Topfen

Topfenpalatschinken, Topfencreme und Topfenschmarren – die österreichische Küche hat so einiges an feinsten Süßspeisen und Desserts zu bieten. Doch ihnen allen ist eines gemein: Ohne Topfen wären sie nicht dasselbe.

TopfenTopfen schmeckt leicht säuerlich, was aus der Art der Herstellung resultiert. (Foto by: supermimicry / iStock.com)

Die wichtigste Grundzutat für die Herstellung von Topfen ist entrahmte Milch. Sie wird unter Zuhilfenahme von Milchsäurebakterien oder Lab zum Gerinnen gebracht. Dabei teilen sich die flüssigen und die festen Bestandteile der Milch. Der feste Teil wird zu Topfen weiterverarbeitet. Je nach Bedarf wird er mit Schlagobers vermischt, um einen höheren Fettgehalt und eine höhere Cremigkeit zu erreichen. Hierzulande gibt es im Gegensatz zu vielen anderen Ländern auch gepressten Topfen, aus dem zusätzliche Flüssigkeit herausgedrückt wird.

Herkunft

Topfen ist bereits seit vielen Jahrhunderten gängig. Diesen Begriff kennt man bereits seit dem 13. Jahrhundert. Er geht darauf zurück, dass der Topfen früher in einem Topf hergestellt wurde.

Aussehen

Topfen ist stets weiß und weist eine stichfeste, körnige Konsistenz auf. Je höher der Fettgehalt ist, desto cremiger ist er.

Geschmack

Topfen schmeckt leicht säuerlich, was aus der Art der Herstellung resultiert. Die Cremigkeit zeigt sich nicht nur in der Konsistenz, sondern auch im Geschmack. Je höher der Fettgehalt ist, desto milder schmeckt Topfen.

Anwendung/Verwendung in der Küche

Topfen spielt in der österreichischen Küche eine wichtige Rolle. Der Klassiker ist der Topfenpalatschinken. Doch gibt es beispielsweise auch Topfennudeln, Topfenschmarrn, Topfenknödel, Topfencreme und verschiedenste Kuchen und Süßspeisen, die mit Topfen zubereitet werden. Typische Kuchen, die ohne Topfen nicht funktionieren würde, sind die vielen verschiedenen Arten von Käsekuchen

Sonstiges/Besonderheiten

Topfen wird in Hinblick auf die Höhe des Fettanteils in der Trockenmasse unterschieden. Den größten Fettanteil weist die Doppelrahmstufe mit 65 bis 85 Prozent an. Den niedrigsten Fettgehalt findet man in der Magerstufe, die weniger als 10 Prozent Fett enthält. Dazwischen gibt es die Viertelfettstufe mit 10 Prozent, die Halbfettstufe mit 20 Prozent, die Dreiviertelfettstufe mit 30 Prozent, die Fettstufe mit 40 Prozent, die Vollfettstufe mit 45 Prozent sowie die Rahmstufe mit 50 Prozent Fettanteil. Die gesamte Fettmenge ist angesichts des hohen Wasseranteils des Topfens von etwa 80 Prozent nicht allzu hoch. Wenn man beispielsweise einen Topfen der Doppelrahmstufe mit 70 Prozent Fett i. Tr. kauft, so weist dieser auf 100 Gramm gerade einmal 14 g Fett auf.


Bewertung: Ø 3,1 (42 Stimmen)

PASSENDE REZEPTE

Topfenpalatschinken

TOPFENPALATSCHINKEN

Topfenpalatschinken sind eine süße Verführung mit Topfen gefüllt und Puderzucker bestreut. Ein Rezept, das einem auf der Zunge zergeht.

Topfengolatschen

TOPFENGOLATSCHEN

Topfengolatschen sind kleine köstliche Köstlichkeiten, die bodenständig sowie klassisch sind.

Topfenknödel

TOPFENKNÖDEL

Wer kennt sie nicht, die beliebten Topfenknödel. Vor allem ist der Teig sehr schnell zubereitet. Das Rezept gelingt in handumdrehn.

PASSENDE REZEPTARTEN

User Kommentare