Mondregeln für den Garten

Kräuter im eigenen Kräutergarten anbauen – fast jeder, der ein wenig Platz im Garten, auf der Terrasse oder auf dem heimischen Fensterbrett hat, kann für den Eigenbedarf Kräuter anbauen. Seit Jahrhunderten steigern erfahrene Gärtner ihre Anbauerfolge durch die Beachtung der Mondregeln.

Mondregeln für den GartenDie Mondregeln sind seit Jahrhunderten aufgezeichnete Erfahrungen. (Foto by: © marusja2 / fotolia.com)

Vielen mag es ein wenig abwegig oder gar „seltsam“ erscheinen, Aussaat, Anbau, Pflege und Ernte der Gartenkräuter nach dem Mond auszurichten. Der sogenannten Mondkalender beschreibt nicht nur für das Gärtnern sondern für eine Vielzahl von Alltagssituationen, wann etwas besonders gut gelingt. Egal ob renovieren, Geld anlegen, Haare schneiden oder eben Pflanzen pflegen – die einen schwören darauf, die anderen lächeln darüber. Eins ist aber sicher: es schadet nicht und ist deshalb einen Versuch wert.

Erfolgreich im Garten mit dem Mond

Die Mondregeln sind seit Jahrhunderten aufgezeichnete Erfahrungen, die auf einen durchaus wissenschaftlichen begreifbaren Zusammenhang unserer Erde mit dem Mond beruhen. Sehr viele Prozesse und Zyklen auf der Erde folgen dem Mondzyklus. Man denke nur an Ebbe und Flut, den Zyklus der Frau und vieles mehr. Auch die Pflanzen werden vom Mond beeinflusst. Auf Basis dessen lassen sich gewisse Regeln ableiten, die immer wiederkehrend die Abhängigkeit der Pflanzen vom Mond beschreiben – die Mondregeln. Diese Regeln lassen sich mit Hilfe eines Garten-Mondkalenders problemlos in den Alltag integrieren.

Kräuter anbauen mit dem Mond

Der Anbau beginnt mit der Bodenlockerung im Frühjahr, welche bei abnehmendem Mond – am besten an einem Steinbocktag – durchzuführen ist. In die gelockerte Erde können die Aussaat und das Pflanzen erfolgen. Auch dafür gibt es Mondregeln. So sollten Blütenkräuter beispielsweise am besten an einem Lufttag (Waage, Wassermann, Zwillinge) bei zunehmendem Mond ausgesät werden. Kräuter, deren Wurzeln für die Verwendung in Küche oder Hausapotheke vorgesehen sind, werden dagegen besser im abnehmenden Mond in einem Erdzeichen (Stier, Jungfrau, Steinbock) gepflanzt oder gesät.

MondkalenderDer sogenannte Mondkalender beschreibt wann etwas gut gelingt. (Foto by: © lohner63 / fotolia.com)

Pflegen nach dem Mondkalender

Auch die Pflege der Kräuter sollte den Mondregeln folgen. Wenn der Mond in einem Wasserzeichen (Fische, Krebs, Skorpion) steht, so ist das der perfekte Zeitpunkt zum Gießen. An diesen Tagen kann die Pflanze das Wasser besonders gut aufnehmen und speichern. Lufttage sind demgegenüber zum Gießen nicht optimal, weil dies das Auftreten von feuchteliebenden Schädlingen begünstigt. Für das Düngen sollte man ebenfalls einen Blick in den Mondkalender werfen.

Besonders günstig ist die Düngung bei abnehmendem Mond, speziell in den Tagen vor oder direkt an Vollmond. Ungünstig und deshalb zu vermeiden ist das Düngen an Löwetagen, weil die Pflanzen den Dünger dann nicht so gut vertragen. Sowohl das Hacken zur Bodenlinderung und zur Verbesserung der Nährstoffaufnahme durch die Pflanzen als auch das Unkraut jäten finden am besten während des abnehmenden Mondes statt.

Kräuter ernten nach dem Mondkalender

Im Wesentlichen lässt sich die Kräuterernte in zwei Phasen aufteilen. Oberirdische Pflanzenteile wie Stängel, Blätter, Blüten und Früchte sollten während des aufsteigenden Mondes geerntet werden. In dieser Zeit steigen die Pflanzensäfte in der Pflanze nach oben, so dass die geerntete Pflanze das Höchstmaß an den gewünschten Inhaltsstoffen aufweist und besonders aromatisch ist. Zur Zeit des absteigenden Mondes sammeln sich die Pflanzensäfte, sprich auch die sekundären Pflanzenstoffe, in hohem Maße in den unterirdischen Pflanzenteilen. Deshalb ist das die beste Zeit, um Wurzeln zu ernten.


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