Steinobst im Garten

Steinobst gehört zu den traditionellen europäischen Obstbaumarten und sollte in keinem Garten fehlen. Steinfrüchte haben einen harten Kern und eine fleischig-saftige Hülle. Neben den bewährten Sorten wie Kirschen oder Pflaumen erobern nun auch südliche Arten unsere Gärten!

SteinobstZur Konservierung können die entsteinten Früchte getrocknet oder eingeweckt werden. (Foto by: © scerpica / fotolia.com)

Steinobst bezeichnet Pflanzenarten, bei denen die Früchte als Steinfrüchte ausgebildet sind. Bei diesen Früchten ist der innere Teil der Fruchtwand hart verholzt, während Früchte außen fleischig und saftig sind.

Beliebte Steinfrüchte in unseren Gärten sind Zwetschken, Kirschen, Aprikose, Pfirsiche und Nektarinen. Im Handel werden auch exotische Steinfrüchte, wie zum Beispiel die Mango angeboten. Holunder- oder Sanddornbeeren sind, botanisch gesehen, ebenfalls Steinfrüchte.

Auswahl der Sorten

Beim Anbau der Steinfrüchte in hiesigen Regionen müssen die klimatischen Bedingungen unbedingt beachtet werden. Währen es für Kirsch- und Pflaumenbäume für fast jede Region in Mitteleuropa geeignete Sorten gibt, sind Marillen, Pfirsiche und Nektarinen empfindlicher. Die Bäume sind zwar meist ausreichend winterhart, aber da diese Steinfrüchte im zeitigen Frühjahr blühen, sollten sie nur in wärmeren Regionen oder an einem geschützten Standort angebaut werden, damit keine Ausfälle durch Spätfröste auftreten.

Das Pflanzen vorbereiten

Ist der Standort festgelegt und die Auswahl des Baumes getroffen, kann die Pflanzung vorbereitet werden. Im frühen Herbst wird die Pflanzgrube ausgehoben, wobei sich die Größe nach der Länge und dem Ausbreitungsumfang der Wurzeln richtet. Beim Setzen von Containerpflanzen muss die Pflanzgrube mindestens 20 cm größer sein als der Wurzelballen. Die Tiefe liegt immer bei mindestens 60 cm. In die Grube werden einige Schaufeln Komposterde und ein Gemisch aus Aushuberde, Komposterde und Holzasche gefüllt. Die Grube wird bis zum Pflanztermin mit einer Mulchschicht abgedeckt.

Steinobstbäume pflanzen

Im Spätherbst oder im Frühjahr wird zum Pflanzen ein Teil der Erdmischung entfernt, der Pfahl eingeschlagen und der Baum gepflanzt. Wichtig ist, dass sich beim Einfüllen der Erde keine Hohlräume bilden. Zu beachten ist, dass die Veredlungsstelle über der Erdoberfläche ist. Bei Containerpflanzen soll die obere Kante des Wurzelballens in Höhe der Erdoberfläche sein. Die Pflanzerde wird leicht festgetreten, eine Gießrinne angelegt und reichlich angegossen. Die Baumscheibe wird am besten mit einer Mulchdecke verschlossen. Das hält die Feuchtigkeit und die Erde bleibt unter dieser Schicht locker.

Pfirsiche geerntetGeerntet werden die voll ausgefärbten, duftenden Früchte. (Foto by: © Marek Gottschalk / fotolia.com)

Pflege und Düngung

Die Baumscheibe ist feucht, locker und unkrautfrei zu halten. Gießen ist bei älteren Bäumen nur bei starker Trockenheit erforderlich. Vorsichtig düngen, damit der Baum nicht zu stark wächst. Der Baum ist regelmäßig auf Krankheiten und Insektenbefall zu untersuchen. Nach der Ernte wird abgetragenes Fruchtholz herausgeschnitten und größere Schnittwunden mit Wundverschlussmittel abgedeckt.

Für alle Steinobstarten gilt, dass nach dem Sommerschnitt der Baum licht sein muss. Dafür werden steile Triebe und nach innen wachsende Zweige entfernt. Über Besonderheiten beim Schnitt der einzelnen Steinfruchtbäume sollte man sich in der Fachliteratur oder beim Fachmann kundig machen.

Ernte und Konservierung

Geerntet werden die voll ausgefärbten, duftenden und sich etwas weich anfühlenden Früchte. So kann man alle paar Tage den Baum durchpflücken und die Früchte werden nicht überreif. Die reifen Früchte können bei kühler Lagerung einige Zeit aufbewahrt werden. Wie lang die Lagerzeit sein kann, hängt von der Obstart, der Sorte und den Lagerbedingungen ab. So kann man beispielsweise reife Aprikosen gut zwei Wochen lagern, Pflaumen bis zu 4 Wochen.

Zur Konservierung können die entsteinten Früchte (Pflaume, Aprikose und Pfirsich) getrocknet oder eingeweckt werden. Sie eignen sich sehr gut zur Herstellung von Saft, Marmelade, Chutney oder Fruchtmus. Das Einlegen in Alkohol oder das Kandieren mit Zucker wird besonders häufig mit den Kirschen praktiziert. Das Einfrieren ist ebenfalls möglich. Aus eingefrorenen Pflaumen kann ein sehr leckerer Kuchen gebacken werden!


Bewertung: Ø 2,3 (3 Stimmen)

PASSENDE REZEPTE

Zwetschkenknödel

ZWETSCHKENKNÖDEL

Eine köstliche Hülle aus Kartoffelteig und eine saftige Zwetschke innen. Das Rezept für süße Zwetschenknödel ist einfach himmlisch.

Marillen Weincreme

MARILLEN WEINCREME

Eine Marillen Weincreme kann zu schweren Desserts serviert werden und diese besitzt einen köstlichen Geschmack.

Zwetschgenkraut

ZWETSCHGENKRAUT

Das Rezept für ein herzhaftes Zwetschgenkraut ist außergewöhnlich und stellt eine geschmackvolle Beilage dar.

Gebackene Zwetschkenknödel

GEBACKENE ZWETSCHKENKNÖDEL

Gebackene Zwetschkenknödel passen perfekt zu warmen Kompott. Das Rezept wird mit Schlagobers verfeinert.

Marillenkuchen

MARILLENKUCHEN

Der Marillenkuchen schmeckt fruchtig und saftig. Hier ein tolles Rezept für eine köstliche Mehlspeis die Sie probieren sollten.

Marillen-Streusel Kuchen am Blech

MARILLEN-STREUSEL KUCHEN AM BLECH

Mit dem fruchtigen Marillen-Streusel Kuchen am Blech bringen Sie Abwechslung auf den Tisch. Ein tolles Rezept das garantiert gelingt.

PASSENDE REZEPTARTEN

User Kommentare

PASSENDE REZEPTE

BELIEBTESTE ARTIKEL