Piment

Wer Piment noch nicht kennt, sollte dieses aromatische Gewürz besser schnell einmal erforschen. Ansonsten könnten ihm zahlreiche Gaumenfreuden entgehen, die ohne Piment gar nicht möglich wären. Egal ob im Sauerbraten oder in der typischen Weihnachtsbäckerei – Piment gehört einfach mit dazu.

Piment PfefferDie unreifen Früchte des Piment enthalten ätherische Öle. (Foto by: © Sergii Moscaliuk / fotolia.com)

Piment ist unter zahlreichen weiteren Bezeichnungen bekannt, beispielsweise als Nelkenpfeffer, Jamaikapfeffer oder als Gewürzkorn. Es handelt sich dabei um einen Baum, der bis zu 15 m hoch wachsen kann. Schon der Baum verströmt einen angenehm pfeffrigen und leicht zimtigen Duft.

Die Frucht des Piment-Baums weist eine rote bis dunkelbraune Farbe auf. Geerntet wird sie im unreifen Zustand, da sie immer mehr an Aroma verliert, je reifer sie wird. Die Pimentkörner, die die enorme Würzkraft besitzen, reifen im Inneren der Frucht heran und weisen eine zunächst grünliche und schließlich bräunliche Farbe auf. Die Beeren werden sonnengetrocknet.

Herkunft & Saison

Schon die Azteken kannten Piment und wussten um seine aphrodisierende Wirkung. Erst im 16. Jahrhundert wurde das Gewürz durch die Seefahrer nach Europa gebracht. Heute stammt ein Großteil der Pimentproduktion aus Jamaika. Hierzulande ist das Gewürz durch Importe das ganze Jahr über erhältlich.

Geschmack

Piment schmeckt relativ scharf, teilweise fast brennend. Außerdem finden sich verschiedenste Geschmacksnuancen vor, von süßlichem Zimt und Nelken bis hin zu Muskat.

Verwendung in der Küche

Piment ist in der karibischen, indischen und arabischen Küche zuhause. Aber auch bei unseren heimischen Speisen kommt es häufig zum Einsatz, bei der Herstellung von Wurst und in verschiedenem Gebäck rund um die Weihnachtszeit. Auch in Glühwein und anderen weihnachtlichen Gerichten kommt Piment zum Einsatz.

In zahlreichen Curry-Gewürzmischungen spielt Piment eine wichtige Rolle. Piment ist sogar Teil zahlreicher Liköre und Magenbittern. Am besten schmeckt Piment, wenn er frisch gemahlen wird. Dafür eignet sich eine herkömmliche Pfeffermühle am einfachsten, aber auch mit einem Mörser ist das schnell erledigt. Allerdings ist Piment in Pulverform maximal ein halbes Jahr lagerfähig, danach verliert es an Aroma.

Wirkung

Piment wirkt positiv auf die Verdauung und kurbelt sie an. Wer unter Blähungen leidet, kann mit Piment ebenfalls Abhilfe schaffen. Das Gewürz kann beleben und die Nerven stärken. Man sagt dem Gewürz außerdem eine beruhigende Wirkung nach.


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