Nach Steinobst darf man kein Wasser trinken?

Ein prägendes Erlebnis, das wohl viele Menschen in ihrer Kindheit gemacht haben, besteht in den warnenden Ratschlägen der Großeltern. Etwa dann, wenn mit langen Fingern die Kirschen vom Baum gepflückt wurden und der mahnende Hinweis kam, hinterher bloß kein Wasser zu trinken. Doch was beinhaltet dieser Mythos eigentlich?

Steinobst essenDer Mythos wurde in der heutigen Zeit wiederlegt. (Foto by: © scerpica / fotolia.com)

Es droht Ungemach

Wer Steinobst verzehrt und hinterher Wasser trinkt, der dürfe mit üblen Magenbeschwerden rechnen. Das zumindest weiß der Volksmund zu berichten. So wird medizinisch nicht ganz einwandfrei von einem Platzen des Magens berichtet, das auf die unheilvolle Kombination von Kirschen und Wasser folgen soll. Andere Warnungen künden vom schlichten Durchfall oder auch von einem Durchbruch des Blinddarms.

Die aufgezeigten Schreckensszenarien sind daher drastisch gewählt und dürften gerade bei Kindern ihre Wirkung nicht verfehlen. Allerdings wird ihnen damit kein Gefallen getan, denn hierbei handelt es sich schlichtweg um einen Ernährungsirrtum. Es ist interessant, diesem einmal auf den Grund zu gehen und ihn zu entkräften.

Aus längst vergangenen Tagen

Dieser Mythos stammt aus einer Zeit, da das Wasser noch nicht aus Rohren gewonnen wurde, sondern aus dem Brunnen geschöpft werden musste. Dort war es mit einer Vielzahl von Keimen belastet, die für sich genommen bereits oft eine gewisse Wirkung zeigten. Zudem sind ältere Generationen davon ausgegangen, dass sich ein Hefepilz auf der Oberfläche des Steinobstes angesiedelt hat. Dieser würde nun im Magen mit dem Wasser eine Reaktion eingehen und gären. Das wiederum sorgt der Sage nach für Völlegefühle und ein Ausdehnen des Bauches. Sogar so weit, dass dieser platzen könne.

Keine Gefahren zu erwarten

Heute ist die Wissenschaft natürlich deutlich weiter. Der Mythos, dass nach dem Verzehr von Steinobst kein Wasser getrunken werden sollte, wurde vielfach untersucht, konnte aber nie bestätigt werden. Sollte es nach der Mischung von Obst und Wasser dennoch zu Magenbeschwerden kommen, liegen diese eher in dem Verarbeitungsprozess des Obstes in unserem Körper.

So wird für die Verdauung ein gesteigertes Maß an Magensäften bereitgestellt, das zu leichtem Sodbrennen führen kann. Im schlimmsten Falle wären daher geringe Schmerzen durch den Konsum der Kirschen, Aprikosen oder Pflaumen zu erwarten. Auch Blähungen sind dabei nicht ausgeschlossen. Gerade eingedenk des sauberen Wassers sind schlimmere Folgen aber undenkbar.


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