Paprika

Was wäre ein Sommersalat ohne knackige Paprikastreifen oder ein ungarisches Gulasch ohne scharfe Paprika? Mit ihrer großen Vielfältigkeit hat die Paprika fast alle Küchen der Welt erobert. Der Anbau hierzulande ist nicht ganz einfach, aber machbar!

Paprika im GartenDer Boden für die Paprika ist feucht, unkrautfrei und locker zu halten. (Foto by: © DLeonis / fotolia.com)

Paprika gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und stammt aus Mittel- und Südamerika. Paprikapflanzen sind sehr wärmeliebend und frostempfindlich. Die Auswahl an gezüchteten Sorten ist riesig. Dabei sind noch nicht mal alle hierzulande angebauten Sorten zum Verzehr geeignet – manche dienen lediglich der Zierde.

Für den Einsatz in der Küche gibt es zahlreiche Sorten. Sie reichen von der süßlichen Gemüsepaprika bis zu ihren schärferen Verwandten wie spitze Peperoni, runde Kirschpaprika und Chilis. Die Schärfe der verschiedenen Paprikaarten wird durch die Konzentration an Capsaicin bestimmt.

Anbau

Paprikagedeiht am besten an einem sonnigen, sehr warmen, geschützten Standort. Der Boden muss reichlich Kompost und gut verrotteten Stallmist enthalten. Um die Vegetationsperiode zu verlängern kann Paprika bereits Ende Februar im Haus ausgesät werden, wobei das Vorquellen der Samen für einige Stunden im lauwarmen Wasser die Keimungsrate begünstigt.

Im Mai werden die Pflanzen bei geeignetem Wetter im Freien abgehärtet und nach den Eisheiligen ins Gartenbeet gepflanzt. Die Setzlinge sollten zu diesem Zeitpunkt den ersten Blütenansatz haben. Der Pflanzabstand beträgt in alle Richtungen 40cm. Paprika lassen sich auch sehr gut in großen Töpfen oder Kübeln kultivieren.

Pflege und Düngung

Die Pflege gestaltet sich einfach. Der Boden ist feucht, unkrautfrei und locker zu halten. Bei den großfrüchtigen Paprikasorten fördert das Ausbrechen der Königsblüte – sie steht in der Gabelung zwischen Haupttrieb und erstem Seitentrieb – das Wachstum und die Fruchtbildung. Wenn sich im Sommer ca. 12 Früchte gebildet haben, kann ein Rückschnitt erfolgen, damit die vorhandene Früchte ausreifen. Zwischen Mitte Juni und August kann eine 2 bis 3malige Düngergabe mit einem organischen Gemüsedünger erfolgen.

Paprika geernetPaprika können unabhängig von der Farbe geerntet werden. (Foto by: © WoGi / fotolia.com)

Ernte

Paprika können unabhängig von der Farbe geerntet werden, wenn sie ihre endgültige Größe erreicht haben. Den höchsten Vitamin- und Vitalstoffgehalt haben sie, wenn sie voll ausgereift sind. Dies erkennt man an der intensiven Farbe, welche in Abhängigkeit von der Sorte von weiß – gelb – orange - rot und bis braun reichen kann. Scharfe Paprika sind erst bei Vollreife zu ernten. Dazu benötigen alle im Freiland gezogenen Paprikasorten viel Sonne.

Konservierung und Verwendung

Paprika kann in Stücke geschnitten und in Wasser oder gewürztem Essigsud eingekocht werden. Vor dem Einlegen in Öl müssen die Paprikastücke gekocht werden, da Öl nicht konserviert, sondern nur luftdicht abschließt. Paprika wird sehr gern roh verzehrt. Dabei wird er sowohl pur als auch in Salaten genossen. Für gekochten, geschmorten, gebratenen, gegrillten oder gefüllten Gemüsepaprika gibt es viele Rezepte. Erwähnenswert ist, dass scharfe Paprikaschoten auch durch Trocknen oder Einlegen haltbar gemacht werden.

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Inhaltsstoffe

Die Hauptbestandteile von Paprika sind Wasser, Kohlenhydrate, Eiweiß und Ballaststoffe. Paprika ist sehr vitaminreich an Vitamin C, A, B1, B2, B6, E und Niacin. Der Vitamin C-Gehalt ist um ein mehrfaches höher als bei einer Zitrone. Die roten Schoten enthalten am meisten Vitamin C und die höchste Menge an antioxidativ wirkendem Provitamin A (Carotinoide).

An Mineralstoffen enthält er Kalzium, Magnesium, Eisen, Kalium und Phosphor. Die sekundären Pflanzenstoffe Rutin, ätherische Öle, Pflanzenfarbstoffe und Capsaicin runden den Inhalt ab. Paprika verlangsamt die Alterungsprozesse, stimuliert das Immunsystem und fördert die Durchblutung.


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