Thymian

Thymian ist nicht nur ein beliebtes Gewürz, sondern allem voran ein wichtige Heilpflanze. Seine schleimlösende Wirkung macht ihn so wirksam. Aber auch aus der Küche ist Thymian nicht wegzudenken. Aber lässt sich Thymian im heimischen Kräutergarten anbauen?

Thymian PflanzeEs gibt viele Arten und Sorten von Thymian. (Foto by: Frank Fischbach / shutterstock.com)

Thymian gehört zur Familie der Lippenblütler, welche sich durch ihren besonders hohen Gehalt und beachtliche Vielzahl an ätherischen Ölen auszeichnen. Thymian ist ein eher kleinbleibendes Kraut und wird nur ungefähr 20 - 40cm hoch. Dennoch verströmt der Thymianstrauch einen unglaublich intensiven und angenehmen Duft. Deshalb ist Thymian auch dann Bestandteil vieler Kräutergärten, wenn er kaum oder gar nicht zum Kochen genutzt wird. Wobei das angesichts seiner Vielseitigkeit als Gewürz sehr schade ist.

Anbau, Pflege und Düngung

Es gibt viele Arten und Sorten von Thymian. Wollte man alle anbauen, könnte ein ganzes Kräuterbeet damit gefüllt werden. Erfreulich ist, dass alle Arten die gleichen Anforderungen an die Anbaubedingungen haben. Sie benötigen einen sonnigen Standort, gut durchlässigen, tiefgründigen und eher trockenen Boden, der auch kalkhaltig sein darf.

Der tiefgründige Boden ist erforderlich, weil Thymian eine Pfahlwurzel hat, die bis 20 cm lang werden kann. Dies ist auch beim Anbau in Pflanzgefäßen zu beachten. Thymian fühlt sich im Steingarten, ganz oben in der Trockenzone der Kräuterspirale oder am Beetrand besonders wohl. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Frühjahr oder durch Stecklinge im Sommer.

Da Thymian trockene Standorte bevorzugt, ist er nur mäßig zu gießen. Eine Düngung ist allgemein nicht notwendig. Wichtig ist, abgeblühte Sprosse bis ins alte Holz zurückzuschneiden, damit die Pflanze zum Boden hin nicht kahl wird. Auf Grund des würzigen Duftes, das der Thymian entwickelt, dient er auch als Bienenweide.

Ernte

Die Zweigspitzen können während der gesamten Vegetationsperiode geerntet und zum Würzen verwendet werden. Das Kraut, welches für die Konservierung vorgesehen ist, sollte vor der Blüte geschnitten werden, da zu diesem Zeitpunkt das Aroma am intensivsten ist. Es ist aber auch möglich das blühende Kraut zu schneiden. Blühender Thymian dient auf Grund seines würzigen Duftes sogar als Bienenweide, weshalb im Sinne der Tierwelt gerne ein wenig blühender Thymian im Garten verbleiben darf.

ThymianölThymian hat eine beruhigende Wirkung auf die Psyche. (Foto by: © fortyforks / fotolia.com)

Lagerung und Haltbarkeit

Thymian sollte am besten getrocknet werden, um ihn haltbar zu machen. Die Trocknung muss sehr sorgfältig erfolgen, da der Thymian sonst zu viel Aroma verliert. Das geschieht am besten an einem schattigen, luftigen Ort. Erfolgt die Trocknung mit künstlicher Wärme, sollten 35 °C nicht überschritten werden. Der getrocknete Thymian ist in luftdicht verschlossenen Behältern aufzubewahren.

Wirkung und Verwendung

Thymian ist in vielen pflanzlichen Arzneimitteln zur Behandlung von Husten enthalten. Er wirkt stark schleimlösend und krampfstillend auf die Atemwege. Zudem ist Thymian leicht entzündungshemmend und kann sogar Keuchhusten-Beschwerden lindern. Auf der anderen Seite hat Thymian auch eine beruhigende Wirkung auf die Psyche und kann deshalb bei Schlafproblemen, Migräne und Verspannungen helfen. Thymian kann frisch oder getrocknet verwendet werden.

Da er sein Aroma nur langsam entfaltet, sollte er mit gegart und vorsichtig dosiert werden. Thymian passt hervorragend zu mediterran zubereitetem Gemüse mit Tomaten, Auberginen und Kartoffeln. Ebenso harmoniert Thymian mit Geflügel- und Wildgerichten sowie Braten und Pasteten. Vorsichtig dosiert vermag er Kräuterbutter und sogar Süßspeisen zu verfeinern. Er ist auch ein Bestandteil mancher Kräutermischungen, wie beispielsweise die französischen „fines herbes“.


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