Schmackhaftes Wintergemüse

Im Oktober und November wird das heimische Wintergemüse geerntet, dann heißt es wieder: Jetzt ist Kraut- und Rübenzeit!

WintergemüseEs gibt eine große Sortenvielfalt bei unserem Wintergemüse. (Foto by: © Johanna Mühlbauer / fotolia.com)

Es ist noch nicht so lange her, als Kohl und Rüben nicht sehr liebevoll behandelt, und in Eintöpfen verkocht wurden. Inzwischen haben die Köche hierzulande Kohl und Co für eine Vielzahl von schmackhaften Gerichten entdeckt.

Unterteilung von Gemüse

Gemüse ist fast immer einjährig, das bedeutet, dass vom Keimen, bis zur Bildung von neuem Samen eine Vegetationsperiode vergeht. Die Pflanze verfault oder vertrocknet danach.

Bei Fruchtgemüse ist es so, dass man nicht genau Bestimmen kann, ob die Pflanze nun zum Obst oder zum Gemüse gehört, wie z.B. bei Kürbissen oder Tomaten.

Grundsätzlich kann Gemüse in verschiedene Kategorien eingeteilt werden: Feldgemüse wächst unter freiem Himmel und wird nicht in Gewächshäusern oder unter Folien herangezogen, wie beim Gemüseanbau, den der Gärtner betreibt.

Das Wintergemüse fällt in die Reihe der Gemüse, bei denen nach der Erntezeit unterschieden wird, wie z.B. auch das Frühgemüse oder das Sommer- und Herbstgemüse.

Was gilt als Wintergemüse

Als Wintergemüse gilt, was an Gemüse hauptsächlich im Winter vom Freiland geerntet wird. Oft kann es auch gut haltbar gemacht oder so gelagert werden, dass man den ganzen Winter über darauf zurückgreifen kann. Viele Kohlarten zählen dazu, wie Rotkohl, Grünkohl, Rosenkohl, Weißkohl, Blumenkohl, Chinakohl und Brokkoli, auch Karotten, Pastinaken, Porree (Lauch), Steckrüben und Rote Beete dürfen sich hier einreihen.

WintersalateWintersalate liefern auch in der kalten Jahreszeit die nötigen Vitamine und Mineralstoffe.

Gemüse punktet mit seinem hohen Anteil an Ballaststoffen, was gut für unsere Verdauung ist. Außerdem ist es reich an Mineralstoffen und Vitaminen und für eine gesunde Ernährung äußerst wichtig. Besonders in der kälteren Jahreszeit ist eine ausgewogenen Ernährung wichtig, damit wir gut gerüstet den umherschwirrenden Viren entgegentreten können. Gemüse versorgt und außerdem mit den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, die ihren wichtigen Anteil zum gesundheitsfördernden Effekt beitragen.

Kohl – der Star unter den Wintergemüsen

Die gewichtigen Weiß- und Rotkohlköpfe haben hier die Nase ganz weit vorne. Reich an Vitaminen und Mineralstoffen, enthalten sie auch Ballaststoffe, die für ein anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen. Außerdem Positiv: Beim Einkaufen schont man den Geldbeutel.

Eine unangenehme Nebenwirkung von Kohl ist, dass er oft bläht. Dazu ein heißer Tipp: Kohl mit einer Prise gemahlenem Kümmel kochen, das lindert die blähende Wirkung. Übrigens verursacht Chinakohl keine Blähungen und hat auch eine geringere Garzeit (ca. 10 min), als Kopfkohl.

Rosenkohl

Seine hervorstechende Eigenschaft ist, dass er überragend viel Vitamin B enthält. Das macht ihn zum idealen Schmaus für Leute mit schlechten Nerven. Zudem enthält der noch mal soviel Vitamin C wie eine Orange und einen höheren Fett- und Proteingehalt wie die anderen Kohlsorten. Was ihn noch aromatischer und bekömmlicher macht ist der Frost. Also am besten gekauften Rosenkohl erst einfrieren oder selbst angebauten erst nach den ersten frostigen Nächten ernten.

