Pfefferminze

Pfefferminze – diesen Geschmack kennt und erkennt wohl jeder. Das frische Aroma mit einer interessanten Schärfe machen Pfefferminze zu einem beliebten Gewürz, das vor allem aber nicht nur im Sommer Frische in ein Gericht bringt.

PfefferminzePfefferminze kommt frisch zum Einsatz, wird aber auch haltbar gemacht. (Foto by: joloei / shutterstock.com)

Die Pfefferminze gehört zur großen Familie der Minzen. Sie hat vor allem in Mitteleuropa eine lange Tradition und erfreut sich größter Beliebtheit. Die auf natürliche Art und Weise entstandene Kreuzung aus verschiedenen Minzearten zeichnet sich durch eine im Vergleich zu den anderen Minzen besondere Wirkstoffzusammensetzung aus. Dadurch bringt sie nicht nur das minzetypische frische Aroma mit sondern auch eine leichte Schärfe. Daher auch ihr Name – die „Pfeffer-„Minze. Pfefferminze hat nicht nur eine lange Tradition als Gewürz sondern wird vor allem auch als Heilpflanze intensiv genutzt.

Anbau, Pflege und Düngung

Pfefferminze kann sowohl im Topf auf der Fensterbank, dem Balkon oder der Terrasse als auch im Garten gezogen werden. Der Standort sollte halbschattig bis schattig sein. Minze braucht einen lockeren, nährstoffreichen Boden. Daher empfiehlt es sich, den Boden vor dem Pflanzen mit Komposterde aufzuwerten. Die Vermehrung erfolgt optimal durch Stecklinge oder Pflanzenausläufer. Letztere werden von den Minz-Pflanzen reichlich gebildet.

Da die Ausläufer in einem Beet häufig zu Problemen führen, ist es vorteilhaft, schon vor dem Pflanzen eine Wurzelsperre zu setzen. Da Minzen einen sehr hohen Nährstoffbedarf haben und das Wurzelgeflecht sehr dicht wird, ist es ratsam, die Pflanzen alle 3 Jahre an einen anderen Standort zu setzen. Auch die Minze im Topf oder Kübel muss spätestens nach 3 Jahren umgetopft und mit frischer Erde versehen werden. Minze benötigt viel Wasser. Durch einen regelmäßigen Schnitt hält man die Pflanze licht und sorgt für eine gute Qualität der Blätter.

Ernte

Pfefferminze kommt frisch zum Einsatz, wird aber auch haltbar gemacht. Geerntet werden die jungen Blätter und Triebe vor Blühbeginn. Soll Pfefferminze getrocknet werden, schneidet man zum gleichen Zeitpunkt die ganzen Stängel ab und erreicht zugleich den gewünschten Pflegeschnitt.

Lagerung und Haltbarkeit

Pfefferminze kann zur Haltbarmachung getrocknet werden. Dazu werden bei einer niedrigen Temperatur die abgezupften oder abgeschnittenen Blätter getrocknet. Es ist auch üblich die Stängel mit den Blättern zu bündeln und an der Luft zu trocknen. Nach dem Trocknen werden die Blätter vom Stiel abgestreift und in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt. Blätter der Minze lassen sich auch durch Einfrieren konservieren.

Ätherisches PfefferminzölÄtherische Öle unterscheiden sich zwischen Arznei- und Gewürz-Pfefferminze. (Foto by: © Sea Wave / fotolia.com)

Wirkung und Verwendung

Minzen haben eine lange Tradition als Heilpflanzen. Die Pfefferminze an sich ist aber erst seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Seitdem hat sich ihre medizinische Wirksamkeit aber mehrfach gezeigt und bewiesen. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Labiaten-Gerbstoffe und Flavonoide. Der Gehalt an ätherischen Ölen unterscheidet sich stark zwischen Arznei-Pfefferminze und Gewürz-Pfefferminze. Letztere enthält häufig sehr wenig ätherisches Öl.

Weil das aber für den intensiven Geschmack verantwortlich ist, muss hier deutlich mehr Pfefferminze verwendet werden, um die gleiche Gewürzkraft zu erreichen. Pfefferminze steigert die Produktion der Gallensäfte und wirkt krampflösend bei Magen-Darm-Beschwerden. Pfefferminzöl ist ebenfalls stark wirksam bei Kopfschmerzen und Migräne. In der Küche wird Pfefferminze vor allem zum Verfeinern von Süßspeisen und Desserts eingesetzt. Auch Süßigkeiten und Getränke werden häufig mit Pfefferminze aromatisiert.


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