Rosmarin

Rosmarin mit seinem unverkennbaren, intensiven Geschmack und dem unvergleichlichen Aroma sollte in keiner Küche fehlen. Er ist zudem recht leicht in Töpfen und Kübeln zu kultivieren und bei jedem Kräuterliebhaber vorhanden sein.

RosmarinRosmarin verwendet man sowohl frisch, als auch getrocknet. (Foto by: tomertu / shutterstock.com)

Rosmarin gehört zur Familie der Lippenblütler, welche für ihren hohen Gehalt an ätherischen Ölen bekannt sind. Seine außergewöhnliche Struktur mit den nadelartigen Blättern, seine interessante Optik mit den kleinen weißlich-blassblauen oder rosa Blüten und seine unglaubliche Vielseitigkeit machen den Rosmarin zum beliebten Küchenkraut. Der Anbau ist vergleichsweise unkompliziert. Rosmarin findet frisch vom Busch gezupft ganzjährig Anwendung in der Küche.

Anbau, Pflege und Düngung

Der immergrüne Halbstrauch ist in den Mittelmeerländern weit verbreitet. Er ist aber leider nicht winterhart. Das bedeutet, dass es in unseren Breiten ratsam ist, den Rosmarin als Topfkultur zu ziehen. In warmen Lagen und mit ausreichendem Winterschutz kann dieser Strauch auch bei uns im Freien überwintern. Rosmarin liebt karge, sandige, gut durchlässige humose Böden.

Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr durch Stecklinge. Wenn Rosmarin im Topf angebaut wird, braucht er in der Wachstumsperiode etwa alle 3 Wochen eine Düngung. Gut eignet sich flüssiger Mineralstoffdünger. Durch regelmäßiges Schneiden wird eine schöne kompakte Struktur erreicht. Rosmarin sollte in der frostfreien Zeit einen sonnigen Platz im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon finden.

Ernte

Rosmarin verwendet man sowohl frisch, als auch getrocknet. Zum Würzen werden nach Möglichkeit Zweigspitzen und frische Rosmarinblätter verwendet, die bei Bedarf von der Pflanze abgezupft werden. Alternativ wird ein Zweig abgeschnitten und dann die Blätter abgezupft. Für die Konservierung werden Zweige und Zweigteile abgetrennt, wobei aber zu beachten ist, dass der Strauch eine schöne Form behält. Da die Pflanzgefäße mit dem Rosmarin frostfrei überwintern, steht auch im Winter frischer, aromatischer Rosmarin zu Verfügung. Deshalb wird meist nur wenig getrockneter Rosmarin benötigt.

Rosmarin zum VerfeinernBesonders Fleischgerichte profitieren geschmacklich vom Rosmarin. (Foto by: © karepa / fotolia.com)

Lagerung und Haltbarkeit

Die abgeschnittenen Zweiglein werden im Ganzen möglichst rasch getrocknet. Die getrockneten Zweige sollten in einem luftdicht verschlossenen Behälter an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrt werden. Erst bei Bedarf, zum Beispiel zum Würzen, für die Zubereitung von Tee oder als Badezusatz werden die trockenen Blätter vom Zweig abgestreift. Rosmarinzweige können auch in Essig oder Öl eingelegt werden und geben diesen Medien die entsprechende Würze.

Wirkung und Verwendung

Rosmarin weist einen sehr hohen Gehalt an ätherischen Ölen und Gerbstoffen auf. Der intensive, aber auch leicht herbe Geschmack ist der Grund dafür, warum Rosmarin zumeist mit deftigen Speisen kombiniert wird. Besonders Fleisch- und Kartoffelgerichten profitieren geschmacklich vom Rosmarin. Er wirkt zudem verdauungsfördernd und kann so die Verträglichkeit schwerer Gerichte verbessern.

Üblicherweise wird Rosmarin von Beginn an mitgegart, weil seinen Aromen so am besten in die Gerichte übergehen. Rosmarin wird nicht nur zum Kochen und Braten eingesetzt, sondern findet auch Verwendung zum Aromatisieren von Ölen und in Kräuterschnäpsen. Sogar für Kosmetika und in Badezusätzen wird Rosmarin aufgrund seiner belebenden Wirkung hoch geschätzt. Verdünnter Rosmarinspiritus wird als Einreibung bei Verspannungen, rheumatischen Beschwerden oder Prellungen verwendet. Rosmarinrotwein, in kleinen Mengen genossen, soll als Herztonikum wirken.


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