Kärnten - regionale Spezialitäten

In diesem Bundesland sind nicht nur die verschiedenen Seen sehenswürdig, sondern auch die kärntnerische Küche ist einen Versuch wert. Diese besteht generell aus Getreide, Milchprodukte und Fleisch und wurde hauptsächlich durch die Nähe zu Italien und Slowenien geprägt. In diesem Artikel finden Sie Rezepte und diverse Informationen über die Küche von Kärnten.

Allgemeines zur Küche von Kärnten


Kärnten - regionale SpezialitätenDie verschiedenen Gerichte bestehen hauptsächlich aus Getreide, Milchprodukten und Fleisch und generell ist diese Küche sehr facettenreich und vielfältig (für jeden Geschmack ist etwas dabei).

Einige typische Gerichte aus Kärnten sind: die Kärntner Kasnudeln, die Schlickkrapfen, Ritschert, die Klachlsuppe, die Kirchtagssuppe, Frigga, der Reindling, der Most (aus St. Paul und Villach), die Kärtner Kletzennudeln und die Kärntner Fleischnudeln. Besonders hervorzuheben sind die Kärntner Kasnudeln. Diese werden in Kärnten als Nationalspeise gehandelt und verehrt.

Einflüsse auf die kärntnerische Küche
Die kärntnerische Küche wurde durch die Länder Italien und Slowenien stark beeinflusst und daher findet man in dieser verschiedene Gerichte, die jenen aus diesen Nachbarländern sehr ähneln. Generell ist die kärntnerische Küche aber bodenständiger, deftiger und traditioneller und den Ursprung der meisten Kochrezepte findet man in der typischen Bauernküche (früher wurde in dieser Region meist nur jene Lebensmittel verspeist, die das Land hervorgebracht hat).


Einige Rezepte für die typische, kärntnerische Küche


Die Kärntner Kirchtagssuppe
Dieses Gericht besteht aus magerem Rindfleisch (250 g), Schaffleisch (250 g), ¼ Suppenhuhn, je 50 g Milz und Leber, einige Knochen, 1 ½ Liter Wasser, Wurzelwerk (100 g), einer kleinen Zwiebel, Pfefferkörner, Nelken, Safran, einem Salbeiblatt, Ingwer, Basilikum, Salz, ¼ Sauerrahm, einem Dotter, einem Esslöffel Mehl, einem Schuss Weißwein und ca. 100 g Brotwürfel (geröstet).

Die verschiedenen Fleischsorten sollten mit kaltem Wasser (plus Gewürze und Wurzelwerk) langsam gekocht werden (bis das Fleisch weich ist), anschließend nimmt man dieses aus dem Wasser heraus und schneidet es auf. Der Sauerrahm, der Dotter und das Mehl werden miteinander vermischt und in die Suppe eingekocht (vorher sollte diese abgeseiht werden). Nach diesem Vorgang wird das Fleisch wieder der Suppe beigefügt. Am besten schmeckt sie wenn man Brotwürfel anröstet und diese auf die Suppe gibt - die Kirchtagssuppe kann mit Wein verfeinert werden.

Gailtaler Kirchtagsbraten
Für diesen Braten benötigt man, einen halben Kilo ausgelöstes Kalbs- oder Schafsfleisch (oder Schweinsbrust), einem Teelöffel Salz, zwei Esslöffel Fett, Basilikum (1/4 Teelöffel), Salbei (1/4 Teelöffel), Estragon (1/4 Teelöffel), Zitronenmelisse (1/4 Teelöffel), Wasser und ¼ Sauerrahm. Die Fülle besteht aus gekochtem Beuschel (400 g), eine gekochte Schweinezunge, Milz (50 g), Schwarzbrot (50 g), einem Ei, Knoblauch, Petersilie und Basilikum.

