Sekt und Champagner - die prickelnden Schaumweine

Champagner und Sekt sind nicht nur Getränke für die Reichen und Schönen. Auch Otto-Normalverbraucher kann sich ab und zu mal ein Gläschen gönnen.

SektglasDer Unterschied zwischen Sekt und Champagner ist seine Herkunft.

Zuerst wählt man meist junge Weine mit besonderen Buketts aus (Cuvée). Oft wird auch ein Riesling für die Sektbereitung verwendet. Wichtig ist, Wein aus Trauben von hoher Qualität und genau dem richtigen Säuregrad als Grundlage zur Schaumweinherstellung zu verwenden.

Wein oder Weinverschnitt

Dem Wein oder Weinverschnitt wird Zuckerlösung und Hefe zugesetzt – jetzt gärt der Wein ein zweites Mal. Dabei wird Kohlensäure entwickelt. Flaschengärung verläuft langsamer und wird bevorzugt bei guten Qualitäten eingesetzt. Billigere Mengenerzeugnisse werden oft im Tank gegärt, wobei meist auch einfache Grundweine benutzt werden. Wenn Sie also auf Qualität wert legen, dann achten Sie durchaus auf den Hinweis „Traditionelle Flaschengärung“ auf dem Etikett. Ist die Gärung vollzogen, dann wird die Hefe entfernt. Dabei entsteht ein Weinverlust, der durch Weinzusatz und Zucker wieder aufgefüllt wird. Dieser Zusatz, die Dosage, bestimmt die Geschmacksrichtung entscheidend mit. Zuckerfreie oder zuckerarme, also sehr herbe bzw. extra trockene (extra-dry) Schaumweine sind besser verträglich als Zuckerreiche.

hoher Alkoholgehalt

Die meisten Menschen haben nach dem Genuß von süßem Sekt oft unter dem heimtückischen „Haarwurzelkatarrh“ zu leiden, der noch am nächsten Tag dafür sorgt, dass man den guten Tropfen so schnell nicht vergisst. Das kann aber auch daran liegen, dass der Alkoholgehalt unterschätzt wurde, der beim Schaumwein höher ist als bei dem der Ausgangsweine. Der hohe Kohlendioxidgehalt sorgt für das unvergleichliche Schäumen und dem emsigen Perlentreiben im Glas. Langanhaltendes Perlen ist ein Gütezeichen. Auf dem Etikett darf nur der Jahrgang angegeben sein, wenn mindestens 75% der Weintrauben tatsächlich diesen Jahrgangs entstammen.

Sekt oder Champagner

Sekt oder ChampagnerEin Champagner ist weitaus kostspieliger als Sekt. (Foto by: © Springfield Gallery / fotolia.com)

In welche Kategorie der Schaumwein eingeteilt werden kann hängt ab von der Qualität des Ausgangsweines, dem Verschnitt, von Dauer und Art der Gärung, von der Höhe des Zuckerzusatzes und der Lagerung. Was ist der Unterschied zwischen Sekt und Champagner? Damit sich der perlende König unter den Schaumweinen „Champagner“ nennen darf, müssen seine Trauben allesamt aus der französischen Landschaft Champagne stammen. Der Unterschied besteht also in der Herkunft der Weine.

Aber auch die Herstellung wird strengstens kontrolliert, denn dort müssen die meisten Vorschriften eingehalten werden. Um Sekt von so hoher Qualität zu erzeugen und den Qualitätsanspruch auch zu halten, ist dies notwendig. Nicht umsonst kostet der Champagner im Gegensatz zum herkömmlichen Sekt doch um einiges mehr. Ob sich der höhere Preis lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden, bzw. sein Gaumen. Ob Sekt oder Champagner ein Hochgenuss sind diese Getränke allemal. Waren früher diese edlen Tropfen nur den höhergestellten Persönlichkeiten vorbehalten, so ist er nach dem 2. Weltkrieg für Jedermann erschwinglich geworden.

Qualitätsschaumwein mit Knall

Qualitätsschaumwein oder Sekt ist meist die 1. Wahl um bei besonderen Anlässen die Gläser klingen zu lassen: Ob beim Sektempfang oder zur bestandenen Prüfung, genauso wie bei festlichen Angelegenheiten wie Hochzeit, Jubiläum und natürlich zur Jahreswende. Was wäre ein „Prosit Neujahr“ ohne die tanzenden Perlen im Glas, die so lustig in der Nase kitzeln! Wann immer man zum Ausdruck bringen möchte, dass heute etwas Besonderes stattfindet, lässt man gerne die Sektkorken knallen. Dieses edle Getränk genießt man gut gekühlt bei 6-8 Grad und am besten in lustiger Runde.

Schaumwein ist nicht nur im Sektglas ein Knaller

Da wir uns nicht mit dünnen Hotelerbinnen vergleichen wollen, denen oft als einzige „Mahlzeit“ am Tag ein Glas Champagner reichen muss, machen wir uns doch lieber Gedanken darüber, was wir mit Sekt noch alles veredeln können: Zur Abwechslung mal eine köstliche Torte mit Sektfülle aus Gelatinecreme und Obers, eine festliche Nachspeise aus Sektgelee mit Früchten oder ein eisiges Champagnersorbet. Auch zum Mischen mit anderen Getränken bietet Sekt berauschend viele Möglichkeiten.

Am bekanntesten ist wohl die Bowle, in der schon bei vielen Partys die Gäste nach Früchten fischten, oder der Sekt-Orange. Wann haben Sie das letzte Mal die Korken knallen lassen? Es findet sich immer Gelegenheit auf etwas Anzustoßen. Bereiten Sie doch für Ihren Liebsten/Ihre Liebste ein schönes Sektfrühstück vor. Da beginnt der Tag schon mit einem Lachen. Und wenn Sie alleine frühstücken? Dann köpfen Sie eben einen Piccolo – Prost!


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