Kochen mit der Mikrowelle

In den meisten Küchen steht eine Mikrowelle. Fest installiert oder nachträglich dazu gekauft, dient die Mikrowelle vielen Menschen nur als Gerät, in dem man etwas auftaut oder aufwärmt. Die wenigsten nutzen die Mikrowelle auch zum Kochen. Dabei kann die Mikrowelle ein vollwertiger Ersatz für den Herd sein.

MikrowelleIn einer Mikrowelle können ganze Menüs gezaubert werden. (Foto by: © Maksim Kostenko / fotolia.com)

In einer Mikrowelle wird einfach ausgedrückt, elektrischer Strom in Mikrowellen umgewandelt. Das geschieht mit Hilfe des so genannten Wellenrührers, denn durch ihn werden die Wellen im Innenraum des Gerätes gleichmäßig verteilt. Diese gleichmäßige Verteilung der Mikrowellen wird noch unterstützt. Das kann zum Beispiel durch einen Drehteller, aber auch durch die Reflektion der Mikrowelle von den Metallwänden des Innenraums geschehen.

Auf diese Weise gelangen die Wellen von allen Seiten in die Lebensmittel in der Mikrowelle. Alle Mikrowellengeräte haben verschiedene Leistungsstufen. Die niedrigen Stufen von 90-180 Watt sind perfekt, um etwas aufzutauen, wie beispielsweise Brot. Die mittleren Stufen bei 300-400 Watt sind optimal, wenn es um das Erwärmen von Tellerportionen geht.

Die höheren Leistungsstufen von 500-700 Watt sind perfekt zum Garen und auch zum Erwärmen von Flüssigkeiten. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass 600 Watt nach Möglichkeit nicht überschritten werden. Beim Kochen in der Mikrowelle sind die Garzeiten wesentlich kürzer. So können bis zu 80 % Energie und ca. 50 % Zeit gegenüber der konventionellen Kochweise gespart werden.

Muss man Mikrowellengeschirr haben?

Eine Mikrowelle verträgt viel, aber kein Metall. Um den Inhalt von Dosen zu erwärmen, sollte daher immer ein Teller benutzt werden und nicht die Dose. Es muss aber nicht zwingend immer Mikrowellengeschirr sein, ein normaler Teller tut es auch. Um festzustellen, ob das eigene Geschirr Mikrowellentauglich ist, gibt es einen einfachen Test.

Den leeren Teller bei maximaler Leistung für ein bis zwei Minuten in die Mikrowelle stellen. Hat der Teller danach noch die gleiche Temperatur, dann eignet er sich als Mikrowellengeschirr. Wird er aber heiß, dann eher nicht. Bei diesem Experiment sollte man eine Tasse mit Wasser auf den Teller stellen, denn Mikrowellen sollten nach Möglichkeit nie leer eingeschaltet werden. Perfekt zum Kochen in der Mikrowelle sind Gefäße aus Kunststoff, denn in ihnen wird das Gargut gleichmäßig heiß.

Da Porzellan kleine Teile Blei enthält, sind Porzellangefäße nicht so optimal, denn das Blei verhindert, dass das Essen komplett heiß wird. Wenn Essen in der Mikrowelle erwärmt wird, dann sollte es abgedeckt werden, denn sonst trocknet es aus. Nur bei paniertem Fleisch kann darauf verzichtet werden, das wird mit einer Abdeckung matschig.

Wie kocht man in der Mikrowelle?

Mikrowelle einschaltenBeim Kochen mit der Mikrowelle reicht die Leistung von 600 Watt. (Foto by: © Rostislav Sedlacek / fotolia.com)

Theoretisch kann man alles in der Mikrowelle zubereiten, aber manche Fleischsorten zum Beispiel werden beim schnellen Garprozess nicht weich, sondern zäh.

  • Fleisch garen in der Mikrowelle ist eine schnelle und vor allem gesunde Angelegenheit. Schweinefleisch und Geflügel, aber auch Fisch sind perfekt für die Mikrowelle geeignet und ein saftiger Hackbraten braucht in der schnellen Welle gerade einmal vier bis fünf Minuten bei 600 Watt. Rindfleisch und Wild sind klassische Schmorbraten und werden in der Mikrowelle zäh.
  • Damit das Gargut eine schöne Farbe bekommt, sollte man immer ein wenig Paprikapulver darüber streuen.
  • In der Mikrowelle bitte kein Wasser oder Fett dazugeben, besser ist es, nachher separat eine Sauce anzurühren.
  • Mikrowellengerichte sollten auch nicht gesalzen werden, da Salz Feuchtigkeit entzieht und das Fleisch dann austrocknet und zäh wird. Im Anschluss an den Garprozess kann man dann nachsalzen.
  • Gemüse eignet sich hervorragend für die Mikrowelle. Auch hier gilt: nicht salzen und bei Gemüsesorten, die viel Flüssigkeit enthalten kein Wasser zugeben, denn diese kochen im eigenen Saft. Bei Gemüse mit einem geringen Anteil an Flüssigkeit sollten ein bis zwei Esslöffel Wasser oder Brühe dazu gegeben werden. Kartoffeln brauchen in der Mikrowelle sechs bis sieben Minuten und Brokkoli nur fünf Minuten.
  • Eine Leistung von 600 Watt sollte nach Möglichkeit nicht überschritten werden, denn sonst trocknet das Gargut aus und das ist nicht der Sinn der Sache.

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