Schnittlauch

Schnittlauch hat das ganze Jahr über Saison, bringt er doch den Sommer aufs Brot! Der intensive aber angenehme Geschmack entfaltet sich am besten, wenn Schnittlauch frisch gehackt auf den Tisch kommt. Ein Grund mehr, Schnittlauch selber anzubauen.

SchnittlauchSchnittlauch wirkt verdauungsfördernd und lindert Blähungen. (Foto by: momanuma / shutterstock.com)

Der Schnittlauch stammt aus der Familie der Lauchgewächse und ist mit Knoblauch eng verwandt. Geschmacklich erinnert er aber eher an Zwiebeln, ist aber deutlich milder und weniger scharf. Schnittlauch ist sehr vielseitig zu verwenden und so leicht anzubauen, dass er in keinem Kräutergarten fehlen sollte. Einmal gepflanzt, kann Schnittlauch bei guter Pflege lange regelmäßig geerntet werden.

Anbau, Pflege und Düngung

Der Schnittlauch braucht feuchte, kalkhaltige nährstoffreiche Böden in sonniger bis halbschattiger Lage. Zum Anbau werden die kleinen Schnittlauchzwiebeln entweder in Reihen oder in Horsten angepflanzt. Problemlos lässt sich Schnittlauch aus Samen ziehen, muss jedoch später vereinzelt werden, damit kräftige Pflanzen wachsen. Die Aussaat erfolgt ab März direkt ins Freilandbeet. Zur Auswahl stehen fein-, mittel- und grobröhrige Sorten. Die Kultur ist feucht und unkrautfrei zu halten.

Ist bereits Schnittlauch vorhanden, kann er durch Teilung im Frühjahr oder Herbst vermehrt werden. Da Schnittlauch mehrere Jahre am gleichen Ort steht, ist im Frühjahr eine Düngung mit reifer Komposterde oder organischem Langzeitdünger nötig. Verjüngt man alle 2 – 3 Jahre die Kultur durch Teilung, hat der Schnittlauch eine bessere Qualität. Die Blütenknospen oder Blüten sollte man abzupfen oder abschneiden, weil dann die Röhren zarter bleiben. Da Schnittlauch nicht so hoch wird, eignet er sich hervorragend zur Bepflanzung der Beetränder.

Ernte

Die Ernte im Freiland erfolgt vom Frühjahr - oft schon im März - bis November durch büschelweises Abschneiden der Blätter ca. 2 cm über dem Boden. Die Lauchblätter des Frühjahraustriebes schmecken am würzigsten. Lässt man Blüten stehen, können diese zur Garnierung und zum Würzen verwendet werden. Schnittlauch sollte immer möglichst frisch geschnitten werden, weil er schnell welk wird und an Aroma verliert. Zum klein schneiden eignet sich ein scharfes Messer oder eine Schere.

Chili con Carne mit SchnittlauchAls Dopping für verschiedene Speisen und zum Verfeinern. (Foto by: © myFood / fotolia.com)

Wirkung und Verwendung in der Küche

Frischer Schnittlauch enthält größere Mengen an Vitamin A und C sowie ätherischer Öle. Er wirkt deshalb verdauungsfördernd und lindert Blähungen. Schnittlauch wird üblicherweise vor allem zum Würzen deftiger Speisen verwendet. Er sollte dafür immer möglichst frisch eingesetzt werden, weil er dann sein intensives Aroma am besten entfalten kann.

Um Aroma und Vitamine zu schützen sollte Schnittlauch erst gegen Ende der Garzeit zugegeben werden. Er schmeckt auch roh und eignet sich daher besonders gut für Salate, Brotaufstriche, Rührei, Kräuterbutter und vieles mehr. Da Schnittlauch im Gegensatz zur Zwiebel keine Blähungen verursacht, kann er auch als Alternative zur rohen Zwiebel zum Würzen verwendet werden.

Unsere Rezept Empfehlungen

Lagerung und Haltbarkeit

Schnittlauch schmeckt am besten frisch geerntet und geschnitten. Da er zum Trocknen ungeeignet ist, sollte man ihn besser durch Einfrieren haltbar machen. Er schmeckt dann aber deutlich weniger aromatisch als frischer Schnittlauch. Es ist jedoch möglich ab Dezember wieder frischen, sehr aromatischen Schnittlauch in der Küche zu haben. Dazu sticht man ein Stück (ca. 5x5 cm) vom Schnittlauch im Garten ab und pflanzt das Stück in einen Topf. Diesen lässt man im Freien durchfrieren und lässt den Schnittlauch dann im Haus austreiben. Dieser Schnittlauch hat ein kräftigeres Aroma als der von Beginn an auf der Fensterbank gezogene Schnittlauch.


Bewertung: Ø 3,8 (21 Stimmen)

User Kommentare

BELIEBTESTE ARTIKEL