Österreichisches Weingesetz und Weinqualität

Häufig sind es die eher unbekannten Dinge, die Qualität und somit die Nachfrage nach einem Produkt sicherstellen. Auch beim österreichischen Wein ist das nicht anders, denn erstklassige Trauben und sorgsame Verarbeitung machen noch keinen Qualitätswein.

österreichisches WeingesetzDas österreichischen Weingesetz soll die Qualitäts-Weinstandards sicherstellen.

Mit dem österreichischen Weingesetz ist sichergestellt, dass die Weine aus Österreich den gewohnt hohen Standards genügen und dadurch ihren erstklassigen Ruf weltweit beibehalten. Die maßgeblichen Eckpunkte sind dabei die einzelnen Qualitätseinstufungen, der Herkunftsnachweis, die Flächenertragsbeschränkung der Anbauflächen sowie die regelmäßige und strenge Kontrolle durch die Bundeskellerei-Inspektion.

Ebenfalls im österreichischen Weingesetz von 1999 geregelt sind Fragen rund um die Bezeichnungen der Weine und um das Thema Restzucker. Mithilfe dieser Kriterien werden alle österreichischen Weine in verschiedene Qualitätsklassen unterteilt.

Die Kriterien

So muss beispielsweise ein Tafelwein ein Mindestmostgewicht von 13 ° Öchsle haben, während ein Qualitätswein mindestens 15 ° Öchsle vorweisen muss. Noch strenger sind die Vorgaben des Gesetzes bei den österreichischen Prädikatsweinen.

Hier beginnt das Mindestmostgewicht erst bei 19 ° Öchsle für eine Spätlese und reicht bis zu 25 ° Öchsle bei einem Eiswein und sogar 30 ° Öchsle bei einer Trockenbeerenauslese. Auch die für den jeweiligen Wein erlaubten Traubensorten, die Erntezeit und die Details der Verarbeitung sind im Weingesetz festgeschrieben.

So ist es dem eher günstigen Tafelwein nicht erlaubt, über seine Herkunft zu informieren, während diese Angaben sowie eine Zulassungsnummer beim Qualitätswein Pflicht sind. Die Anbaugebiete für einen hochwertigen Prädikatswein müssen sogar von Beamten persönlich begutachtet werden.

Die Ziele

Mit dem neuen Gesetz verfolgt der Gesetzgeber gleich mehrere Ziele. So war das ursprüngliche Weingesetz aus dem Jahr 1985 durch zahlreiche Änderungen unübersichtlich und lückenhaft, was mit dem neuen Weingesetz von 1999 behoben wurde.

Darüber hinaus wurden die Vorschriften an die aktuelle Rechtslage, die sich mit dem Beitritt des Landes zur EU ergeben hatte, angeglichen. Die klaren Kriterien zum Anbau, der Verarbeitung und Kennzeichnung der österreichischen Weine erhöht außerdem die Transparenz für den Verbraucher. Und letztlich ist durch die klare Festlegung der Kriterien auch eine gleichbleibend hohe Qualität der einzelnen Weine gewährleistet.

Das Fazit

Das detaillierte österreichische Weingesetz und dessen Umsetzung bringt also nicht nur den Konsumenten und Händlern ein Höchstmaß an Sicherheit, es garantiert auch, dass einer der wichtigsten Exportartikel des Landes weiterhin auf allerhöchstem Niveau produziert und verarbeitet wird. Die klaren Abgrenzungskriterien sorgen außerdem dafür, dass auch Neulinge sich schnell im faszinierenden Wein-Universum Österreichs zurechtfinden.


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