Rotbarsch

Der Rotbarsch fällt durch seine rote Färbung schnell auf – allerdings nur an der Fischtheke und auf dem Teller, denn im tiefen Wasser wird er dadurch beinahe unsichtbar. Er kann sehr unkompliziert verarbeitet werden und ist daher ein beliebter Speisefisch für jedermann.

RotbarschEs fällt sehr mager aus, ist aber dafür sehr mineralstoffreich. (Foto by: cierra45 / iStock.com)

Der Rotbarsch ist unter verschiedenen Namen bekannt: Flachseebarsch, Seebarsch, Goldbarsch oder Bergilt – so oder so ist er ein beliebter Speisefisch. Trotz des Namens ist er aber eigentlich Teil der Familie der Drachenkopffische. Der Rotbarsch ist ein Tiefseefisch – je nach Sorte kann er in Tiefen von bis zu 1.000 m leben.

Der Rotbarsch wird erst mit 13 Jahren geschlechtsreif. Im Gegensatz zu den meisten Fischarten legt der Rotbarsch allerdings keinen Laich ab, sondern bringt bereits lebendige Larven zur Welt. Der Rotbarsch ernährt sich vor allem von kleineren Fischsorten, Garnelen und Krabben.

Aussehen

Der Rotbarsch verdankt seinen Namen seinem Aussehen, denn sein kompletter Körper besitzt eine rote Färbung. Ganz oben am Rücken handelt es sich mehr um ein Braunrot und zum Bauch hin wird das Rot immer heller, bis es schließlich in ein Rosa übergeht. Der Clou an dieser Farbgebung ist jedoch, dass der Rotbarsch in größeren Tiefen durch die Farbfilterwirkung des Wassers beinahe unsichtbar erscheint.

Der Rotbarsch verfügt über eine relativ kleine Schwanzflosse, eine lange Rückenflosse, die auf Höhe der Brustflossen beginnt und erst kurz vor der Schwanzflosse endet, zwei Bauchflossen und eine Afterflosse. Der Körper des Fischs ist mit relativ harten Schuppen bedeckt. Deshalb fühlt er sich relativ rau an, wenn man mit den Fingern über die Haut fährt. Der Rotbarsch kann bis zu einem Meter lang und bis zu 15 kg schwer werden. Er kann ein stolzes Alter von bis zu 75 Jahren erreichen.

Herkunft

Der Rotbarsch mag kühles Wasser. Am wohlsten fühlt er sich, wenn eine Temperatur von 3 bis 8 °C vorliegt. Deshalb hält er sich vor allem im europäischen Nordmeer sowie im Nordatlantik auf. Teilweise zählt auch der westliche Atlantik noch zum Lebensraum des Schwarmfisches.

Geschmack

Das Fleisch des Rotbarsches ist fest und rot-weiß. Es fällt sehr mager aus, ist aber dafür sehr mineralstoffreich. Der Rotbarsch weist ein sehr ausgeprägtes Aroma auf.

Verwendung in der Küche

Gewöhnlich kauft man Rotbarsch bereits fertig filetiert. Dies liegt daran, dass in den Stacheln, die auf den Rückenflossen und Kiemendeckeln sitzen, Gift enthalten ist. Der Rotbarsch eignet sich zum Braten, Dünsten, Backen, Pochieren und Grillen. Die typischen Fischgewürze wie Knoblauch, Petersilie, Sardellenpaste, Estragon oder Curry unterstützen den Geschmack des Rotbarsches hervorragend und können bedenkenlos eingesetzt werden.

Unsere Rezept Empfehlungen:

Als Beilage passen zu Rotbarsch besonders Gemüsesorten, die keinen zu ausgeprägten Eigengeschmack aufweisen, beispielsweise Bohnen, Möhren oder Champignons. Mit Speck oder Zwiebeln kann man einem Fischgericht mit Rotbarsch aber auch eine etwas andere Richtung geben.


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