Pflegetipps für Silber und Edelstahlbesteck

18.01.2013 von | 0 Kommentare

Dank des Edelstahls, aus dem ein Großteil des Bestecks heutzutage besteht, ist die Besteckpflege viel einfacher als früher. Damit Ihr Essbesteck lange glänzt und Sie es viele Jahre benutzen können, haben wir die wichtigsten Tipps zu Pflege und Co. zusammengetragen.

Glänzendes BesteckBei der Reinigung von Edelstahlbesteck gibt es einiges zu beachten. (Foto by: © Kenishirotie / fotolia.com)

Das Material ist robust und aufgrund des häufig beigemischten Chroms und Nickels (beispielsweise gekennzeichnet durch die Markierung 18/10 für 18 % Chrom und 10 % Nickel) meist auch gegenüber Korrosion sehr widerstandsfähig.

Dennoch hält auch der beste Edelstahl nicht uneingeschränkt allen Belastungen im Haushalt stand. Da wirklich gutes Besteck zudem durchaus teuer sein kann, sollten Sie auf einige grundsätzliche Dinge achten, damit es Ihnen lange erhalten bleibt. Beispielsweise greifen die in vielen Lebensmitteln enthaltenen Säuren und Salze das Material schnell an und können es auf Dauer beschädigen. Nach Möglichkeit sollten Sie Ihr Besteck demnach direkt nach der Verwendung reinigen und nicht erst einweichen oder längere Zeit liegen lassen. Das hat auch den Vorteil, dass Essensreste keine Chance haben, einzutrocknen.

Abwaschen: per Hand oder in der Spülmaschine?

Beim Abwaschen des Bestecks stellt sich zunächst die Frage: Spülmaschine oder Handwäsche? Grundsätzlich ist das Reinigen in der Spülmaschine aggressiver als der schonendere Handabwasch. Schnell ist das Spülmittel falsch dosiert und kann das Besteck angreifen. Daher sollten Sie bei der Dosierung auf Hinweise im Handbuch der Spülmaschine oder auf Kennzeichnungen auf der Spülmittelflasche achten. Entscheidend ist auch, ob das Material, aus dem das Besteck besteht, überhaupt spülmaschinentauglich ist.

Holz sollten Sie stets nur per Hand reinigen und im Anschluss gründlich abtrocknen. Das gilt auch für Metallteile, die einen Holzgriff haben. Beachten Sie bitte, dass durch Zugabe rostiger Besteckteile in die Spülmaschine so genannter Flugrost entstehen und sich auf dem restlichen Besteck ablagern kann. Dieser lässt sich zwar wieder entfernen, allerdings können Sie sich diese Mühe auch ersparen. Obwohl die meisten Besteckteile mit dem Waschen in der Spülmaschine mittlerweile keine Probleme mehr haben, hat diese Methode dennoch auch Nachteile. Neben dem angesprochenen Flugrost werden die verschmutzen Teile oft über eine längere Zeit in dem Spülkasten liegen gelassen, bevor die Maschine eingeschaltet wird. Während dieser Zeit wird das Material von den Essensresten angegriffen.

Beim Abwaschen per Hand sollten Sie wiederum darauf achtgeben, keine rauen Schwämme oder gar Drahtbürsten zu verwenden, da dies zu Kratzern auf dem Metall führen kann.

Richtige Pflege für Silberbesteck

Auch wenn Edelstahl Silber als bevorzugtes Material für Bestecke weitestgehend abgelöst hat, wird das edle Metall in vielen Haushalten auch heute noch gerne zu besonderen Anlässen hervorgeholt. Leider hat es den Nachteil, dass dessen Pflege sich als schwieriger erweist als es beim Edelstahl der Fall ist. Besonders weil Silber dazu neigt anzulaufen, ist der Umgang damit oft mit einem gewissen Aufwand verbunden. Da das Anlaufen des Metalls durch eine Reaktion mit Schwefelverbindungen aus der Luft bedingt ist, die bei einer falschen Lagerung entsteht, ist der beste Pflegetipp noch immer: regelmäßige Nutzung und Reinigung.

Soll das edle Metall dennoch für längere Zeit aufbewahrt werden, dann gelingt das am besten mit einem speziellen Tuch, das dem Besteck einen Anlaufschutz verleiht. Jedoch weisen auch einige Speisen einen hohen Schwefelgehalt auf – deshalb sollten Sie beispielsweise gerade bei Eiern lieber auf Edelstahl- oder Plastikbesteck zurückgreifen.

Falls das Silber bereits angelaufen ist, ist das kein Grund, die edle Ware wegzuwerfen. Sie haben gleich mehrere Möglichkeiten, dem Besteck wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Neben speziellen Pflegemitteln haben sich mit der Zeit auch einige Hausmittel für diesen Zweck bewährt.

Für eines der erfolgreichsten Methoden benötigen Sie lediglich drei Dinge:

  • heißes Wasser
  • Salz
  • Alufolie

Zu dem kochenden Wasser in einer Schüssel oder einer Kunststoffwanne werden einfach einige Esslöffel Salz und dazu ein wenig Alufolie gegeben. Im Anschluss legen Sie das angelaufene Silber in das Wasser und achten darauf, dass es die Alufolie berührt. Durch eine chemische Reaktion gibt das Silber die ungewünschten Rückstände nach einiger Zeit an das Aluminium ab und glänzt wieder wie neu.

In der Spülmaschine gilt: Edelstahl und Silber stets getrennt reinigen (z.B. in einem Besteckkasten)! Das Silber hat eine weitaus weichere Oberflächenstruktur als Edelstahl und kann beim Kontakt mit selbigem leicht Schaden nehmen und seinen Glanz einbüßen. Darüber hinaus ist auch nicht jedes Silber für die Spülmaschine geeignet. Erkundigen Sie sich daher im Vorfeld beim Hersteller oder achten Sie auf entsprechende Kennzeichnungen.


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