Salbei

Salbei hat eine lange Tradition als vom Menschen kultivierte und genutzte Pflanze. Dabei kommt Salbei vor allem als Arzneipflanze zum Einsatz, findet aber zunehmend Verwendung in unserer heimischen Küche. Aufgrund des intensiven Geschmacks sollte er mit feinem Händchen dosiert werden.

SalbeipflanzeAm aromatischsten sind die Blätter im Frühling vor der Blüte. (Foto by: umbertoleporini / shutterstock.com)

Salbei ist untrennbar mit der mediterranen Küche verbunden und ist für das Kochen nach mediterranen Rezepten unverzichtbar. Traditionelle Gerichte wie Saltimbocca wären ohne Salbei nicht das Gleiche. Dabei muss Salbei mit Fingerspitzengefühl dosiert werden, weil er sehr intensiv im Geschmack ist. Salbei gehört zur Familie der Lippenblütler und lässt sich nicht nur im Mittelmeerraum sondern auch hierzulande anbauen. Etliche Salbeiarten sind aber nur Zierpflanzen und nicht zum Verzehr geeignet!

Anbau, Pflege und Düngung

Der im Garten angebaute, winterharte Salbei ist ein mehrjähriger Halbstrauch und stammt aus dem Mittelmeerraum. Salbei liebt einen sonnigen, warmen und trockenen Standort mit kalkhaltigem Boden. Staunässe muss vermieden werden. Die Vermehrung erfolgt durch Senker. Dazu wird ein Zweig auf den Boden gebogen, beschwert und mit Erde abgedeckt.

Im Herbst kann man die neue Pflanze abtrennen. Ebenso ist eine Vermehrung durch Stecklinge möglich. Die Stecklinge kann man direkt neben die Mutterpflanze in den Boden oder in Anzuchtgefäße stecken. Die Erde ist gleichmäßig feucht zu halten. Auch aus Samen kann Salbei gezogen werden. Die Aussaat erfolgt im Februar in Aussaatgefäße. Wenn die Keimlinge groß genug sind, sollte man sie in Töpfe pikieren und etwas kälter aufstellen.

Ab Mai ist es Zeit den Salbei ins Freiland zu bringen. Dabei kann Salbei nicht nur im Garten sondern auch auf dem Balkon oder der Terrasse in Kübeln gezogen werden. Die Düngung muss vorsichtig erfolgen. Es darf keinesfalls mit frischem Dung gearbeitet werden. Besser sind gut verrotteter Kompost oder eine sparsame Gabe von Volldünger.

Ernte

Geerntet werden die frischen Blätter. Am aromatischsten sind die Blätter im Frühling vor der Blüte. Sie können aber während der gesamten Vegetationsperiode zum Würzen verwendet werden. Alle im Handel erhältlichen Sorten sind diesbezüglich ähnlich zu behandeln. Auch der sogenannten Ananassalbei, welcher Obstsalaten, Kuchen und Cocktails ein ganz besonderes Aroma verleiht.

Salbei mit ätherischen ÖlenSalbei enthält eine große Anzahl an ätherischen Ölen. (Foto by: © fortyforks / fotolia.com)

Lagerung und Haltbarkeit

Salbeiblätter lassen sich durch Einfrieren und Trocknen mit geringem Aromaverlust konservieren. Die getrockneten Salbeiblätter bewahrt man in einem luftdicht verschlossenen Behälter auf.

Wirkung und Verwendung

Salbei enthält an wirksamen Inhaltsstoffen vor allem eine große Anzahl an ätherischen Ölen. Sie haben verschiedene medizinische Wirkungen, welche sogar in pflanzlichen Arzneimitteln genutzt werden. Salbei kann zur Linderung von Frauenleiden während der Menstruation und der Wechseljahre eingesetzt werden. Außerdem vermag Salbei die Milchbildung zu reduzieren.

Das kann man sich beim Abstillen zu Nutze machen, bedeutet aber auch, dass stillende Frauen Salbei zum Würzen und Salbeiprodukte als Arzneimittel meiden sollten. Besonders oft kommt Salbei in Halsbonbons vor, weil er nicht nur schmerzstillend sondern sogar entzündungshemmend wirkt und so effektiv gegen Halsentzündungen verwendet werden kann. Salbei in Gerichten als Gewürz eingesetzt wirkt verdauungsfördernd und verbessert die Verdaulichkeit von schweren oder fettigen Speisen.

Salbei hat einen starken Eigengeschmack und eignet sich daher besonders gut zum Würzen von kräftigen Fleischsorten wie Hammel. Da roher Salbei recht unangenehm schmeckt, empfiehlt es sich, den Salbei von Beginn an mit zu braten und durch zu garen. Als Faustregel sollte man ein Blatt Salbei pro Fleischstück nicht überschreiten.


Bewertung: Ø 4,1 (9 Stimmen)

User Kommentare

BELIEBTESTE ARTIKEL