Man sollte das Fleisch bzw. das Bruststück in vier gleich große Teile schneiden (auseinanderlegen, fingerdick). Anschließend werden diese Stücke gesalzen und mit der Fülle bestrichen (zusammenrollen und seitlich z.B. mit einem Zahnstocher zusammenstecken). Nach diesem Vorgang werden die Fleischrollen in heißem Fett angebraten. Danach fügt man Wasser hinzu (aufgießen und gar dünsten) und der übrig gebliebene Saft wird mit dem Sauerrahm verfeinert.

Der Metnitztaler Schmalzmuas
Vorerst erstellt man einen Reibgerstlteig: dieser besteht aus Mehl (200 g), einem halben Teelöffel Salz, einem Ei, zwei Esslöffeln süßem Rahm, einem halben Liter Milch, Butter (100 g), Weinbeeren (100 g), Zucker (50 g) und Zimt.

Das Mehl, das Salz, das Ei und der Rahm werden miteinander vermischt und anschließend wird die Masse geknetet bis ein Teig entsteht. Nach diesem Vorgang reibt man den Teig zu einer groben Reibgerstl (oder hackt diesen mit einem Messer fein und lässt alles übertrocknen). In einer Kasserolle werden Milch, Salz und Butter gekocht und anschließend rührt man den geriebenen Teig ein und lässt diese Mixtur für eine Stunde (zugedeckt) bei geringer Hitze ausdünsten (nach einer halben Stunde sollte man mit einer Gabel, die Hälfte des Zuckers und der Weinbeeren darunter geben). Wenn die gesamte Flüssigkeit verdampf/verdunstet ist, kann man das Gericht mit Zucker und Zimt bestreuen - zu diesem passt vor allem ein gut aufgeschäumter Milchkaffee.

Die Kärntner Nudeln
Dieses typische Gericht aus Kärnten besteht aus einer Fülle - diese wird aus 500 g Kartoffeln, 500 g Topfen, einem Teelöffel Salz, Minze (ein Teelöffel), Kerbelkraut (ein Teelöffel), Petersilie (ein Teelöffel), Porree (ein Teelöffel) und Majoran (ein Teelöffel) hergestellt.

Die Kräuter sollten fein gehackt werden, die Kartoffeln in der Schale kochen (heiß schälen) und durchpressen. Diese werden noch heiß zu den anderen Zutaten gegeben (die Mischung gut durchkneten). Wenn man mit dem Teig fertig ist sollte man aus diesem kleine Kugeln formen.


Weitere besondere Rezepte sind:


Die Mölltaler Kassuppn
Für dieses Gericht benötigt man Mehl, ein Ei, Salz, Molke, Kümmel, Sauerrahm und Schwarzbrotschnitten. Die Suppe ist sehr herzhaft und am besten verwendet man traditionelles Schwarzbrot.

Der Kärntner Schweinsbraten
Für den Braten verwendet man einen Schopfbraten, Salz, Knoblauch, Thymian, Kümmel und Wasser. Zu diesem Gericht passen vor allem gekochte Kartoffeln oder Sauerkraut.

Der Lavanttaler Leberlan
Vorerst wird ein Germteig hergestellt - dieser besteht aus Weizenmehl (300 g), Germ (20 g), einem halben Teelöffel Salz und Wasser oder Milch (1/8 Liter). Für die Fülle verwendet man 500 g gekochtes Beuschel (oder Schweinefleisch), 100 g rohe Leber, 30 g Fett, 50 g Zwiebeln, einen halben Teelöffel Salz, Basilikum (einen halben Teelöffel), Majoran (einen halben Teelöffel), eine Knoblauchzehe, ein Schweinsnetz (oder 50 g Fett) - dieses Gericht ist sehr deftig und herzhaft.


Nicht nur die Seen und die schöne Landschaft in Kärnten können einen begeistern, sondern auch die verschiedenen Köstlichkeiten die dieses Bundesland zu bieten hat. Daher sollte man dieser Region einen Besuch abstatten und ausgedehnt schlemmen und sich durch die diversen Spezialitäten ausgiebig verwöhnen lassen.

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