Pflanzenschutz im Obstbau

Monatelang gehegt und gepflegt – und kaum steht die Ernte an, sind sie da – die Schädlinge! Egal ob Insekten, Pilze, Bakterien oder Viren, sie alle bedrohen Früchte und die Obstgehölze an sich. Pflanzenschutz ist also unverzichtbar im Obstanbau.

PflanzenschutzmittelZur Schädlingsbekämpfung kommen Pestizide zum Einsatz. (Foto by: © Netzer Johannes / fotolia.com)

Pflanzenschutzmittel

Unsere Obstkulturen wie beispielsweise Steinobst, Kernobst oder Beerenobst werden das ganze Jahr über durch Gefahren wie verschiedenes Getier bedroht. Dazu zählen Tiere wie unterschiedliche Insekten, Mäuse, Kaninchen oder Hasen. Außerdem können auch Krankheiten wie besonders häufig Pilzkrankheiten und Viruskrankheiten unsere Obstkulturen bedrohen.

Durch wachsames Beobachten der Pflanzen lassen sich rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Zur Verfügung steht eine Vielzahl von chemischen Präparaten. Aber auch die Natur liefert viele Möglichkeiten, den Pflanzen vorbeugend Gutes zu tun oder bereits aufgetretene Schädlinge und Krankheiten zu bekämpfen.

Häufig sind die biologischen Methoden aufwendiger, werden aber von vielen Hobby-Gärtnern bevorzugt. Denn wer Obst selbst anbaut, legt meist Wert auf gesunde und pestizidfreie Früchte. Durch sinnvolles vergesellschaften von bestimmten Pflanzenarten untereinander, lassen sich manche Insekten vom Angriff auf die Obstgehölze abhalten.

Zuverlässig - Pestizide

Es kommen zur Bekämpfung von Schädlingen oder Krankheiten die so genannten Pestizide zum Einsatz. Zu den Pestiziden gehören sowohl die Pflanzenschutzmittel, als auch die im Bereich der Schädlingsbekämpfung eingesetzten Biozide. Die Pestizide werden nach ihrem Zieleinsatz bei Pflanzenkrankheiten wie folgt unterteilt:

  • Bakterizide gegen bakterielle Krankheiten
  • Fungizide gegen Pilzkrankheiten wie Mehltau, Birnenrost
  • Viruzide gegen Viren wie Mosaikvirus

Zur Schädlingsbekämpfung werden beispielsweise Insektizide gegen Insekten wie Blattläuse, Akarizide gegen Milben, Muluskizide gegen Schnecken, Nematizide gegen Fadenwürmer und weitere Arten eingesetzt. Erwähnt seien natürlich auch die Herbizide, die zu Vernichtung unerwünschter Pflanzen verwendet werden.

Anwendung von Pestiziden

Beim Einsatz aller Pestizide, gleichgültig ob auf chemischer oder pflanzlicher Basis ist immer zu beachten, dass die enthaltenen Wirkstoffe nicht nur auf die Zielorganismen wirken, sondern auch andere Lebewesen oder Pflanzen beinträchtigen können. Die Wirkstoffe gelangen über Luft, Wasser, Pflanzen (Obst, Gemüse, Tierfutter) in die Nahrungskette und können Tier und Mensch schädigen.

SpritzbrühenDie Konzentration von Spritzbrühen darf nicht zu hoch sein. (Foto by: © Hemeroskopion / fotolia.com)

Deshalb ist es sehr wichtig, beim Einsatz einige Grundregeln zu beachten: Die Konzentration von Spritzbrühen und die ausgebrachte Menge pro Quadratmeter oder Pflanze darf nie höher sein als vom Hersteller angegeben. Gleiches trifft für ausgestreute Feststoffe wie zum Beispiel Schneckenkorn oder „Giftweizen“ zur Maus- oder Wühlmausbekämpfung zu. Reste von Insektiziden sind fachgerecht zu entsorgen und dürfen keinesfalls ins Abwasser gelangen.

Beim Arbeiten mit Pestiziden sind vorgegebene Schutzmaßnahmen wie Schutzhandschuhe, Schutzbrille und langärmlige Kleidung einzuhalten. Vorratspackungen müssen sicher und verschlossen in Originalgebinden aufbewahrt werden.

Biologisch vorbeugen

Vorbeugend hat sich eine ganze Reihe von Maßnahmen bewährt. So werden gesunde, starke Pflanzen weniger von Krankheiten befallen. Eine gute Nährstoffversorgung, guter Pflanzenschnitt bei Obstbäumen und Beerensträuchern sorgen für starke Pflanzen. Durch Besprühen mit Pflanzenjauche aus Brennnesseln, Schachtelhalm und Holunderblatt werden die Obstpflanzen ebenfalls gekräftigt.

Auch das Anbringen von Nistkästen kann helfen, das Ansiedeln einiger Vogelarten zu fördern, welche dann beitragen, bestimmte Insekten zu dezimieren. Für Marienkäfer und Tausendfüßler sollten geeignete Unterschlupfmöglichkeiten wie mit Holzwolle gefüllte Blumentöpfe mit der Öffnung nach unten aufgehängt werden. Diese Beispiele zeigen, dass ökologischer Gartenbau bereits damit beginnt, durch sinnvolle Gartengestaltung den Verbleib von Nützlingen in unseren Gärten zu fördern.


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