Muskat-Muskatnuss-Muskatblüte

Die Verwendung von Muskat ist nicht ganz einfach – und doch gehört das intensive Gewürz zu einer Vielzahl von Gerichten unbedingt dazu, sei es nun Rosenkohl, Kartoffelpüree oder die Béchamel-Sauce. Wer sich selbst als guten Koch bezeichnet, sollte mit der Verwendung von Muskat vertraut sein.

MuskatnussMuskatnüsse werden gemahlen oder als ätherisches Öl verwendet. (Foto by: © FomaA / fotolia.com)

Muskat ist nicht überall beliebt – besonders wenn man ihn einmal überdosiert hat und ein ganzes Gericht nur noch nach dem intensiven Aroma der kleinen Nuss geschmeckt hat, verlieren viele Menschen das Interesse daran. Tatsächlich ist Muskat ein perfektes Gewürz, um die Geschmacksnuancen anderer Zutaten hervorzuheben – wenn er denn richtig dosiert wird. Muskatnüsse und -blüten wachsen am Muskatbaum, der bis zu 20 m hoch werden kann. Die Blüten weisen eine weiße bis hellgelbe Farbe auf.

Herkunft & Saison

Muskat stammt ursprünglich von den indonesischen Molukken, die deshalb auch als Gewürzinseln bezeichnet werden. Den Sprung nach Europa schaffte das außergewöhnliche Gewürz im 9. Jahrhundert. Indonesien ist auch heute noch das wichtigste Anbauland für Muskat, doch auch Indien, Südamerika und weitere asiatische Länder sind wichtige Anbauländer. Muskat ist hierzulande das ganze Jahr über aus Importen erhältlich. Muskatblüten dürfen im Handel nicht beschädigt sein und müssen makellos aussehen, dann kann man von einer hohen Qualität sprechen. Muskatnüsse von guter Qualität weisen einen starken Duft und einen hohen Ölgehalt auf.

Geschmack

Sowohl die Nuss als auch die Blüte der Muskatpflanze weisen ein mildes, harziges Aroma auf. Süßliche Geschmacksnuancen wechseln sich mit würzigen ab.

Verwendung in der Küche

Muskat passt zu allen Kohlsorten, besonders gut zu Rosenkohl, aber auch helle Saucen lassen sich damit perfekt abschmecken. Cremige Suppen benötigen Muskat ebenso wie Spargelgerichte. Die klassische Bechamelsauce wird nur durch Muskat zu dem Besonderen, das sie eben ist.

Beim Einsatz von Muskat sollte man viel Gefühl beweisen – schon ein Quentchen zu viel kann dafür sorgen, dass er extrem hervorschmeckt. Muskat kann zwar in Pulverform gut dosiert werden, das Aroma entfaltet sich allerdings besser, wenn die Nuss frisch gerebelt wird. Wenn es denn doch das Pulver sein muss, sollten sie zumindest in einem luftdichten und lichtgeschützten Behälter aufbewahrt werden. Die ganzen Nüsse haben den Vorteil, dass sie auch stolze zwei Jahre aufbewahrt werden können.

Wirkung

Muskat enthält eine große Menge des ätherischen Öls Myristicin. Das Gewürz wirkt antiseptisch und kann bei Bauchinfektionen lindernd wirken. Muskat regt den Appetit an und beseitigt Blähungen. Er soll angeblich auch eine positive Wirkung auf die Libido haben. Beim Verzehr von Muskat sollte man jedoch wissen, dass er in zu großen Mengen giftig sein kann. Wer die Menge einer ganzen Nuss zu sich nimmt, muss sich auf Halluzinationen, Schwindel oder Krämpfe einstellen. Im schlimmsten Fall kann der Verzehr ins Koma führen.


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