Weinanbau: Rebstöcke richtig schneiden

Aus dem Weinanbau ist es bekannt: Rebstöcke brauchen einen regelmäßigen Rückschnitt! Egal ob am Spalier frei im Garten oder an der Hauswand – wer Wein kultiviert muss sich mit dem Schneiden von Weinstöcken unbedingt vertraut machen.

Rebenstöcke zurückschneidenWie der Winterschnitt ist auch der Frühjahrsschnitt unverzichtbar. (Foto by: © Yvonne Stadtfeld / fotolia.com)

Der Rückschnitt von Weinstöcken ist ein viel diskutiertes Thema. Die Meinungen über Zeitraum und Intensität des Rückschnittes gehen weit auseinander. Allerdings hat sich keine der unterschiedlichen Wege als der beste erwiesen und so liegt es an jedem Einzelnen ein Gefühl für den heimischen Weinstock zu entwickeln und entsprechend der individuellen Bedürfnisse zu schneiden - hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten österreichischen Rebsorten.

Unverzichtbar: der Winterschnitt

Rebstöcke müssen jeden Winter stark zurückgeschnitten werden. Nur so bildet sich eine kräftige, holzige Stammpflanze aus, die über Jahrzehnte hinweg bei guter Pflege und Rückschnitt hohe Ernteerträge liefern kann. In den ersten Jahren nach der Pflanzung jungen Weins dient der Winterschnitt vor allem der sogenannten Erziehung.

Dabei wird ein Stammgerüst mit Abgängen herausgebaut – sozusagen der Grundkörper des Weinstocks. Übernimmt man bereits bestehende Reben so sollte man vor dem ersten Schnitt die Erziehung des Stocks nachvollziehen und ihr weiter folgen. Geschnitten werden kann bei Temperaturen über minus 5°C wobei viele Sorten aufgrund ihrer Empfindlichkeit auch erst im frostfreien Frühjahr zurückgeschnitten werden.

Holzarten und Schnittmuster

Im Winterschnitt unterscheidet man im Wesentlichen drei Holzarten: das Fruchtholz, das Ersatzholz und das Stammholz. Letzteres sind junge Triebe, die so günstig wachsen, dass die als Stammverlängerung bestehen bleiben dürfen, um den Rebstock flächendeckend zu erziehen. Als Ersatzholz bezeichnet man Triebe, die als Sicherheit stehen gelassen werden und für welche im Folgejahr die Holzbildung vor der Fruchtbildung im Vordergrund steht.

Für die Ernte bedeutend ist aber das Fruchtholz. Diese Triebe sollen im Folgejahr die Früchte tragen. Sie können „kurz“, „mittel“ oder „lang“ geschnitten werden, was sie auf die Zahl der verbleibenden Augen am Trieb bezieht. Anfänger sollten kurz schneiden, Geübte auch „mittel“ und Profis spielen gekonnt mit langen Trieben.

Winterschnitt von RebstöckenRebstöcke müssen jeden Winter stark zurückgeschnitten werden. (Foto by: francescomou / fotolia.com)

Frühjahrsschnitt im April/Mai

Wie der Winterschnitt ist auch der Frühjahrsschnitt unverzichtbar. Allerdings wird hier weniger geschnitten, sondern ausgebrochen, die die Triebe jung und unverholzt sind. Entfernt werden alle Wasserschosse, also Triebe, die dem alten faserigen Stammholz entspringen. Außerdem alle unfruchtbaren Triebe, die aus dem Fruchtholz herauswachsen.

Man erkennt sie daran, dass sie keinen Ansatz von Blütenständen aufweisen. Ebenfalls entfernt werden Doppel- oder Mehrfachtriebe. Davon spricht man, wenn aus einer Knospe mehrere Triebe sprießen. Der stärkste wird belassen, der Rest herausgebrochen. Das Ausbrechen sollte erfolgen, wenn die neuen Triebe etwa 20 bis 30cm lang sind.

Weinstöcke schneiden im Sommer

Das Zurückschneiden eines Rebstocks im Sommer ist nicht unbedingt nötig. Wer möchte, kann im Juni mit dem Entspitzen anfangen, um die Ausbreitung der Weintrieb einzuschränken. Allerdings gilt, wer hier einmal anfängt, der muss das mehrmals wiederholen und am besten auch einen Sommerschnitt durchführen, da Weinstöcke stark triebig sind und entfernte Triebe schnell ersetzen wollen.

Das Entspitzen erfolgt im Juni, während im Juli die Zeit des eigentlichen Sommerschnittes beginnt. Dieser ist aber nur angebracht, wenn der Weinstock beispielsweise an einer Hauswand in Form gehalten werden soll. Im Spätsommer kann es auch sinnvoll sein, die Traubenzone schrittweise zu entlauben, um mehr Sonne an die Trauben zu bringen. Sie reifen dann schneller und bekommen mehr Farbe. Durch das schnellere Abtrocknen kommt es seltener zu Schimmelbildung nach Regen.


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