Ostereier selbst gestalten

29.03.2012 von | 0 Kommentare

Bunt gefärbte Ostereier sind ein schöner Brauch zum jährlichen Osterfest. In vielen Geschäften werden kunstvoll verzierte Eier angeboten. Es ist aber auch möglich, selbst kreativ zu werden. Mit den richtigen Farb- und Verzierungstechniken ist dies nicht sehr schwer und macht auch noch Spaß.

Gefärbte OstereierOstereier können auf unterschiedliche Weise gefärbt und verziert werden. (Foto by: © demarco / fotolia.com)

Künstlich oder natürlich – Das Färben der Ostereier

Für das Einfärben der Ostereier gibt es unterschiedliche Techniken. So werden im Einzelhandel künstliche Lebensmittelfarben verkauft, die in ihrer Anwendung sehr einfach sind.

Für Allergiker oder gesundheitsbewusste Personen bieten sich natürliche Farben an, die aus Blättern, Wurzeln und Blüten hergestellt werden. Sehr bekannt ist das Verfahren, bei dem die Eier im Kochwasser mit Zwiebelschalen gelblich eingefärbt werden. Mit Roter Bete kann ein kräftiges Rot erzielt werden. Brennnesselblätter und Spinat verleihen den Eiern eine grüne Färbung. Für einen strahlenden Glanz sorgt ein Einreiben der Schale mit einer Speckschwarte oder Schweineschmalz.

Um das eingefärbte Ei besonders kunstvoll zu gestalten, können anschließend Verzierungstechniken eingesetzt werden.

Eindrucksvolle Dekorationen mit der Wachstechnik

Zum Verzieren von Osteiern wird gerne die Wachstechnik angewendet. Mit ihr können beispielsweise Batikbilder auf das Ei getragen werden. Dabei wird heißes flüssiges Wachs verwendet, welches eindrucksvolle Muster und Symbole auf das Ei zaubert. Da beim Eintauchen in die Farblösung die mit Wachs abgedeckten Flächen und Linie keine Farben annehmen, können so sehr schön mehrfarbige Eier entstehen. Zum Abschluss wird das Wachs behutsam mit einer Kerze angeschmolzen und anschließend mit einem Tuch abgewischt.

Ferner wird Wachs bei der Bossiertechnik angewendet. Bei diesem Verfahren werden mehrfarbige Motive unter Einsatz von Buntwachsen aufgetragen, welche nun wie ein Relief auf der Eierschale liegen. Im Unterschied zu der Wachsbatiktechnik erfolgt kein weiteres Färben oder Entfernen des Wachses.

Bezaubernde Verzierungen mit der Kratz- und Ätztechnik

Kratztechnik

Am Anfang der Kratztechnik steht ein sattes Einfärben der Eier. Anschließend werden die gewünschten Ornamente mit einem sehr spitzen Gegenstand eingekratzt. Um mit dieser Technik erfolgreich ovale Kunstwerke anfertigen zu können, sollten die verwendeten Eier eine harte Schale besitzen.

Ätztechnik

Die Wachstechnik ist zeitintensiv und relativ anstrengend. Ähnlich wie bei der Kratztechnik werden auch bei der Ätztechnik die Eier eingefärbt. Im Anschluss wird die Farbe der geplanten Motive mit Säure vorsichtig durch Ätzung entfernt. Diese Technik stellt hohe Anforderung an den Kunsthandwerker, sodass sie nicht sehr häufig angewendet wird.


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