Weinland Schweiz - schweizer Wein

Die Schweiz konsumiert ihren Wein überwiegend selbst. Lediglich zwei Prozent der Erzeugnisse werden in andere Länder exportiert. Schwierige Anbaubedingungen und die große Nachfrage der Schweizer sind dafür verantwortlich. Landestypisch sind leichte Weine, die beständig an Qualität zunehmen.

Geschichte des Weines in der Schweiz

Weinland SchweizDie Schweizer konsumieren Ihren Wein überwiegend selbst und gilt nicht als klassisches Weinland.

Auch in der Schweiz waren es die Römer, die den Weinbau ins Land gebracht haben sollen. Belegt hingegen ist, dass in der Waadt seit dem 6. Jahrhundert Reben zur Weingewinnung angebaut wurden. Insbesondere der Zisterzienser-Orden sorgte in den nachfolgenden Jahren dafür, dass an der Tradition des Weinbaus festgehalten - und dieser weiterentwickelt wurde.

Einen Einbruch erlebte er erstmals im 17. Jahrhundert und wiederholt im 19. Jahrhundert, als der echte Mehltau und die Reblaus um sich griffen. Auch gingen die Rebflächen des verhältnismäßig kleinen Landes im Zuge der wachsenden Bebauung enorm zurück.

Weinland Schweiz heute

Kleine Weinberge und ungünstige Hanglagen machen den Anbau von Wein zum Teil schwierig. Die Steillagen erlauben häufig nur Handarbeit - wodurch preiswerte Erzeugnisse unmöglich gemacht werden und Qualitätsweine die natürliche Folge sind.

Heute deckt die Schweiz ihren Eigenbedarf und kann einen kleinen Anteil an Weinen exportieren. Dabei kommen etwa 14.800 ha des Landes dem Weinbau zu, auf denen stolze 200 verschiedene Rebsorten vorkommen. Dies macht die Schweiz zu einem der vielfältigsten Weinländer der Welt.

Ist die erzeugte Menge im internationalen Vergleich auch eher gering, so legen die Schweizer doch sehr viel Wert auf die Qualität ihrer Produkte. Das Land ist daher für seine hochwertigen Weine bekannt, die sich zum Teil auch einen internationalen Namen machen konnten.

Bekannteste Anbaugebiete

Nach wie vor wird im Kanton Waadt Wein angebaut. Chasselas heißt die Rebsorte, die hier etwa 68 Prozent der Rebfläche in Anspruch nimmt. Das Wallis gilt mit etwa 5.200 ha als größtes Weinbaugebiet der Schweiz. Außerdem zählen Neuenburg, Genf und das Drei-Seen-Land zu den bedeutendsten Anbaugebieten.

Erwähnenswerte Regionen in der Deutschschweiz sind neben dem Drei-Seen-Land Aargau Graubünden, Schaffhausen sowie Zürich. Im italienischsprachigen Kanton Tessin gibt es einige hervorragende Rotweine. Über 80 Prozent der Anbaufläche sind mit der beliebten Merlot-Traube bepflanzt.

Beliebteste Rebsorten und bekannteste Weine in der Schweiz

Blauburgunder - so nennen die Schweizer einen der beliebtesten Landesweine. Er stammt von der Pinot Noir-Traube, deren Anbau in allen bedeutenden Gebieten verbreitet ist. Der Blauburgunder ist ebenso beliebt wie der berühmte Tessiner Merlot.

Überhaupt werden in der Schweiz mehr rote als weiße Rebsorten gepflanzt. An roten Sorten sind neben Pinot Noir besonders Merlot, Gamay, Garanoir und Syrah beliebt. Aber auch ausgezeichnete Weißweine zeichnen das Land aus. Die genannte Chasselas - vorwiegend aus Waadt - sowie Müller-Thurgau, Chardonnay, Silvaner und Pinot Gris sind bekannte weiße Rebsorten.


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