Rot- oder Weißwein?

Soll es ein roter oder ein weißer Wein sein? Das ist die grundsätzliche Frage, wenn es um die Wahl des richtigen Weines geht. Wie Sie sie beantworten können, erfahren Sie hier.

Rot- oder WeißweinRotwein in Maßen getrunken hat eine gesundheitsfördernde Wirkung. (Foto by: © Igor Normann / fotolia.com)

Mit oder ohne Schale?

Rot- und Weißweine unterscheiden sich nicht nur durch die Farbe der Beeren. Auch das Herstellungsverfahren unterscheidet sich. Vereinfacht könnte man sagen: Beim Rotwein kommen die Schalen mit in den Wein, beim Weißwein nicht. Die meisten Farbstoffe sitzen beim Wein nämlich in der Schale. Damit der Weißwein auch wirklich weiß wird, wird nur der reine Saft vergoren. Für die Rotweinherstellung hingegen werden die roten Beeren zuerst abgebeert (von ihren Stielen befreit) und dann gequetscht oder gemahlen. Was dann entsteht ist die Maische, ein Brei aus Fruchtfleisch, Saft, Kernen und eben auch Schalen. Sie wird vergoren und erst danach gepresst. Werden rote Trauben so verarbeitet wie weiße, fehlt dem Wein die kräftige, rote Farbe. Man spricht dann von einem Roséwein.

Die Aroma-Frage

Das unterschiedliche Herstellungsverfahren von Weiß- und Rotwein hat nicht nur Auswirkungen auf die Farbe, sondern auch auf den Geschmack. In den Schalen befinden sich nämlich auch Aromastoffe und Tannine (Gerbstoffe). Rotwein hat mehr davon, man kann sagen, dass er sich durch ein komplexeres Aroma auszeichnet. Die Tannine sind auch der Hauptgrund dafür, dass Rotwein eine längere Reifezeit benötigt als Weißwein. Sie brauchen nämlich eine gewisse Zeit, um ein harmonisches Bouquet zu entfalten. Ein zu junger Rotwein wirkt unausgeglichen, rau und verschlossen. Auch Holz enthält Tannine, daher können Weißweine durch die Lagerung in kleinen Holzfässern weitere Aromen annehmen.

Aber welcher nun?

Rotwein zum EssenFür ein spezielles Gericht spielt das Weinaroma eine große Rolle. (Foto by: © Africa Studio / fotolia.com)

Eine oft zitierte Regel zur Wahl des richtigen Weins lautet: Weißwein zu Fisch und hellem Fleisch, Rotwein zu dunklem Fleisch. Das ist allerdings eine sehr einfache Faustregel, die zwar manchmal zu gelungenen Kombinationen führt, aber nicht immer unüberlegt übernommen werden sollte. Eher stimmig wird es, wenn man sagt, dass der Charakter eines Weines mit den Aromen des Gerichts harmonisieren sollte, für die auch die Zubereitungsart eine Rolle spielen. Besser klappt es, wenn man sich daran hält, zu einem Essen mit geringer Aromenvielfalt komplexe Weine gereicht werden sollten und zu komplexen Gerichten einfache Weine.

Weine aus Österreich

In Österreich wird eine Vielzahl hochwertiger Weine angebaut und getrunken. Sowohl bei Rot- als auch bei Weißweinen findet man eine breite Palette heimischer Weine.

Verbreitete Rebsorten für Weißweine sind:
- Grüner Veltliner
- Welschriesling
- Müller Thurgau
- Weißburgunder
- Riesling
- Chardonnay
- Sauvignon Blanc

Für Rotwein werden vor allem folgende Rebsorten verwendet:
- Zweigelt
- Blaufränkischer
- Blauer Portugieser
- Blauburger
- St. Laurent
- Blauburgunder


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User Kommentare

Tinetrix10
Tinetrix10

Ich mag den Weißwein lieber. Am besten schmeckt mir ein lieblicher.

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