Registrierkassen in der Gastronomie

Ab 01.01.2016 setzt die Regierung die Registrierkassenpflicht ein, gegen Umsatzsteuerbetrug. Aufrüstungskosten für Betriebe mit aktueller Software und Smartcard belaufen sich auf ca. 200 bis 300 Euro.

RegistrierkassenRegistrierkassen dienen zur Abrechnung von Bargeldzahlung und Ausstellung von Belegen (Foto by: photology1971 / fotolia.com)

Die ursprüngliche Idee bei der Erfindung der Registrierkasse war das Verhindern von Diebstählen durch Angestellte. James Ritty hatte 1879 die erste Bargeldschublade gebaut, seitdem ist sie von der Kassentheke nicht mehr wegzudenken.

Die Registrierkasse hat sich seit ihrer Erfindung enorm weiterentwickelt. Inzwischen ähnelt sie stark einem Computer, ist mit anderen Systemen vernetzt und kann deutlich mehr erledigen als das pure Aufbewahren von Bargeld.

Registrierkassen werden unter anderem eingesetzt:

- zur Registrierung von Verkäufen
- zum Drucken von Kundenbelegen
- für die Bargeldaufbewahrung
- für den bargeldlosen Zahlungsverkehr
- zur Benutzeridentifikation (zum Beispiel durch ein Kellnerschloss).

Häufig sind sie mit Touchscreens ausgestattet, bei denen hinter den zu drückenden "Buttons" zentral programmierte und hinterlegte Informationen gespeichert sind.

In der Gastronomie wird eine Kasse meist nicht als reine Registrierkasse eingesetzt. Das Aufnehmen der Bestellung, Zuweisen der gewünschten Getränke und Essen an die verschiedenen zubereitenden Stellen, koordiniertes Ausgeben an die Bedienung für das zeitgleiche Servieren aller Gäste am Tisch - all das kann eine Kasse heutzutage meist problemlos erledigen. In einem weiteren Schritt können die jeweiligen Daten an ein Warenwirtschaftssystem übergeben werden, um notwendige Nachbestellungen bei Händlern und Zulieferern zu initiieren.

Für den Chef bietet eine gute, elektronische Registrierkasse einen weiteren Vorteil: Er weiß, wer was wann an der Kasse gemacht hat. Sei es Bestellung aufnehmen, Tische zusammenlegen oder abkassieren, mit einem Kellnerschloss kann jede Aktion eindeutig einer Person zugeordnet werden.

Doch nicht nur für den Bestell- und Serviceablauf oder die Warenwirtschaft werden Registrierkassen eingesetzt. Als Service für die Kunden ermöglichen die Kassen zum einen das Drucken von detaillierten, unterschiedlichen Bons sowie das Nachverfolgen der erfassten Details auf einem Kundendisplay.

Die in Österreich erlassene Kassenrichtlinie verpflichtet Gastronomen, alle Transaktionen korrekt und detailliert zu dokumentieren. Ganz gleich welche Art von Registrierkasse eingesetzt wird, eine umfängliche Prüfbarkeit und Kontrollfähigkeit der erfassten Daten und verwendeten Belege ist zwingend erforderlich. Einige sehr einfache, vor allem ältere Registrierkassen erfüllen diese Kriterien nicht komplett, es sollte daher bei betroffenen Gastronomen darüber nachgedacht werden, diese durch eine modernere Version zu ersetzen.


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