Riesenbovist

Der Riesenbovist ist ein sehr ergiebiger Speisepilz. Bei einem Gewicht von bis zu 25 kg ist das auch kein Wunder. Oft genug „stolpert“ man eher zufällig über ihn, denn er wächst bevorzugt inmitten großer Wiesen und Weiden.

RiesenbovistDer Riesenbovist ist ein ergiebiger und schmackhafter Speisepilz. (Foto by: Carausius / iStock.com)

Der Riesenbovist ist auch unter der Bezeichnung Riesenstäubling bekannt. Besonders durch seine außergewöhnliche Größe sticht er sofort aus allen anderen Pilzarten hervor. Der Riesenbovist wurde der Ordnung der Blätterpilze zugeordnet, obwohl er keine Lamellen, keinen Hut und keinen Stiel besitzt.

Aussehen

Der Riesenbovist dürfte zu den größten Speisepilzen gehören, die es gibt. Er kann einen Durchmesser von bis zu 60 cm erreichen. Auch ein Gewicht von 25 kg und mehr ist keine Seltenheit. Der Riesenbovist ist entweder rund oder abgeflacht rund. Solange er noch jung ist, weist er eine weiße oder cremeweiße Farbe auf, später verwandelt er sich über gelb bis hin zu braun.

Als junger Pilz weist der Riesenbovist ein sehr festes Fleisch auf, das jedoch immer fester wird. Der Riesenbovist verfügt über eine innere und eine äußere Hautschicht. Die Innere ist farblich wie die Außenhülle erst weiß und später gräulich bis bräunlich. Sie ist zerbrechlich und zerfällt mit zunehmendem Alter zusehends. Der Riesenbovist besitzt keinen Stiel und ist direkt mit den Myzel-Strängen verbunden. Später löst er sich von ihnen und kann dann auch „umherrollen“.

Herkunft & Saison

Der Riesenbovist ist in Wiesen und Weiden zuhause und bevorzugt Standorte, an denen Gras wächst. Der Boden sollte Stickstoff enthalten und sauer sein. Es handelt sich beim Riesenbovist um einen verbreiteten Speisepilz, der bevorzugt von August bis Oktober gesammelt werden kann.

Geschmack

Der Riesenbovist ist ein ergiebiger und schmackhafter Speisepilz. Wenn das Fruchtfleisch gelb wird, entwickelt er Bitterstoffe und ist für den Verzehr nicht mehr geeignet.

Verwendung in der Küche

Der Riesenbovist sollte gesammelt werden, wenn er noch ein weißes Fleisch aufweist. Wenn sich das Fruchtfleisch bereits gelblich verfärbt, sollte er nicht mehr verzehrt werden. Er entwickelt dann ein bitteres Aroma. Typischerweise wird der sehr große Pilz in Scheiben geschnitten, die wie ein Schnitzel zubereitet werden können. Hierzu können sie problemlos auch paniert werden. Vorher zieht man jedoch die Haut ab.


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User Kommentare

miksch
miksch

ich abe gehört daß es nach dem regen eine menge schwammerl gibt, jetzt fahre ich in den walld und suche welche, bin gespannt ob ist sie überlebe

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