Rosenkohl ist ein toller Begleiter zu Wild und Rindfleisch. Eine einfache, aber besonders schmackhafte Beilage erhält man, wenn man die geputzten Röschen bissfest gar kocht (unten kreuzförmig einschneiden) und mit Speckwürfeln und Zwiebeln in Butter schwenkt. Noch Salz und Pfeffer dazu und schon hat man eine gesunde, schnellgemachte Köstlichkeit.

Grünkohl

Er kann mit dem höchsten Anteilen der Vitamine A, B und C aufwarten. Eiweiß, Kohlehydrate und Kalium steckt auch noch in ihm. 100g Gramm Grünkohl liefert mehr Eisen als die gleiche Menge an Fleisch und nicht viel weniger an Calcium wie ein Glas Milch. Man kombiniert ihn gerne mit Pökelfleisch und geräucherten Würsten oder verarbeitet ihn als Suppe.

Wirsing

Die Aufnahme von Folsäure kommt bei den meisten zu kurz. Während die meisten Menschen gut mit den übrigen Vitaminen versorgt sind, ist es die Folsäure, die am meisten vernachlässigt wird. Da sollte dann der Wirsing zum Einsatz kommen, denn 100 g Wirsing liefern bereits ¼ des täglichen Bedarfs an Folsäure.

Er darf sich zurecht als größter Magnesiumspender des Winters bezeichnen. Wirsing wird gerne für Eintöpfe verwendet oder zu Brei verkocht und als Beilage zu Würsten und Rauchfleisch serviert. Da seine Blätter zarter sind als die seiner Kollegen, kann er auch nur blanchiert zubereitet werden.

Rotkohl

Auch der Rotkohl enthält Vitamine und wichtige Mineralstoffe. Er wirkt blutbildend und entwässernd und ist für seine entspannende Wirkung bekannt. Der Rotschopf unter den Kohlarten wird zu Salat, Gemüse und Rouladen verarbeitet. Auch Saft wird aus ihm gewonnen. Wer die rote Farbe als Hingucker auf den Tellern erhalten möchte, gibt einen Teelöffel Essig ins Kochwasser.

Blumenkohl

Der Blumenkohl ist die bekömmlichste Sorte untern den hier aufgeführten und auch am mildesten im Geschmack. Die in ihm verborgenen Vitamine und Mineralstoffe werden beim Kochen ausgewaschen, deshalb empfiehlt es sich genau auf die Garzeit zu achten um die zarten Röschen bissfest zu kochen.

Das gleiche gilt auch für seinen grünen Bruder, den Brokkoli. Blumenkohl schmeckt hervorragend als Salat oder gebacken mit Schinken und Sauce aus Ei und Milch. Um seine weiße Farbe zu erhalten, geben Sie einfach einen Schuss Zitrone ins Kochwasser.

Weißkohl

Dieser Kopf hat es in sich: 100g roher Weißkohl enthält genauso viel Vitamin C wie ein Glas Orangensaft. Seine Senföle wirken wundheilend und antibakteriell. Genießen sie öfter mal Sauerkraut und Krautsalat. Am besten ungekocht, dann ist noch alles Gute drin: Vitamine und Säurebakterien, die das Immunsystem stärken und die Darmflora verbessern, z.B. Sauerkraut mit Speck oder Krautsalat mit Grapefruit. Gesundheitsbewusste Menschen stärken ihr Abwehrsystem mit Sauerkrautsaft – ist allerdings Geschmackssache.

Rezepte mit dem Wintergemüse

Wintergemüse ist in der kalten Jahreszeit eine frische und gesunde Alternative zu den Gemüsesorten aus fremden Ländern. Darüber hinaus gibt uns Wintergemüse auch die Möglichkeit, uns aus der Region und vor allem naturgemäß zu ernähren, was mittlerweile moderner ist, als sich das gesamte Jahr über durch die gesamte Palette exotischer Gemüsesorten zu essen.

Für ihre gesunde und gute Winterküche finden Sie hier die passenden Rezepte:

Gutes Gelingen!


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