Wein selber machen

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, sein eigener Weinhauer zu sein, der an Martini seinen Wein aus eigener Herstellung tauft? Wie der Traum in Erfüllung gehen an, lässt sich in einzelnen Schritten darstellen.

WeinfassMan kredenzt den Gästen einen selbst gemachten guten Wein - wenn es nur so einfach wäre.

Die gängigsten Reben für Weißwein sind in Österreich Grüner Veltiner und Welschresling. Wer nicht gerade einen Weinberg sein eigen nennt, kann die Reben für seinen Eigenbedarf beim Weinbauer erwerben. Der erste Schritt zum eigenen Wein ist das Maischen.

Sind die Trauben entrappt, werden sie in einer Mühle zerdrückt. Es entsteht ein Gemisch aus Kernen, Schale, Saft und Fruchtfleisch. Während die Maische eine bis sechs Stunden lagert, werden Phenole, Geschmacks- und Aromastoffe aus den Beeren herausgefiltert.

Vom Maischen zum Keltern

Die Maische wird in einer Kelter ausgepresst. Stiele und Schalen bleiben beim Keltern zurück. Der Weinhauer bezeichnet den Rückstand als Trester, der zum Beispiel zu Grappa verarbeitet werden kann.

Schwefel für die Haltbarkeit

Der nächste Schritt zum eigenen Wein ist die Schwefelung. Weinfässer werden mit Schwefelgas sterilisiert. Dem Wein werden während seiner Lagerzeit kleine Mengen Schwefeldioxyd zugefügt, damit er keine bräunliche Färbung annimmt.

Dadurch erhöht sich insgesamt die Lagerzeit. Das Schwefeldioxyd verhindert auch die Bildung von Mikroorganismen, die Krankheitserreger sein können. Auch geschmacklichen Veränderungen wird dadurch vorgebeugt.

Hefe bewirkt die Gärung

Hefe ist ein lebender Organismus, der Zucker in Alkohol und Kohlensäure umwandelt. Aus Most wird nun Wein. Beim Gärprozess ist es wichtig, dass im Gärkeller stets eine konstante Raumtemperatur vorherrscht, die mindestens 20˚ betragen und 25˚ nicht überschreiten sollte.

Abstich und Reifung

Der Abstich beschreibt das Umfüllen des Weins von einem Fass in ein anderes. Der Wein wird vom Bodensatz befreit, ein Vorgang, der mehrmals wiederholt wird. Danach reift der Wein drei bis sechs Monate. Die Gärung der Feinhefe setzt ein.

Die vorhandenen Trubstoffe werden herausgefiltert. Als sogenannter Staubiger kann der Wein auch schon vor der letzten Filterung getrunken werden. Wer die Herausforderung annimmt, wir bald Wein aus eigener Herstellung seinen Freunden kredenzen können. Neben Geduld und Geschick spielt auch die Erfahrung eine Rolle. Ausdauer bei der Weinherstellung wird mit einem guten Tropfen belohnt.


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User Kommentare

miksch
miksch

gibt es einen wein ohne hystamine den damit kann ich ihn nicht trinken,und ich hätte so gerne einen schluck wein

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