton auf, wobei verschiedene Braunnuancen möglich sind. Je älter er wird, desto heller wird die Farbe. Anfänglich ist die Oberfläche weich und filzig, wird jedoch später glatt und schmierig.

Besonders wenn der Maronenröhrling nass geworden ist, kann die Oberfläche auch klebrig sein. Der Stiel wird bis zu 10 cm lang und kann im ausgewachsenen Zustand einen Durchmesser von bis zu 4 cm erreichen. Die Röhren sind anfänglich weiß, weisen jedoch später eine gelbgrünliche Farbe auf. Der Pilz reagiert sehr heftig auf Druck und bildet dann schnell dunkelblaue bis blaugrüne Druckstellen aus.

Herkunft & Saison

Der Maronenröhrling ist vor allem in Nadelwäldern zuhause, in Laubwäldern kommt er eher selten vor. Besonders in Fichtenwäldern fühlt er sich besonders wohl. Der Maronenröhrling bildet teilweise große Gruppen heraus und ist bevorzugt zwischen den Wurzeln alter Fichten zu finden. Die ersten Maronenröhrlinge findet man im Juni und Juli, wobei die Saison bis November dauern kann.

Geschmack

Die Braunkappe weist ein intensives Eigenaroma auf und ist daher für eine Vielzahl von Verwendungsarten geeignet.

Verwendung in der Küche

Die Braunkappe ist besonders durch ihre weite Verbreitung ein sehr wertvoller Speisepilz. Beim Sammeln der Pilze sollte auf möglichst junge Exemplare zurückgegriffen werden, da die älteren meist wurmstichig sind und sehr stark ausgeschnitten werden müssten. Die Unterseite des Hutes sollte möglichst wenig angefasst werden, da sich die berührten Stellen schnell bläulich verfärben.

So lassen sich beispielsweise köstliche Suppen und Saucen damit kredenzen, aber auch getrocknet hat der Pilz durchaus seinen Reiz. Je nach Region ist der Maronenröhrling leider immer noch relativ stark mit Cäsium verstrahlt. Um eine radioaktive Belastung durch den Verzehr zu vermeiden, sollte daher in Risikogebieten die Haut des Hutes abgezogen werden.


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User Kommentare

Goldioma
Goldioma

die Verfärbungen habe keinerlei Einfluß auf den Geschmack oder das Woglbefinden nach dem Genuß des hervorragenden Speisepilzes

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