Österreichische Knödelvarianten

Knödel sind in der österreichischen Küche unumgänglich. Vom Kartoffelknödel, Leberknödel, Semmelknödel bis hin zum Marillenknödel ist jeder einzelne Knödel eine Köstlichkeit für sich. Ob als Suppeineinlage, Beilage, Hauptspeise oder Süßspeise, Knödel schmecken immer und werden das ganze Jahr über serviert.

Semmelknödel & Co.Herzhafte Knödelvarianten von Semmelknödel bis hin zu Topfenknödel ist alles dabei. (Foto by: Gutekueche.at)

Knödel - schon das Wort allein fühlt sich rund und gut an und verspricht wohltuende Sättigung und Genuss. Knödel sind Bestandteil der österreichischen, süddeutschen und böhmischen Küche. Die Herkunft der Knödel ist nicht wirklich genau festzustellen. Einen ähnlichen Ausdruck gab es schon im Lateinischen, der sich über althochdeutsch und mittelhochdeutsch nachvollziehen lässt. Auf Tschechisch gibt es knedlik, in Italien canederli und bei unseren deutschen Nachbarn heißt er Kloß oder Klops. Also ist ein guter Knödel in aller Munde.

Die Knödelform

Knödel sind meist in Kugelform, sie werden gekocht, manchmal auch gebacken. Knödel gibt es als Suppeneinlage, als Beilage, als Hauptspeise oder als süße Nachspeise. Ein richtiger "Mehlspeis-Tiger" lässt jedes Fleischgericht für frische Marillenknödel, saftige Zwetschkenknödel oder flaumige Germknödel mit Mohn, Zucker und zerlassener Butter stehen.

Für viele Menschen sind Leberknödel die beste Suppeneinlage. Kleine Tirolerknödel oder Kaspressknödel bieten sich ebenfalls dafür an. Außer den süßen Knödelvarianten sind vermutlich die Semmelknödel die liebsten Knödel der Österreicher, und sehr oft natürlich auch der Gäste aus dem Ausland. Aus wenigen Bestandteilen wie Semmelbröckerln, die ja heute meist Knödelbrot genannt werden, Ei, Milch, Zwiebel, Petersil, etwas Salz und nach Bedarf etwas Mehl entsteht der Teig. Es ist nicht schwer, sie selbst zu machen. Man muss sich einfach einmal drüber trauen.

Österreischische SemmelknödelDer österreichische Semmelknödel kann als Hauptspeise oder Beilage serviert werden. (Foto by: Gutekueche.at)

Dann kauft man nie mehr fertige Semmelknödel. Schweinsbraten, Schwammerlsauce, Linsen - all diese Gerichte schreien einfach nach Semmelknödel als Beilage. In manchen Familien macht man schon mehr davon, damit daraus geröstete Knödel mit Ei fabriziert werden können. Ein Restlessen, das diesen abwertenden Namen nicht verdient. In jeder Familie gibt es auch für Knödel besondere Familienrezepte, damit die Knödel auch dann im eigenen Haushalt wie bei Mama oder Oma schmecken.

Richtig Österreichisch

Welche Knödel gibt es in der österreichischen Küche noch? Da wären noch die Erdäpfelknödel in vielen Varianten. Sie werden aus gekochten Erdäpfeln gemacht, oder aus rohen, oder man mischt beide. Der Erdäpfelteig kann auch gefüllt werden. Dann gibt es Grammelknödel, Wurstknödel, Selchfleischknödel, Speckknödel und mehr. Auch für die beliebten Obstknödel kann Erdäpfelteig verwendet werden. Ob man für Marillenknödel, Zwetschkenknödel oder Erdbeerknödel lieber Topfenteig nimmt, hängt nicht nur vom eigenen Geschmack sondern manchmal auch von der Zeit ab, die zum Kochen zur Verfügung steht. Topfenteig geht einfach schneller. Germknödel, die mit Powidel gefüllte, flaumige Köstlichkeit, ist besonders beliebt. Sie gehören zur Grundausstattung jeder Schihütten-Küche.

Beachtenswertes

Wichtig beim Knödelkochen ist, dass sie nur in leicht siedendem Wasser gekocht werden, da sie sonst zerfallen können. Das Wasser soll genügend gesalzen sein, damit der Geschmack nicht ausgelaugt wird.

  • SEMMELKNÖDEL GRUNDREZEPT
    Bild 1 / 6

    Semmelknödel Grundrezept

    Mit nur wenigen Zutaten hat man die ideale Beilage zu saftigen, sossigen Hauptspeisen. Weiters sind Semmelknödel auch zur Resteverwertung bestens geeignet. Für Speckknödel einfach fein geschnittenen Speck unterkneten.

    Hier zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt wie Semmelknödel zubereitet werden.

Bei Obstknödel ist es gut, zusätzlich ein bisschen Zucker in das Kochwasser zu geben, das rundet den Geschmack ab. Und wer beim Semmelknödelkochen etwas Mehl ins Wasser gibt, kann fast ganz sicher sein, dass die Knödel nicht zerfallen. Sobald Knödel an der Wasseroberfläche schwimmen und sich beim Anstoßen lustig drehen, sind sie fertig gekocht.


Bewertung: Ø 3,6 (9 Stimmen)

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User Kommentare

Anna-111
Anna-111

Ein sehr interessanter Artikel, besonders der Tipp mit dem Mehl ins Kochwasser für die Semmelknödel, dass sie nicht zerfallen.

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Goldioma
Goldioma

Mehl ins Kochwasser gibt man eigentlich bei Kartoffelknödel, und da nicht normales Weizenmehl, sondern Stärkemehlb- entweder Reis- oder Kartoffelstärke

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