Paleo und Sport

05.06.2014 von | 0 Kommentare

Begonnen habe ich mit der Paleo-Ernährung, um meine sehr starke Fruktoseintoleranz zu „behandeln“. Heute frühstücke ich in der Regel eine Banane, einen Apfel und eine Birne. Keine Spur mehr von Beschwerden.

Paleo Ernährung und SportPaleo und Sport lassen sich laut Mag. Zsifkovits perfekt vereinbaren. (Foto by: © rangizzz / fotolia.com)

„Du Bist doch Sportler, du musst Nudeln essen“

Eine der häufigsten Wortmeldungen die ich zu hören bekomme, wenn ich von meiner Ernährungsform spreche ist der Satz „Du Bist doch Sportler, du musst Nudeln essen“. Eine Ernährungsform die gänzlich auf Getreideprodukte und somit Teigwaren oder Brot verzichtet und Reis, Zucker oder Kartoffeln gänzlich ausklammert kann doch nicht für jemanden geeignet sein der 10-20 Stunden pro Woche trainiert, oder?

Die Antwort ist: und ob. Begonnen habe ich mit der Paleo Ernährung um meine sehr starke Fructoseintoleranz zu „behandeln“. Heute frühstücke ich in der Regel eine Banane, einen Apfel und eine Birne. Keine Spur mehr von Beschwerden. Das einzige das sich ins negative verändert hat ist, dass ich Fertigprodukte, Aufbackbrötchen (die ich in Ausnahmesituationen esse) und Co. immer schlechter vertrage. Ich sehe das aber als Zeichen meines Körpers, dass er es an und für sich nie vertragen hat und nur darauf trainiert war damit irgendwie zu recht zu kommen. Sportlich geht es mir besser denn je.

Mein Körper fühlt sich gut an und ich habe kein Problem mein Gewicht zu halten, ganz im Gegensatz zu früher. Und wenn man bedenkt, dass 2 Bananen die Kohlenhydrate von einem Teller Pasta liefern, dann relativiert sich auch die geglaubte Lebensnotwendigkeit der Nudel-Ernährung für Sportler.

Basierend auf dem Buch „Nahrung als Medizin“ von Dr. Stark habe ich also begonnen meine Ernährung gänzlich umzustellen, da auch die Argumente dafür im Buch ganz klar aufgezeigt werden und ich viele negative Auswirkungen von konventioneller Ernährung am eigenen Körper miterlebt habe.

Vor allem unsere Abhängigkeit von Zucker wird einem erst bewusst, wenn man nach 3 Wochen ohne raffinierten Zucker 2 Schokoriegel isst. Ich verfalle jedes Mal in eine Art Rauschzustand in dem ich mich am liebsten mit Süßigkeiten vollstopfen würde. Heißt das aber, dass ich gänzlich auf Süßigkeiten und Zucker verzichte? Nein! Zum einen genehmige ich mir jede Woche bis zu 3 Ausnahme-Mahlzeiten. Das sind Mahlzeiten zu denen ich essen kann was ich will. Beispielsweise vor oder nach sehr harten, langen Trainingseinheiten esse ich auch mal eine Schüssel Reis mit Gemüse oder eine Pasta (hin und wieder auch meinen geliebten Kaiserschmarren). Das sind dann aber eben Ausnahmen.

Zum anderen gibt es unzählige Möglichkeiten mit Paleo-gerechten Zutaten wunderbare Kuchen und Desserts zu zaubern. Meine Frau mag meine Kuchen mittlerweile sogar lieber als ihre eigenen.

Autor: Mag. Martin Zsifkovits, PhD, Triathlon-Teilnehmer bei der EM 2014 über die Sprint und Olympische Distanz


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