Palmkernöl

Palmkernöl ist längst nicht so schlecht, wie sein Ruf, der ihm vorauseilt. Auch wenn das Öl einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren aufweist und daher nicht ständig und in großen Mengen verzehrt werden sollte, ist es für das Braten und Frittieren bestens geeignet.

Palmkernöl wird für die Herstellung von Biodiesel, Farben, Lacken und Schmierstoffen verwendet. Interessanterweise stellt es gleichzeitig aber auch ein beliebtes Speiseöl zum Frittieren und Braten dar. Palmkernöl ist ein Nebenprodukt, das anfällt, wenn Palmöl hergestellt wird. Jedes Jahr steigt die Bedeutung des Öls immer mehr.

Herkunft / Qualitätsmerkmale

Palmkernöl fällt an, wenn Palmöl hergestellt wird. Hierfür werden die Kerne der Ölpalme verwendet. Sie bestehen fast zur Hälfte aus Öl und eignen sich daher hervorragend für die Herstellung des wohlschmeckenden Öls. Die Kerne werden zunächst getrocknet und dann gemahlen und gepresst. Die Ölpalme wird vorrangig in Malaysia, Südamerika und Indonesien angebaut.

Anwendung in der Küche

Palmkernöl hat einen sehr hohen Rauchpunkt, weshalb es hervorragend zum Braten, Frittieren und Kochen geeignet ist. Auch in Margarine kommt das Öl zum Einsatz, sodass es indirekt auch beim Backen in großem Umfang verwendet wird. Palmkernöl ist Teil von Kuvertüre und Schokolade, Karamell und vielen Süßigkeiten. Das Öl hat einen Schmelzpunkt zwischen 27 und 45 Grad.

Daher ist es bei Zimmertemperatur fest und verflüssigt sich erst wieder, wenn es erhitzt wird. Dementsprechend ist es für die Verarbeitung in kalten Speisen nicht geeignet bzw. nur, wenn es vorher verflüssigt wird. Dies ist auch der Grund, warum es in der Küche keine allzu große Bedeutung hat.

Gesundheit

Palmkernöl hat den Ruf, ungesund zu sein. Es enthält über 80 Prozent gesättigte Fettsäuren. Sie sorgen dafür, dass der Cholesterinspiegel ansteigt und das Risiko für einen Herzinfarkt oder Koronarerkrankungen steigt. Wenn Palmkernöl für die Herstellung von Margarine verwendet wird, muss es gehärtet werden. Dabei entstehen Transfettsäuren, die die Wahrscheinlichkeit für Krebserkrankungen wesentlich erhöhen. Positiv zu verzeichnen ist jedoch der hohe Anteil an Vitamin E.


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