Scheurebe

Die Scheurebe ist eine Züchtung aus dem Jahr 1916, die Georg Scheu zu verdanken ist, von dem sie ihren Namen hat. Ein Elternteil ist der Riesling; welches Gewächs weiterhin zur Scheurebe beigetragen hat, bleibt bislang ihr Geheimnis.

ScheurebeDie Scheurebe oder auch Sämling 88 wird vorallem in der Südsteiermark angebaut. (Foto by: © Vielfalt21 / fotolia.com)

Bukett

Kräftig und doch fein und nuanciert steigen die Düfte nach Pampelmuse, schwarzen Johannisbeeren, Ananas, Papaya und Guave auf. Der Mix aus den exotischen Früchten ist unverkennbar bei der Scheurebe. Aus dem Hintergrund vernimmt man das Aroma von Holunderblüten.

Bei den Trockenbeerenauslesen erinnert das Bukett an überreife Bananen und Mandeln, die ihm eine reizvolle und interessante Würze geben.

Geschmack

Rassig und mit reichem Körper entfaltet sich die Scheurebe, die in Österreich Sämling 88 heißt, im Mund. Deutlich schmeckt man die Johannisbeeren und die Pampelmuse heraus, die sich in schönster Harmonie abwechseln und in dieser Kombination überraschen.

Die Weißweine aus der Scheurebe haben wenig, aber anregende, Säure, was sie sehr bekömmlich macht. Wird dieser Wein lieblich ausgebaut, überwiegen die süßen Nuancen der Früchte, die ihm den vollen Körper geben.

Als edelsüße Variante kann ein Wein aus der Scheurebe lange aufbewahrt werden und zeigt dann ein fast schon überwältigendes Aroma von Rosen und Aprikosen.

Beschreibung

Die österreichischen Weine aus der Scheurebe tragen die Auszeichnung Prädikatsweine. Das bedeutet einen großen Aufwand für die Winzer, denn die Lese der Trauben darf nur per Hand erfolgen. Zusätze, die den Geschmack beeinflussen, sind nicht erlaubt.

Die Scheurebe wird in der Südsteiermark und am Neusiedler See angebaut; aus diesen Gebieten kommen Weine, die regelmäßig Auszeichnungen erringen, auf nationaler und internationaler Ebene. Klima- und Bodenbedingungen sind dort für die anspruchsvollen Reben ideal. Im Glas haben die Weißweine aus der Scheurebe Farben von blassem Gelb bis hin zu sattem Gold.

Passt zu

Die Scheurebe bietet so viele unterschiedliche Möglichkeiten zum Ausbau, dass man zu jedem Essen den passenden aus dieser Rebsorte finden kann. Als Spätlese betont er die feinen Gewürze in der asiatischen Küche. Helle Fleisch- und Fischgerichte entfalten ihre ganze Köstlichkeit mit halbtrockenen oder trockenen Variationen. Die oft preisgekrönten Trockenbeerenauslesen genießt man einfach in netter Gesellschaft oder zu Desserts mit Früchten.


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