Morchel

Die Morchel ist die Königin unter den Speisepilzen. Ihr starkes Aroma macht sie zu begehrten Würzpilzen, die jedem Gericht, in dem Sie verwendet werden, einen unverwechselbaren Geschmack verleihen. Die kurze Saison, in der frische Morcheln gefunden werden können, macht sie ebenfalls sehr begehrt.

MorchelMorcheln besitzen ein aromatisches bis würziges Aroma. (Foto by: © Axel Völl / fotolia.com)

Morcheln gehören zu den Delikatessen der Pilzgattungen. Sie zählen zu den so genannten Schlauchpilzen. Ihre Sporen sitzen in den gut sichtbaren Waben. Es gibt drei verschiedene Sorten von Morcheln.

Aussehen

Der Stiel ist rund und meist gebogen. Er kann bis zu 2 cm dick werden, wird jedoch zum Hut hin stets schmaler. Bis zu 8 cm hoch werden Speisemorcheln. Der Stiel ist innen hohl. Der Hut der Speisemorchel ist fest mit dem Stiel verwachsen und ist ebenfalls innen hohl. Er kann bis zu 12 cm hoch wachsen und wird zwischen 3 und 8 cm breit.

Die Oberfläche des Hutes stellt in Bezug auf die Farbe eine Mischung aus grau, gelb und braun dar. Dabei ist die Oberfläche in unterschiedlich große und geformte Waben und Zellen unterteilt. Die Form des Hutes könnte als rund oder eirund beschrieben werden. Das Fleisch ist recht brüchig und zeigt sich weiß, wenn es gebrochen wird.

Herkunft & Saison

Die Morchel stellt an ihren Boden eigentlich keine großen Ansprüche, mag es jedoch nicht, wenn der Boden gedüngt ist. Er ist an den unterschiedlichsten Standorten anzutreffen, unter anderem in Auwäldern, in Hecken und Gebüschen, im Gras oder unter einer Esche. Sie ist ebenso häufig einzeln wie in kleineren Gruppen anzutreffen. Sie ist jedoch nur von April bis Mai vorzufinden.

Geschmack

Morcheln besitzen ein aromatisches bis würziges Aroma, das durch sehr feine Geschmacksnuancen beliebt geworden ist.

Verwendung in der Küche

Morcheln müssen unbedingt ordentlich gereinigt werden, da sich in den großen Waben Schmutz ansammeln kann. Hierfür halbiert man den Pilz der Länge nach und kann dann den Schmutz von hinten her aus den Waben klopfen. Anschließend werden sie noch mit der notwendigen Vorsicht in kaltem Wasser gewaschen. Verwendet man getrocknete Exemplare, so müssen sie erst für knapp eine halbe Stunde in Wasser eingeweicht und anschließend gewaschen werden.

Das übrig bleibende Wasser eignet sich hervorragend als Basis für Suppen und Saucen. Morcheln sollten immer nur in begrenztem Umfang verwendet werden, da sie einen starken Eigengeschmack aufweisen und schnell vorschmecken. Sie passen dafür zu verschiedensten Gerichten, egal ob Fleisch, Wild, Fisch oder Meeresfrüchte.


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