Petersilie

Petersilie gehört zu den am häufigsten in der heimischen Küche verwendeten Küchenkräutern. Sie ist leicht anzubauen und lässt sich sowohl am Küchenfenster, auf Balkon oder Terrasse als auch im Garten erfolgreich kultivieren. Frische Petersilie ist schließlich durch nichts zu ersetzen.

PetersiliePetersilie wirkt verdauungsfördernd und harntreibend. (Foto by: Marie C Fields / shutterstock.com)

Der Anbau von Petersilie ist für alle empfehlenswert – egal ob Anfänger, Gelegenheitskoch oder Experte. Petersilie gibt es in den Varianten glatt oder kraus, wobei die glattere Petersilie etwas intensiver im Geschmack ist. Die Pflanze aus der Familie der Doldengewächse ist recht anspruchslos und bietet die Möglichkeit von Frühjahr bis Spätherbst frische Petersilie im Garten zu ernten. Für den Rest des Jahres kann die selbst angebaute Petersilie auch unkompliziert haltbar gemacht werden.

Anbau, Pflege und Düngung

Die Petersilie liebt einen humusreichen, feuchten Boden. Sie gedeiht am besten in halbschattiger Lage, während pralle Mittagssonne möglichst vermieden werden sollte. In Beeten wird sie in Reihen mit einem Abstand von 15 – 20 cm ausgesät. Im Handel finden sich dafür lose Samen oder Saatbänder. Die Petersilie ist eine zweijährige Pflanze, blüht also erst im zweiten Jahr in Doppeldolden mit gelblich-grüner Farbe. Die Keimdauer beträgt 3-4 Wochen.

Sobald die Pflänzchen groß genug sind, wird der Boden regelmäßig aufgelockert und Unkraut entfernt. Die Petersilie braucht viel Wasser. Bei einem guten, humusreichen Boden ist im ersten Jahr keine Düngung notwendig. Im Frühjahr des zweiten Jahres kann eine Düngung erfolgen. Die Pflanzen sollten regelmäßig auf Ungeziefer untersucht werden, da häufig Blattlausbefall auftritt. Zur Aussaat in Töpfen werden sowohl lose Samen, als auch Saatscheiben verwendet. Die Aussaat in Töpfen ist ganzjährig erfolgreich.

Ernte

Die würzigen Blätter kann man bei Bedarf abschneiden. Dabei sollte man jedoch unbedingt die Herzblätter stehen lassen, denn nur dann erscheinen immer neue Triebe. Im zweiten Jahr können die Blätter nur bis zum Beginn der Blüte geerntet werden, da sich mit der Blüte der Geschmack der Blätter verändert. Dann ist es an der Zeit, die Wurzeln zu ernten. Sie können ebenfalls in der Küche zum Würzen verwendet werden. Lässt man die Petersilie blühen, können die sich entwickelnden Samen ebenfalls geerntet und für die neue Aussaat verwendet werden.

Petersilie auf AufstrichbrotPetersilie eignet sich besonders zu Garnitur und zum Verfeinern. (Foto by: © natalyka / fotolia.com)

Lagerung und Haltbarkeit

Egal ob zum Kochen, Garnieren oder Konservieren – Petersilie sollte immer direkt nach dem Ernten weiter verarbeitet werden. Sie sollte am besten durch Einfrieren konserviert werden, denn durch Trocknen verliert sie einen Großteil ihres Aromas. Zum Einfrieren wird die Petersilie fein gehackt. Friert man ganze, abgetrocknete Blätter locker ein, können sie im Winter zum Garnieren verwendet werden. Wird die feingeschnittene Petersilie mit etwas Wasser in Eiswürfelschalen eingefroren, liegt das Küchenkraut portioniert vor.

Wirkung und Verwendung

Frische Petersilie ist sehr gesund. Der hohe Gehalt an Vitamin C, E und Provitamin A unterstützen das Immunsystem und schützen vor Zellalterung. Außerdem enthält Petersilie größere Mengen an Eisen und Calcium, weshalb ihr regelmäßiger Verzehr sehr empfehlenswert ist. Petersilie wirkt zudem verdauungsfördernd und harntreibend.

Sie eignet sich besonders zur Garnitur und zum Verfeinern von Suppen, Saucen, Fleisch- und Fischgerichten. Um die Vitamine zu erhalten, sollte die frisch gehackte Petersilie erst am Ende der Garzeit zugegeben und nicht mit gekocht werden. Petersilie ist auch ein wichtiger Bestandteil von Kräutermischungen.


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