Weinland Österreich - österreichischer Wein

Der Weinanbau in Österreich blickt auf eine Geschichte von knapp zwei Jahrtausenden zurück. Auch wenn die Entwicklung anfangs nur schleppend voranging und Schädlingsbefall sowie ein Skandal folgten, hat es die österreichische Weinwirtschaft heute geschafft auch international in hohem Ansehen zu stehen.

Geschichte des Weines in Österreich

Weinland ÖsterreichDie österreichische Weinwirtschaft und ihre Weine genießt international sehr hohes Ansehen.

Die ersten Spuren des Weinbaus in Österreich gehen auf die Zeit um 800 vor Christus zurück. Verstärkt angebaut wurde seit der Römerzeit, vor allem unter Kaiser Probus in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Jedoch galt der in Österreich angebaute Wein nicht als besonders wohlschmeckend.

Erst als Karl der Große an die Macht kam und die besten Rebsorten auswählte, wurden die österreichischen Weine bekannter und gern getrunken. Bis ins 12. Jahrhundert befand sich der Weinanbau ausschließlich in der Hand der Kirchen und Landesherren, wurde dann aber auch von bürgerlichen Weinbauern betrieben. Die Produktion und der Konsum von Wein waren im Hochmittelalter auf ihrem absoluten Höhepunkt.

Eine Reblausplage führte am Ende des 19. Jahrhunderts zur Zerstörung eines großen Teiles der Weinbaugebiete. Ein Umdenken fand ab 1985 statt – in diesem Jahr verschnitten einige Winzer ihre Weine mit einer Chemikalie, die den Wein süßer machte, und beschädigten damit den guten Ruf der österreichischen Weine.

Weinland Österreich heute

Nach 1985 wurde ein sehr strenges Weinbaugesetz verabschiedet, welches dem Weinbau Österreichs zugute kam. Dadurch ist die Qualität der österreichischen Weine wieder auf einem hohen Niveau. Die zahlreichen Winzer achten seit dem Skandal besonders auf naturnahen Anbau und hochwertige Produktion.

Auch wenn die vielen Weinbaugebiete geographisch nah beieinander liegen, bietet Österreich eine außergewöhnliche Vielfalt verschiedener Rebsorten und Weine. Es werden jährlich rund 200 Millionen Hektoliter Wein hergestellt, wovon aber nur zu kleinen Teilen exportiert wird.

Bekannteste Anbaugebiete

Die gesamte Weinanbaufläche in Österreich umfasst in etwa 45 500 Hektar und liegt größtenteils im Osten des Landes. Ungefähr 66 Prozent der Fläche entfallen auf rote Rebsorten, auf 34 % der Fläche werden weiße Rebsorten angebaut.

In Österreich gibt es drei große Weinregionen, die wiederum in 16 Weinbaugebiete eingeteilt sind. 92 Prozent der Anbaufläche findet sich in den Bundesländern Niederösterreich, Wien und Burgenland – dem so genannten „Weinland Österreich“.

Das „Steirerland“, die Weinbauregion der Steiermark, macht etwa 7 Prozent der gesamten Fläche aus. In der dritten Weinbauregion, dem „Bergland Österreich“ wird nur sehr wenig Weinbau betrieben, da die klimatischen Voraussetzungen kaum gegeben sind. Zu den bekanntesten Anbaugebieten zählen die Wachau, das Kamptal, das Weinviertel, die Region Neusiedlersee, das Südburgenland und die Weststeiermark.

Beliebteste Rebsorten und bekannteste Weine in Österreich

Die beliebtesten Rotweine Österreichs sind Blauer Zweigelt, Blauburgunder, Blaufränkisch und mittlerweile auch Cabernet Sauvignon. Welschriesling, Riesling, Grüner Veltliner und Sauvignon Blanc sind die beliebtesten Weißweinsorten Österreichs. Daneben werden auch Roséweine und Jungweine gerne getrunken.


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