Auberginen (Melanzani)

Auberginen begeistern durch ihre violette Farbe. Da sie kaum einen eigenen Geschmack haben, machen sie sich beinahe in jedem Gericht gut. Damit der Gaumenschmaus perfekt wird, sollten jedoch bei der Verarbeitung einige Dinge beachtet werden.

Auberginen (Melanzani)Auberginen sind auch unter vielen anderen Namen bekannt, unter anderem als Eierfrucht, Eierpflaume, Melanzane oder Spanische Eier. Die bei uns üblichen Auberginen sind dunkelviolett gefärbt und können bis zu 40 cm lang werden. Es gibt Sorten, die die Form eines Eis haben, woher auch die Bezeichnung Eierfrucht stammt. Die Auberginen besitzen im Inneren ein weißliches Fruchtfleisch und eine eher schwammige Konsistenz. Die kleinen Kerne im Inneren können problemlos mitgegessen werden.


Herkunft


Die Auberginen kommen eigentlich aus Indien, sind aber bereits seit dem 17. Jahrhundert auch in unseren Breiten heimisch. Auberginen brauchen sehr viel Sonne, weshalb sie vor allem in den Mittelmeerländern angebaut werden. Besonders Italien und Spanien gehören zu den Hauptanbauländern. Neben den tropischen und subtropischen Klimazonen bietet sich teilweise auch das gemäßigte Klima für den Anbau an.


Saison


Von Mai bis September kann der Auberginenbedarf in Österreich teilweise durch den eigenen Anbau abgedeckt werden. Das ganze Jahr über wird das leckere Gemüse aus den europäischen Mittelmeerländern importiert. Besonders in den Wintermonaten wird die Versorgung auch durch Importe aus Israel und von den Kanarischen Inseln sichergestellt.

Eine reife Aubergine sollte auf leichten Druck mit dem Finger ein wenig nachgeben. Gibt die Schale sehr nach, ist die Aubergine wahrscheinlich überreif und sollte nicht mehr gekauft werden. Auch Flecken oder Verfärbungen auf der Schale oder am Grün lassen auf eine nicht mehr genießbare Eierfrucht schließen.


Geschmack


Die Aubergine selbst hat keinen ausgeprägten Eigengeschmack. Sie nimmt vielmehr den Geschmack des Gerichts an, von dem es Bestandteil ist.


Verwendung in der Küche


Auberginen können teilweise ein wenig bitter schmecken, wobei dies dank neuer Züchtungen immer weniger wird. Trotzdem ist es nach wie vor gang und gäbe, dass Auberginen vor der Verarbeitung gesalzen werden, da das Salz der Aubergine die Bitterstoffe entzieht.

Auberginen sind ein klassischer Bestandteil des berühmten französischen Ratatouilles. Ebenfalls ein beliebtes Auberginengericht ist Moussaka, der griechische Auberginen-Kartoffel-Hackfleisch-Auflauf. Es lässt sich feststellen, dass Auberginen häufig Bestandteil von Hauptgerichten sind – als Beilage werden sie hingegen nicht so häufig verarbeitet.


Aufbewahrung/Haltbarkeit


Auberginen werden am besten kühl und dunkel gelagert. Allerdings ist es ihnen im Kühlschrank zu kalt, etwa zehn Grad sind optimal. Auf diese Weise gelagert halten sie rund eine Woche. Im Kühlschrank bekommen die Auberginen unansehnliche Flecken. Wenn es ihnen jedoch zu warm ist, wird der Reifeprozess beschleunigt und die Melanzani verderben schnell. Am besten werden Auberginen alleine gelagert. Wenn sie beispielsweise mit Äpfeln oder Tomaten zusammenkommen, verderben sie sehr schnell.


Nährwert/Wirkstoffe


Auberginen haben einen hohen Gehalt an Vitamin A, Kalzium, Natrium und Vitamin C. Auberginen dürfen auf keinen Fall unreif gegessen werden, da die Eierfrucht Solanin enthält, das giftig ist. Deshalb sollten Auberginen auch stets gegart werden, damit der Giftstoff zerstört wird. Auberginen sind bei Darmerkrankungen und Nierenleiden sehr gut zur Linderung und Entzündungshemmung geeignet. Sie kurbeln die Verdauung an. Allerdings können Magengeschwüre dadurch noch verschlimmert werden.

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